Nach Dauerregen in Belize: Der Traum jedes Tauchers – das Great Blue Hole

Um meinen Weg nach Belize anzutreten muss ich zunächst nochmal komplett durch Guatemala durch. Ziemlich blöd, doch das nehme ich gerne für die gemeinsame Zeit mit Jenn und Rene in Kauf. Ein Minivan bringt mich von El Zonte direkt nach Antigua, wo ich einige Stunden später mit dem nächsten Shuttle nach Guatemala City komme. Dort habe ich mich mit Mauro verabredet und für uns beide geht es am nächsten Tag mit dem Bus nach Puerto Barrios, wo wir ein kleines Fischerboot nehmen um nach Punta Gorda in Belize zu kommen. Völlig geschafft suchen wir uns ein kleines Hotel und sie froh als wir in endlich im Bett liegen.

Bus des Grauens: von Puerto Barrios nach Belize City

Der Wecker klingelt für mich früh am nächsten Morgen – denn ich muss den Bus kriegen, um nach Belize City zu fahren. Was dann da an der Haltestelle stoppt, versetzt mir einen Schock. Ich muss die siebenstündige Fahrt allen Ernstes in einem Chicken-Bus überstehen. Und es wird wirklich die Hölle. Der Bus ist voll, stickig, ohne Klimaanlage und hält ungelogen alle 50 Meter an. Ich teile mein Leid mit meiner Sitznachbarin, die mir als Einheimische versichert, dass genau diese Fahrt wirklich besonders schlimm ist. In Belize City angekommen will ich nur noch schnell weg – und zwar nach Caye Caulker. Zum Glück verlässt das Schnellboot auf die Insel das Terminal in knapp einer Stunde.

Karibisches Lebensgefühl auf Caye Caulker

Angekommen auf der Insel empfängt mich Karibik pur – weißer Sand, Palmen, türkisblaues Wasser und entspanntes Lebensgefühl. Nach einem kurzen Stopp im Hostel erkunde ich die Caye Caulker zu Fuß, deren Größe sehr überschaubar ist. Den Sundowner nehme ich im Lazy Lizard ein, einer absoluten Institution auf der Insel. Leider ändert sich das Wetter über Nacht und es setzt tropischer Regen ein – zwar warm aber ohne Unterlass. Am späten Nachmittag nutzen wir eine Regenpause um mit Kayaks aufs Meer raus zu paddeln, um dort zu schnorcheln. Neben kleinen Fischen entdecken wir auf ein paar kleine Riffhaie. Gemeinsam mit Ellen aus Belgien und Annabel aus England planen wir beim Hummeressen in einem der zahlreichen Strandrestaurants unser Belize-Highlight. Wir wollen im Great Blue Hole tauchen.  Jedem ambitionierten Taucher wird jetzt ein „What?!“ auf den Lippen liegen, denn das Great Blue Hole gehört zu den zehn weltweit besten Tauchgebieten. Luftaufnahmen zeigen die Besonderheit: Das Loch ist annähernd kreisförmig, hat einen Durchmesser von mehr als 300 Metern und ist bis zu 125 Meter tief. Seit über zwanzig Jahren gehört es als Naturdenkmal zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Dauerregen im Paradies

Doch wenn das Wetter sich nicht bessert, wird das nichts mit meinem Traum vom Tauchgang im Great Blue Hole. Auch der nächste Tag bringt nur eins – Regen. Leider gibt es außer Tauchen, Schnorcheln oder sich am Strand zu aalen nicht wirklich viel zu tun auf Caye Caulker und ich befürchte, langsam einen Inselkoller zu bekommen. Im strömenden Regen machen wir uns am Nachmittag auf den Weg zu einer der empfohlenen Tauchschulen (Vorsicht, gerade auf Caye Caulker gibt es viele schwarze Schafe) und informieren uns über den Tauchgang. Wir haben Glück – zwei Tage später soll es besser werden und es sind noch drei Plätze auf dem Tauchboot verfügbar. Wir schlagen sofort zu.

Ein weiterer Traum wird wahr: Tauchen im Great Blue Hole

So sitzen wir kurz nach sechs am Morgen am Donnerstag auf dem Tauchboot und lauschen unserem Tauchlehrer, der uns die Dive-Sites des Tages erläutert. Denn neben dem Great Blue Hole steuern wir noch zwei weitere Tauchgebiete an, um die Vielfalt der Unterwasserwelt bestaunen zu können. Denn, man muss ganz ehrlich sein, Artenvielfalt ist nicht die Stärke des Great Blue Hole – vor allem nicht wenn man als Open Water Advanced-Taucher den tiefen Tauchgang ansteuert.

Wie weit willst Du gehen?

Juan erklärt uns, dass wir im Greta Blue Hole mit Haien rechnen können – White und Black Tip Sharks, Reef Sharks und Bullsharks sollten es auf jeden Fall sein und wenn wir Glück haben, dann sehen wir vielleicht auch Hammerhead-Sharks. Wir sind gespannt. Als Advanced-Taucher werde ich heute die 40-Meter-Marke knacken, um wie viel weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch mir wird etwas mulmig als Juan nochmal mit uns die Probleme durchgeht, die auftauchen können. Bei dem Gedanken, 40 Meter unter der Wasseroberfläche zu sein, schleicht sich bei mir ein beklommenes Gefühl ein.

Im Tiefenrausch umgeben von Haien

Nach rund 2,5 Stunden Bootsfahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir das Great Blue Hole und ich bin ganz andächtig. Wir machen uns fertig, um ins warme Wasser zu springen. Mein Tauchbuddy ist Ellen und wir machen gewissenhaft den Bodycheck bevor wir über Bord springen. Unsere Gruppe geht zuerst unter Wasser und wir schrauben uns langsam immer tiefer. Ich prüfe Luft und Tiefe – und stelle erstaunt fest, dass wir schon auf 25 Meter sind. Wir erblicken die ersten Haie und über uns schwebt majestätisch ein Manta – unglaublich schön. Immer weiter folgen wir Juan in die Tiefe, es wird dunkler und kälter – ich bin dankbar für den langen Wetsuit, den ich trage. Als es fast schon nachtschwarz um mich ist, werfe ich einen Blick nach oben und über uns drehen Haie ihre Kreise. Ein schneller Blick auf den Tiefenmesser sagt: 46 Meter, maximale Tiefe an diesem Tag für mich. Als wir rund 15 Minuten später wieder auftauchen, bin ich komplett aufgedreht und kann nicht glauben, dass ich meinen bislang tiefsten Tauchgang bestens und ohne jegliche Nebenwirkungen überstanden habe. Ellen und ich fallen uns in die Arme und teilen dieses unvergessliche Erlebnis.

Endlich: Blue Boobies

Unser Boot setzt sich wieder in Bewegung und wir steuern Half Moon Caye an. Dort werden wir nach einer Mittagspause an Land den nächsten Tauchgang haben. Die kleine Insel, ein Naturschutzgebiet, ist traumhaft: Vollkommen unberührt mit weißen Stränden gesäumt von Kokosnusspalmen. Nach dem Lunch erkunden wir die Insel und beobachten die Blue Boobies, die ich leider auf den Galapagos-Inseln nur aus der Ferne sah, beim Brüten in den Baumwipfeln. Nach diesem Ausflug geht es zurück aufs Boot und zum nächsten Tauchplatz. Dieser Tauchgang ist zwar wesentlich weniger tief, doch bestaunen wir hier unendliche Fischschwärme, bunte Korallen, Seeanemonen und jede Menge Fische.

Tauchen, tauchen, tauchen

Auch der dritte Tauchgang ist traumhaft: Dieses Riff führt uns an Steilwänden entlang und wir machen einen kleinen Höhlentauchgang. Zurück auf dem Boot steuern wir auf Caye Caulker zu – rund 3 Stunden brauchen wir für den Weg. Je näher wir der Insel kommen, desto stürmischer wird es und der Regen bricht über uns herein. Zurück auf dem Festland trifft sich die Tauchcrew wenig später wieder zum Abendessen und gemeinsamen Feiern – so geht unsere Zeit auf der kleinen Insel zu Ende. Am frühen Morgen nehmen Ellen, Annabelle, Laurens, Iris und ich den Bus um nach Mexiko zu reisen.

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Da schien noch die Sonne – meine Ankunft auf Caye Caulker

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Dauerzustand ab Tag zwei: Regen und Sturm

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Tauchbriefing auf dem Boot

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Auf zum Great Blue Hole

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Ab ins Wasser!

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Der erste Hai

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Mit Annabelle und Ellen

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Zur Entspannung ein bisschen Yoga

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Glückliche Gesichter nach dem Great Blue Hole

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Traumhaft: Half Moon Caye

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Die Tauchcrew beim Feiern am Abend

El Tunco und El Zonte: Surfen in El Savadors Surf-Mekka

El Salvador gilt unter Surfern als Geheimtipp, also planen auch wir drei den nächsten Halt an der Küste einzulegen. Die rund 100 Kilometer legen wir wie immer im Chicken-Bus zurück. Das sind altersschwache frühere Schulbusse aus den USA (ja, genau, die gelben), die in so schlechtem Zustand sind, dass sie in ihrer Heimat in Rente geschickt wurden, in Mittelamerika aber zu neuem Leben erweckt werden. Bis jetzt war das immer ganz ok, doch diese Fahrt übertrifft alles. Sie dauert geschlagene vier Stunden, der Bus ist zum Bersten mit Passagieren gefüllt, alles stapelt sich und niemand kann uns so genau sagen, wo wir eigentlich raus müssen. Auch lernen wir mal wieder, dass wir doch ein ganz anderes Verständnis von Nähe zu Fremden haben, als die Menschen in Zentralamerika. Denn zu jedem von uns gesellt sich auf dem wohlgemerkt Einzelsitz noch ein Salvadorianer dazu, mehr oder minder auf dem Schoß. Spannend!

El Tunco ist ausgestorben

Völlig erledigt kommen wir irgendwann in El Tunco an, eine Mitreisende hat sich erbarmt und die Aufgabe übernommen, uns lautstark deutlich zu machen, wenn wir den Bus verlassen müssen. Zum Glück. Nachdem wir unser Gepäck im Hostel abgeladen haben, schnappen wir uns ein Bier und hechten an den Strand um den Sonnenuntergang zu sehen – und der ist hier wirklich spektakulär. El Tunco ist wie ausgestorben als wir dort auflaufen und so freuen wir uns sehr, dass Mauro und Jess, die ich in Guatemala kennengelernt habe, dort zufälligerweise auch aufschlagen.

Surfunterricht bei Alex in El Zonte

Gemeinsam mit Jess entschließen wir uns nach ein paar Tagen in El Tunco, einige Kilometer weiterzuziehen und unseren Standort nach El Zonte zu verlagern. Dieser Strand soll super für Surf-Anfänger sein, wir steigen direkt am Strand im Hostel von Alex ab, der in den kommenden Tagen unsere Skills auf dem Surfbrett aufpoliert. Und das macht er spitzenmäßig und ich verleihe ihm mein persönliches Prädikat „Bester Surflehrer“ (abgesehen von Glen). Er nimmt sich sehr viel Zeit, sieht sofort, wo unsere Schwachstellen liegen und feilt an unserer Technik (wenn man überhaupt von Technik sprechen kann). Nach intensiven Surfstunden mit Alex  einige Tage hintereinander muss ich eine Pause einlegen: Meine Knie sind komplett offen und meine Fingerspitzen mit Blasen von Schleppen des Boards übersät. Viel mehr als Surfen gibt es auch in El Zonte nicht zu tun. Was aber nicht schlimm ist, denn wir vier fühlen uns im tollen Hostel sehr wohl und verbringen hier die letzten gemeinsamen Tage bevor es für mich unter Tränen über Guatemala, wo ich mich in der City mit Mauro treffe, nach Belize und für Rene und Jenn nach Honduras geht. Die Zwei sind mir wirklich über die gemeinsamen Wochen sehr ans Herz gewachsen und ich hätte nie gedacht, dass das Reisen mit einem Pärchen so wunderbar entspannt sein kann. Doch da sind die Zwei vielleicht auch wirklich ein Sonderfall…

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Mit dem Chicken-Bus unterwegs

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Sonnenuntergang am Strand – einer von vielen

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Ich finde das ein ziemlich cooles Foto

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Alex Hostel in El Zonte

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Pfannkuchen zum Frühstück

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Die Surfbretter warten nur auf uns

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Allein am Strand von El Zonte

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Jenn und ich warten auf die richtige Welle

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Strandfussball bei Sonnenuntergang

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Und danach ne Runde Strand-Yoga

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El Salvador, das gefährlichste Land der Erde: Mehr gemordet wird nirgendwo sonst!

El Salvador stand so garnicht auf der Liste der Länder, die ich besuchen wollte. Der Grund ist auch schnell gefunden: El Salvador gilt als das gefährlichste Land der Welt. Hört sich einladend an, oder?! Doch wie kommt es eigentlich dazu, dass gerade das kleinste Land Zentralamerikas, jedoch mit der höchsten Bevölkerungsdichte, einen so zweifelhaften Rum erlangt? Das liegt vor allem an der Mara Salvatrucha (MS) und dem Barrio 18, wohl die barbarischsten Gangs, die es gibt. Ich bin froh, dass ich mich vor meiner Zeit in El Salvador nicht näher mit der MS und Barrio 18 befasst habe, sonst wäre ich definitiv nicht in das Land gereist.

Eine Oase: Carlos Hostel in Santa Ana

In El Salvador werden im Jahr knapp 7000 Menschen ermordet – zum Vergleich: In Deutschland starben 2016 ca. 370 Menschen an einem Gewaltverbrechen. Das im Kopf steige ich mit einem äußerst mulmigen Gefühl aus dem Chicken-Bus, der uns nach Santa Ana im Nordwesten des Landes brachte. Santa Ana ist nach San Salvador die zweitwichtigste Stadt des Landes und unsere erste Station. Unser kleines Grüppchen stapft etwas zaghaft durch die Straßen zu unserem Hostel, es fühlt sich erstmal keiner sonderlich wohl. Das ändert sich als wir in der Casa Verde ankommen, das dem wunderbaren Carlos gehört. Dieses Hostel verdient ein paar Sätze, denn Carlos hat es mit so viel Sinn und Verstand eingerichtet, dass dem Backpacker wirklich das Herz aufgeht! Und wir haben Glück bis auf Mauro, ein Argentinier und Greg aus Australien sind wie drei die einzigen Gäste und können uns in dem Hostel mit schönem Pool ganz wie zu Hause bewegen. So beschließen wir auch, endlich unseren Pasta-Gelüsten nachzukommen und im Supermarkt alles nötige für einen Kohlehydrate-Overload einzukaufen. Und danach knallen wir uns vor den TV mit unglaublicher Soundanlage und einer DVD-Auswahl, bei der jeder schwach wird. Ein schöner erster Abend im gefährlichen El Salvador.

Drei Engel aus El Salvador

Mit Mauro machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Lago de Coatepeque, natürlich ganz standesgemäß mit dem Chicken-Bus. Wir verbringen einen entspannten Tag auf der Terrasse eines kleines Restaurants am See, wundern uns über die Bademode der uns umgebenden Herren und lassen den Blick über das tiefblaue Wasser streifen.  Am späten Nachmittag wollen wir uns auf den Weg zurück nach Santa Ana machen, warten aber leider vergeblich auf den Bus. Der kommt einfach nicht. Doch wer kommt, ist Nancy mit ihrem Sohn und ihrem Neffen, beide um die 17/18 Jahre alt. Sie halten neben uns vier Gestrandeten und fragen, ob sie uns mitnehmen können. Wir können unser Glück kaum fassen, wollen aber nicht zu fordernd sein und lehnen zunächst höflich ab. Doch die drei bestehen darauf, uns ein Stück mitzunehmen. Also quetschen wir uns zu siebt in den Kleinwagen und Mauro beginnt das Gespräch. Als Nancy und die beiden Jungs erfahren, dass wir gerade erst in El Salvador angekommen sind und noch nicht die Nationalspeise Pupusas gegessen haben, wird der eigentliche Plan uns an der nächsten Bushaltestelle abzusetzen kurzfristig geändert. Den Dreien ist es eine Herzensangelegenheit den Abend mit uns zu verbringen und uns in die Kultur des Landes einzuweihen. Von so viel Gastfreundschaft sind wir absolut überwältigt – vor allem als sich herausstellt, dass wir bis nach Santa Tecla fahren, um gemeinsam essen zu gehen.

Ohne Pupusas geht nichts

An Pupusas kommt man in El Salvador nicht vorbei. Und wenn man sie einmal probiert hat, will man das auch nicht mehr. So ging es auf jeden Fall uns. Es handelt sich bei den Dingern um Tortillas mit eingebackener Füllung. Dabei sind der Fantasie wenig Grenzen gesetzt: Käse, Fleisch, Gemüse, Avocado – man bekommt fast alles, was das Foodie-Herz begehrt. Es ist toll, von Nancy und den Jungs viel über das Leben in El Salvador zu erfahren. Nancys Geschichte geht uns ans Herz: Ihr Mann und ihre 12-jährige Tochter leben in den USA und sie hat beide seit zwei Jahren nicht mehr gesehen, denn das Geld fehlt und eine Einreise ist mit ihrem Pass fast unmöglich. Als sie uns das erzählt weint sie und uns wird mal wieder klar, welch privilegiertes Leben wir führen. Sie erzählt uns, wie viel sie als Angestellte in El Salvador verdient, wie im Vergleich hoch die Lebenskosten sind und wie schwer das Leben in diesem Land ist. Einige Stunden später bitten wir Nancy uns ein Taxi zu rufen, dass uns ins über 50 km entfernte Santa Ana bringen soll. Doch sie winkt entrüstet ab, für sie ist es selbstverständlich, dass sie uns fährt. Alles andere sei zu gefährlich. Wir können sie nicht davon abhalten und überschlagen uns fast, als die drei uns eine knappe Stunde später vor dem Hostel absetzen.

Unter Polizeischutz auf den nächsten Vulkan

Nachdem Jenn und ich uns nach dem Pacaya eigentlich geschworen haben, keinen weiteren Vulkan zu besteigen, schafft es Rene irgendwie, dass wir tags drauf uns irrsinnig früh mit ihm auf den Weg zum Vulkan Santa Ana zu machen um auch diesen zu erklimmen. Hurra!!! Mit seinen 2.381 Metern ist er der größte Feuerberg des Landes und auch ziemlich aktiv: der letzte Ausbruch war 2005. Wir versammeln uns also mit anderen Wanderbegeisterten (Vorsicht: Ironie) an den Toren des Nationalparks und werden da von unserem Guide instruiert. Er und zwei vollbewaffnete Polizisten werden unseren Aufstieg begleiten. Das sei in El Salvador ganz normal, denn man wolle die zahlungskräftigen Touristen ja auch wieder lebend zurückbringen. Ähm, ja, super, ich freu mich!  Nach Passagen durch grüne Wälder und karge Geröllfelder erreichen wir nach einigen Stunden den Kraterrand des Vulkans, aus dem verdächtiger Dampf aussteigt. Staunend betrachten wir den türkisblauen Sulfursee in der Mitte des Kraters und machen uns nach einem kleinen Picknick wieder auf den Abstieg.

Ich gebe es zu, unten angekommen bin ich etwas unleidlich und erkläre dem verdutzten Rene sehr deutlich, dass ich nicht bereit bin so eine Sch… (so empfand ich es in dem Moment) nochmal zu machen und ich mich weigere, in den kommenden Tagen schon wieder wandern zu gehen. Rene nimmt’s mit Humor und erträgt meinen kleinen Ausbruch mit seligem Lächeln.

Ruta de las Flores: Wir erklimmen Wasserfälle

Wir lassen Santa Ana hinter uns und nehmen den Bus Richtung Sonsonate, um die Rutas de las Flores zu besuchen. Wir steigen in Juayua ab und landen so im Kaffee-Mekka El Salvadors. Die Rutas de las Flores bekommt ihren Namen durch die zahlreichen blühenden Blumen und Sträucher, die die Straßen säumen. Man besucht diesen Teil des Landes vor allem, wenn man verrückt nach gutem Kaffee und Essen ist. Zweites trifft auf jeden Fall auf mich zu, bei ersterem sage ich auch nicht Nein. Wir klappern also am nächsten Tag die umliegenden kleinen bunten Dörfer ab, trinken leckeren Kaffee, essen, natürlich wie soll es sonst sein, jede Menge Pupusas und anderes Leckeres. Tja, und dann hat es Rene schon wieder geschafft: nur wenige Tage nach meinem kleinen Ausbruch am Fuße des Vulkans gehe ich mit ihm…WANDERN. Und zwar treten wir drei den „Seven Waterfall Hike an“. Vorher erkunde ich mich im Hostel aber mal über den Schwierigkeitsgrad und mir wird versichert „super easy, kannst Du locker in Flip Flops machen.“ Na dann! Auf Flip Flops verzichte ich mal lieber wegen meines immer noch angeschlagenen Fußes (jaja, der Bänderriss in Australien begleitet mich immer noch). So werden wir am nächsten Morgen von unserem Guide in aller Herrgottsfrühe abgeholt und sammeln einen zweiten Guide sowie Equipment ein. Da werde ich schon etwas stutzig, kann mir aber nicht vorstellen, dass Schutzhelme und Seile für uns sind. Begleitet wird unser kleiner Trupp von sieben Hunden, die uns die komplette Wanderung nicht von der Seite weichen.

Vertraue niemanden, der behauptet, das ginge auch in Flip Flops

Nach rund einer Stunde haben wir den ersten Wasserfall erreicht und bis jetzt geht es wirklich. Ich habe auf jeden Fall weniger Probleme als der jüngste Hund im Rudel. Der mag nämlich kein Wasser. Schlecht bei einem Waterfall-Hike, wusste er wahrscheinlich im Vorfeld nicht.  Aber er lenkt sich einfach ein bisschen damit ab, indem er ein halb verrottetes Kaninchen ausgräbt und mit voller Hingabe an meine Beine reibt. Ein Traum! Nach Wasserfall zwei muss ich sagen, dass mir diese Wanderung doch zusagt. Doch das war etwas zu früh gefreut, denn nun geht es los und Seil und Helme kommen zum Einsatz. Und ich höre noch die Worte „super easy, kannst Du locker in Flip Flops machen“ als mein Guide mir mit Händen und Füßen klar macht, dass ich mich nun bitte an dem Seil die Steilwand unter dem Wasserfall runterlassen soll. Ich glaub, es hackt? Spinnt der? Ohne Sicherung? An einem ollen Seil? Ich denke daran, wie in Deutschland so eine Wanderung aussehen würde. Klettergeschirr, Sicherheitshaken, TÜV-geprüftes Brimborium. Und ich? Ich stehe im Regenwald von El Salvador umgeben von sieben Hunden und soll mich an einem altersschwachen Seil ohne jegliche Sicherung 20 Meter in die Tiefe runterlassen. Rene erkennt mit seinem diplomatischen Geschick, dass sich ein deutsches Donnerwetter zusammenbraut und nimmt mich und die ebenso wenig begeisterte Jenn zur Seite. Er redet uns gut zu und letztendlich muss ich ihm recht geben: wir müssen darunter, es gibt keinen anderen Weg…

Klettern mit altersschwachem Seil

Mit großem Gezeter lasse ich mich langsam den Wasserfall hinab und bin mehr als glücklich unten mit leicht zitternden Armen endlich wieder Boden unter den Füßen zu haben. Ich bin aber nich die einzige, die das Ganze nicht so locker nimmt. Zwei der Hunde weigern sich komplett, den steinigen Abhang hinunterzuklettern. Es braucht geschlagene 30 Minuten bis wir es mit Engelszungen geschafft haben, die zwei Vierbeiner auch noch zu überzeugen. Alles in allem gibt der Waterfall-Hike also eine gute Geschichte her und wir lachen darüber beim Picknick und schwimmen in den natürlichen Wasserbecken.

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Carlos Hostel Casa Verde

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Am Lago de Coatepeque

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So sieht Bademode für Herren in El Salvador aus

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Beim Pupusa-Essen mit Nancy und den Jungs

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Geschafft! Am Kraterrand des Santa Ana-Vulkans

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Wir erlaufen uns die Rutas de las Flores

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Das kleine Örtchen Ataco

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Sieht komisch aus, ist aber lecker: Smoothie aus dem Plastikbeutel

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Ähm ja, darunter soll ich

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Auch die Hunde gucken ungläubig

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Auf dem Waterfall-Hike

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Schon ganz schön hoch

Zurück ins Warme – Guatemala, ich komme!

Die Rückkehr nach Zentralamerika lässt sich ganz einfach erklären: ich friere! Nach über zwei Monaten Kanada langt es mir mit Kälte. Die muss ich ja noch früh genug ertragen, wenn es bald wieder nach Hause geht.  Und als ich den Flughafen in Guatemala City verlasse, freue ich mich ungemein als ich die warme Luft auf meiner Haut spüre. Ich weiß, dass das die richtige Entscheidung war: Die Batterien mit Sonne, Strand und Meer aufladen bevor es in den deutschen Winter geht. Ja, jeder der sich ein Wenig auf der Weltkarte auskennt, weiß natürlich, dass es Guatemala mit Strand und Meer jetzt nicht so üppig ist. Aber warm, warm ist es!

Vier Stunden warten auf den Bus – in Guatemala normal

Eine kurze Nacht verbringe ich in der Hauptstadt, um direkt am Morgen mit einem Bus die Reise nach Lanquin anzutreten. Dort bin ich am nächsten Tag mit Kieran, den ich in Panama kennengelernt habe und seinen Freunden Rene und Jennifer verabredet. Alle stammen aus Neuseeland und reisen auch seit längerem. Der erste Bus bringt mich zum großen Busterminal, wo ich den recht komfortablen Bus nehme der mich zunächst nach Chipam bringt. Dort suche ich mir einen Minivan um weiter nach Lanquin zu kommen. Die Jungs, die diesen steuern sollen, stellen mich auf eine echte Geduldsprobe. Denn zu Beginn heißt es, dass wir in einer Stunde losfahren, dann verschiebt sich das Ganze um eine weitere Stunde und letztendlich brechen wir vier Stunden später auf. Spitze, ich fühle mich direkt wieder angekommen in Zentralamerika.

„Hello again“ in Lanquin

Am späten Abend komme ich dann endlich in meinem Hostel an, das sich sanft in die umliegenden Hügel schmiegt und einen wunderbaren Pool mit Ausblick bietet.  Der nächste Tag beginnt mit River-Tubing – im strömenden Regen. Soviel zur Sonne… Aber wir haben trotzdem unseren Spaß und als Kieran, Rene und Jenn am Abend eintreffen, bin ich bester Laune und freue mich sehr über das Wiedersehen mit Kieran.

Semuc Champay – ein Naturwunder

Den nächsten Tag verbringen wir nach einer kurzen Nacht am Pool und planen die weiteren gemeinsamen Tage. Warum wir eigentlich in Lanquin gelandet sind, sind die natürlichen Wasserbecken von Semuc Champay, die durch den Rio Cahabon gespeist werden. Ein echtes kleines Naturwunder. Wir machen uns mit einer Gruppe aus dem Hostel auf zunächst eine nahegelegene Höhle zu erkunden – das ist spannender als es sich zunächst anhört. Denn dort ist es pechfinster, wir bekommen eine Kerze in die Hand und hangeln uns im tiefen und kalten Wasser rund zwei Stunden durch die Höhle, springen in Wasserfälle, kriechen durch Löcher und versuchen uns nicht an den messerscharfen Steinen zu verletzen. Mir gelingt das besser als manch anderem.

Nach diesem Abenteuer stürzen wir uns von einer Schaukel in den Fluß, was mächtig Spaß macht, um dann in Schwimmringen auf dem Wasser zu treiben. Danach nehmen wir den Anstieg zu den Pools in Angriff – bei 40 Grad keine leichte Aufgabe. Doch der Blick, den wir von dem Aussichtspunkt auf die Wasserbecken haben, entschädigt uns für die Anstrengung.

Lago de Atitlan – Abgeschiedene Ruhe am See

Zwei Tage später brechen wir vier auf um an den Lago de Atitlan, den zweitgrößten See Guatemalas, zu fahren. Dort wohnen wir direkt am Wasser und genießen einen wunderbaren Blick auf den See und die Vulkane San Pedro, Atitlan und Toliman. Um die Gegend zu erkunden laufen wir bis nach Jaibalito, wo wir in einem kleinen Café Jan kennenlernen. Der Lebenskünstler aus Deutschland erzählt uns von seinen Reisen und lädt uns in sein Haus ein, um uns auf der Geige vorzuspielen. So sitzen wir wenig später auf Jans Terrasse mit Aussicht auf den See und lauschen seiner Geige. Irgendwie surreal, aber schön. Tja, und dann erwischt es auch mal mich. Nach knapp 11 Monaten Weltreise liege ich mit einer 24-Stunden-Grippe flach und bin mehr als dankbar, dass sich der Rest gut um mich kümmert.

„Good Bye“ in Antigua und auf nach Flores

Sobald ich wieder unter den Lebenden bin, geht es weiter: Antigua heißt der nächste Stopp. Hier verlässt uns dann auch Kieran, der zurück nach Neuseeland fliegt.  Seinen letzten Abend starten wir im wohl verrücktesten Supermarkt der Welt „La Bodegona“, der unter Backpackern wirklich berühmt ist. Und das wegen zwei Dingen: Zum einen gibt es hier die merkwürdigsten „On Pack“-Aktionen, die man auf der Welt sehen kann. So bekommt man zum Beispiel zur Riesentüte Chips einen Plastikhocker dazu oder zur Flasche Rum einen Kloreiniger inklusive passendem Kochlöffel. Zum anderen ist er für seine Verkostungen bekannt, die uns als Backpacker auch beim zweiten Mal Antigua täglich in den Supermarkt führen. Käse, Schinken, Champagner, Whiskey, Bier, Brot, Nüsse – alles bekommt man zum Probieren in die Hand gedrückt. Und geht satt und leicht angeschickert aus dem Supermarkt heraus.

Da ich mich mit Rene und Jenn aber so wunderbar verstehe, beschließen wir, zu dritt weiterzureisen. Das wirft meine Pläne etwas über den Haufen, aber es lohnt sich. Die zwei bleiben für eine Woche in Antigua um einen Sprachkurs zu machen. Ich setze mich zwei Tage später in den Nachtbus nach Flores, um mir die Maya-Ruinen von Tikal anzuschauen.

Tikal – noch mehr Maya geht kaum

Um sechs Uhr am Morgen werde ich mit weiteren Hostelgästen von der kleinen Halbinsel Flores nach Tikal gefahren. Wir haben Glück und sind an diesem Morgen ganz unter uns, keine anderen Besucher weit und breit. Die antike Maya-Stadt im Regenwald ist eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und eine der am besten erforschten Maya-Stätten. Unser Guide weiß jede Menge zu erzählen und mich beeindruckt dieser Ort mit seiner Geschichte sehr. Wir erfahren, dass jeder Hügel auf dem riesigen Gelände nicht nur ein schnöder Hügel ist. Vielmehr versteckt sich unter jedem dieser Erdhügel ein weiterer Tempel, der aus Kostengründen einfach noch nicht freigelegt wurde und es vielleicht auch niemals wird. Das ganze Gebiet ist mittlerweile Weltkulturerbe. Für den Tikalbesuch braucht man Zeit, ich laufe viel und erklimme die Stufentempel und  lasse die Bauwerke und den Ausblick auf mich wirken. Immer wieder entdecke ich in den Baumwipfeln Brüllaffen. Der Name ist bei diesen Tieren übrigens Programm: Ihr Geschrei ist irrsinnig laut und lässt mich hin und wieder zusammenzucken. Ach, der ein oder andere kennt Tikal vielleicht auch aus Star Wars…

Zurück in Flores streife ich am frühen Abend mit Jess, einer Australierin, die ich im Hostel getroffen habe, durch die Gassen des süßen Städtchens. Letztendlich landen wir am Ufer des Petén-Itza-Sees und genießen das tolle Streetfood mit, ich schwöre es, dem besten Bananenkuchen der Welt. Und ich habe auf meiner Reise sehr viel Bananenkuchen gegessen.

Vulkane, Vulkane, Vulkane – Antigua, ich bin wieder da

Mit dem Nachtbus geht es wieder zurück nach Antigua, wo ich wieder auf Rene und Jenn treffe und mit ihnen einige Tage in der in der barocken Kolonialstadt verbringe. Antigua ist traumhaft schön, zwischen halbzerstörten Barockkirchen und schattigen Patios finden sich hochkarätige Restaurants und schnuckelige Cafés, die mit leckerem regionalen Kaffee und Schokolade locken. Antigua wird von den Vulkanen Agua, Acatenango und den noch aktiven Fuego und Pacaya umgeben. Wenn man Glück hat, sieht man diesen in der Nacht hin und wieder Feuer speien. Um endlich mal ein bisschen mehr als Pflastertreten zu machen, beschließen wir genau diesen Pacya am nächsten Tag zu besteigen. Der Blick von dort oben soll toll sein und man kann sogar Marshmallows im heißen Gestein grillen. Das hat mich dann letztendlich überzeugt und wir haben den dreistündigen, nicht ganz unanstrengenden Aufstieg in Angriff übernommen. Das macht man übrigens am besten mit einem Guide, denn auf dem Weg nach oben gab und gibt es immer wieder bewaffnete Raubüberfälle auf Touristen. Mit dem Wetter haben wir leider Pech! Wir stapfen in dicker Nebelsuppe den steilen Weg hinauf und bleiben an jedem Aussichtspunkt stehen und betrachten das graue Nebelmonster vor uns. Die umsichtige guatemaltekische Touristeninformation hat aber an jedem Punkt eine große Tafel aufgestellt, die ein Foto ohne Nebel zeigt. So können wir uns ungefähr vorstellen, wie spektakulär der Ausblick mit klarer Sicht wäre.

Marshmallows auf dem Vulkan Pacya

Je höher wir kommen, desto frischer und windiger wird es und ich bin echt gesagt ganz erleichtert, als unser Guide endlich die Marshmallows auspackt und wir die Dinger auf den heißen Steinen grillen. Auch beim Abstieg ist das Wetter nicht gnädiger: es fängt an zu regnen und wir sind froh, als wir endlich wieder im Bus sitzen und in die Stadt zurückgekarrt werden. Hier scheint übrigens natürlich die Sonne. Der letzte Abend in Guatemala ist vor allem durch die Planung unseres nächsten Stopps geprägt. Es geht nach El Salvador! Dieses Land stand eigentlich garnicht auf meiner Route, doch möchte ich mich noch nicht von meinen Kiwis trennen und freue mich auf zehn weitere gemeinsame Tage. Auf geht’s in das Land mit der welthöchsten  Rate als gewaltsamen Tötungen. Yeah!

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So sehen Hostel-Pools in Guatemala aus

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Sonnenaufgang in Lanquin

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Unter dem Wasserfall

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Das Naturwunder Semuc Champay

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Tubing again

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Die Guatemala-Crew

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Lago de Atitlan

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Sonnenaufgang mit Blick auf den Vulkan

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Kaffeetrinken ist in Antigua Pflicht

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Im verrücktesten Supermarkt der Welt

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Reflektionen auf dem Peten-Itza-See

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In den Straßen Flores

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Sonnenuntergang am Seeufer

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Tikal – einfach nur WOW

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Ein Brüllaffe in den Wipfeln des Regenwaldes

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Unglaublich lecker und ganz links der beste Bananenkuchen der Welt

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Auf Entdeckungstour in Antigua

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Der Blick von der Hostelterrasse

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Der beste Blick auf Antigua

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Pacaya – wie Sie sehen, sehen Sie nichts

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Aber Marshmallows gab’s

San Blas-Inseln – Ein traumhafter Zwischenstopp auf dem Weg nach Kolumbien

Als ich mich auf meine Reise vorbereitet habe, habe ich natürlich sehr viele Reiseführer, Zeitschriften und Blogs gewälzt um mir etwas Inspiration zu holen. In einigen bin ich auf ein kleines Paradies gestoßen: Die San Blas-Inseln, eine Inselgruppe von rund 365 kleinen Inseln im Karibischen Meer zwischen Panama und Kolumbien. Sie gehören zum autonomen Gebiet Guna Yala und rund 50 der Inseln werden vom Volk der Kuna bewohnt. Da wollte ich unbedingt hin! Und als ich dann ich Zentralamerika war, bin ich diesem Ziel immer näher gekommen. Sobald ich mich damit beschäftigt habe, wie man am besten von Panama nach Kolumbien kommt, war klar: San Blas, ich komme! Denn es gibt keinen Grenzübergang auf dem Landweg zwischen den beiden Ländern. Zwar kann man sich auf dem Darien-Trek durch den Dschungel, das Gebiet der FARQ-Rebellen schlagen, doch davor wird dringend abgeraten. Also gibt es zwei Alternativen: Per Boot oder Flugzeug. Wir entscheiden uns für das Boot, genauer gesagt ein Speed-Boot. Geht auch mit einem Segelschiff. Nach meiner Erfahrung würde ich immer wieder das Speed-Boot nehmen, denn wir hatten so die Möglichkeit, richtig viel Zeit auf den wunderschönen kleinen Inseln zu verbringen…

Vorbereitung ist alles…

Zum Start dieses viertägigen Trips werden wir morgens um 5:00 per Jeep abgeholt und erstmal in einen Supermarkt gekarrt. Dort besorgt jeder für sich die Dinge, ohne die er glaubt, die kommenden vier Tage nicht zu überstehen. Bei Ross bedeutet das Alkohol. Für Melli und mich ein bisschen davon, aber vor allem Wasser, Süßigkeiten und was zu Knabbern. Knappe zwei Stunden später haben wir die Küste erreicht und sehen am Hafen das erste Mal, beim Vortreffen waren nicht alle anwesend, unsere komplette Gruppe, mit der wir die nächsten Tage verbringen werden. Ein lustiger Haufen bestehend aus Australiern, Neuseeländern, Kanadiern, Holländern, Engländern und uns. Nachdem wir alles auf zwei kleinen Booten verstaut haben – Rucksäcke und Proviant wasserdicht verpackt – geht es für uns in einer knapp zweistündigen Fahrt zur ersten kleinen Insel, auf der wir das erste Mal das türkisfarbene Wasser und den fast weißen bestaunen und genießen dürfen. Beim gemeinsamen Mittagessen lernen wir uns näher kennen und es zeichnet sich schnell ab, mit wem man wohl die kommenden Tage verbringen wird und mit wem eher nicht. Das Essen, das uns unsere Guides Luis und Sharon mit Hilfe der Kunas zaubern, lässt schon mal auf viel hoffen.

Angekommen im Kuna-Paradies

Kurz darauf geht es zur nächsten Insel, wo wir die Nacht in zwei großen Hütten mit jede Menge Hängematten verbringen. Diese Insel ist wirklich das Paradies: winzig klein, weißer Sand, glasklares Wasser und unsere Gruppe sind die einzigen Gäste der Kunas. Melli und ich erkunden als erstes den Strand und freuen uns wie Kinder als wir im Wasser jede Menge Seesterne entdecken und wir beobachten die Fische, die um uns herum schwimmen. Und als wir da so am Strand rumdümpeln passiert etwas wunderbares, fast schon etwas zu kitschig: Ein paar Meter von uns entfernt gleitet ein einsamer Delfin durchs Wasser. Wir sind absolut seelig!

Den Nachmittag verbringen wir beim Volleyballspielen, Schnorcheln, Dösen am Strand und kommen später alle zusammen an einen großen Tisch zum grandiosen Abendessen: Es gibt Unmengen an Gambas und Oktopus, dazu leckere Beilagen. Die Nacht wird lang und lustig und am nächsten Morgen schälen sich die meisten mit dickem Kopf aus ihren Hängematten um gg. 9:00 Uhr wieder im Boot zu sitzen, denn es geht weiter zur nächsten Insel.

Zuhause bei den Kunas

Auch der zweite Tag bringt uns einen Traumstrand, an dem wir es uns gut gehen lassen bevor es am Nachmittag zur nächsten Unterkunft geht. Dieses Mal erwartet uns eine bewohnte Insel mit einem kleinen Dorf als Zentrum, dass wir gemeinsam erkunden und durch unseren Guide Luis vieles über die Kultur und das Leben der Kuna erfahren. Die Kuna-Kinder umkreisen uns neugierig, finden unsere Handys und Kameras unheimlich spannend und folgen uns durch das Dorf. In der Mitte des kleinen Ortes stoßen wir auf ein Basketballfeld auf dem gerade die Locals ein kleines Match austragen. Als sich unsere Gruppe um das Feld scharrt, werden die Jungs sofort zum mitspielen eingeladen.

Auch diese Nacht wird lang, wir spielen Karten, erzählen uns Geschichten und fallen irgendwann todmüde mit dem Gedanken ins Bett, morgen früh um 6:00 raus zu müssen, da uns die längste Etappe bevor steht.

Die Bootsfahrt zur nächsten Insel wird ruppig. Die Wellen sind deutlich zu spüren und immer wieder schlagen wir hart auf das Wasser auf. Melli hat sich zum Glück, wie eigentlich jeden Tag mit ihren Tabletten gegen Reiseübelkeit sediert und dämmert zwischen Ross und mir dahin bis wir die nächste Insel erreichen. Wieder ein wunderschöner, weitläufiger einsamer Strand, an dem wir uns die Zeit mit einer Form von American Football, Yoga, Schnorcheln und Dümpeln im Wasser vertreiben.

„Auf Wiedersehen“ San Blas, „Hallo“ Kolumbien

Die letzte Nacht unseres San Blas-Abenteuers verbringen wir mit der angestammten Crew, die sich in den vergangenen Tagen herauskristallisiert hat, standesgemäß mit Latino-Pop, Panama-Rum und  der ein oder andere im „Fancy Dress“ (ein Spaß, auf den man sich irgendwann einlassen muss, wenn man mit Engländern, Australiern und Neuseeländern reist – ich fand’s am Anfang jedoch etwas befremdlich). In dieser Nacht planen wird auch, wie es in Kolumbien weitergeht, denn wir wollen in dieser Gruppe (Melli, Ross, ich und die Jungs aus Neuseeland, Kanada und Holland) ein Apartment in Cartagena mieten und dort die Annehmlichkeiten, auf die wir vier Tage lang verzichten mussten (Duschen, Toiletten, überhaupt fließendes Wasser und Betten) ausgiebig zu genießen.

Am kommenden Morgen regnet es in Strömen und wir schleppen unsere Rucksäcke gut verpackt auf die Boote um bei rauer See (der Rücken freut sich und der Magen bei dem ein oder anderen auch) zur kolumbianischen Grenze zu fahren. Diese passieren wir mit etwas Wartezeit, aber ohne große Probleme und steigen wieder ins Boot um nun ins kolumbianische Capurgana zu reisen, um dort unseren letzten gemeinsamen Abend mit allen zu verbringen…

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So sieht es also aus, das Paradies

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Sehr nett hier!

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Ein Traum in Türkis – San Blas-Inseln

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Der Blick auf die Nachbar-Insel

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Bald gibt’s Essen

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Seesterne!

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Die Kiwis

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Das Kuna-Dorf

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Volleyball mit den Kunas

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Unsere Jungs haben gnadenlos verloren

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Die nächste Insel – der nächste Traumstrand

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Die letzte Nacht im Kuna-Dorf

Auf nach Panama City – und das ganz ohne Panama-Kanal

Morgens um 6:00 Uhr schleppen Melli, Ross und ich uns Richtung Wassertaxi um wenig später in unseren Bus nach Panama City einzusteigen. Zum Glück wurden wir gewarnt, dass die Temperaturen in den Bussen sibirisch anmuten und so bestreiten wir die 14-stündige Fahrt mit Mützen, zwei Paar Socken, langen Hosen, T-Shirts im Lagenlook und Hoodies. Drüber kommt noch eine Decke und so halten wir es einigermaßen aus.

„Nur ein Kanal“ – wir verzichten auf den Panama-Kanal

Angekommen in Panama City planen unser Sightseeing-Programm für den kommenden Tag. Das führt uns durch die Altstadt, durch die neueren Stadtteile der Millionenstadt und auf den Fischmarkt, wo wir uns mit Ceviche, Lobster und Gambas eindecken, um uns ein Festmahl in unserem Hostel zuzubereiten. Und ja, großer Aufschrei, wir haben uns den Panama-Kanal nur aus der Ferne angeschaut. Jeder, wirklich jeder, der einen Tag am Kanal verbracht hat, gab uns auf die Frage, ob es sich lohnt, die Antwort: „Naja, ist halt ein Kanal.“ Somit haben wir die Zeit in Panama City lieber mit viel Essen und dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft verbracht.

Mit Buddy nass bis auf die Haut in Valle de Anton

Nur einen Tag später führt uns unsere Route nach Valle de Anton, wo wir die grüne Seite Panamas im Hochland erleben dürfen, in warmen Quellen schwimmen und einen langen Hike rund um das kleine Dorf machen. Bei dem freuen wir uns über die Begleitung von Anna, die wir im Hostel kennengelernt haben und Buddy, einem Straßenhund, der uns die komplette fünfstündige Wanderung nicht von der Seite weicht. Auch nicht als sich alle Himmelsschleusen öffnen und wir die letzten Kilometer im Platzregen zurücklegen. Bis auf die Haut durchnässt, mit zentimeterhohem Wasser in den Schuhen und vor Kälte zitternd freuen wir uns wie Könige, dass wir in unserem Hostel endlich mal wieder eine heiße Dusche bekommen – keine Selbstverständlichkeit in Zentralamerika!

Panama City: Englische Vorbereitung auf die San Blas-Inseln

Zurück in Panama City steht alles im Zeichen der Vorbereitung für unseren Boattrip von Panama über die San Blas Inseln nach Kolumbien. Ganze vier Tage werden wir in einer Gruppe von rund 25 Leuten aus aller Welt mit dem Speedboat von Insel zu Insel geschippert um dann letztendlich in Kolumbien anzukommen. Die Gruppe und unsere Guides lernen wir bei einem Vortreffen im Hostel kennen und mir schwant, dass die kommenden Tage sicherlich unvergesslich werden. Dazu trägt auch Ross bei, der seit Tagen seine komplette Energie darauf verschwendet, unseren Alkoholkonsum für den Trip zu berechnen (für Booze muss jeder selbst sorgen) und dabei wirklich astronomische Zahlen aufruft. Melli und ich beschließen, die von ihm vorgeschlagenen vier Liter Wodka pro Person mindestens zu halbieren und doch auch etwas Geld in Süßigkeiten zu investieren – man muss schließlich Prioritäten setzen. Dass wir mit einem Engländer reisen, wird spätestens dann klar, als uns Ross vor der Abreise dazu nötigt, uns in einem Kaufhaus mit schön schrecklichen Accessoires und T-Shirts einzudecken, um seiner „Fancy-Dress“- Politik gerecht zu werden… Nur so viel: San Blas bleibt UNVERGESSEN. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

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Streifzug durch die Altstadt von Panama-City

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Auf dem Fischmarkt

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Ich liebe es: Ceviche

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So kann Hostelleben in Panama aussehen: Luna’s Castle

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Wir stoßen auf das Spiel der deutschen Nationalmannschaft an

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Blick auf Valle de Anton

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Wir drei mit Anna und Buddy

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Unser treuer Begleiter Buddy

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Und noch einer: Markus, der Hostelwelpe

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Die Errungenschaften für den San Blas-Trip

Eine einzige lange Party in Bocas del Toro

Das dritte und zunächst letzte Land in Zentralamerika heißt für uns Panama. Mit dem Bus geht es von Puerto Viejo zur Grenze, die wir mal wieder zu Fuß überschreiten und auf der anderen Seite, also in Panama,  wieder eingeladen werden. Unser erster Stopp ist die Provinz Bocas del Toro, die neben dem Festland auch sechs größere und zahlreiche kleinere Inseln umfasst. Seit Wochen wurde uns von begeisterten Backpackern immer wieder ans Herz gelegt, auf jeden Fall ein paar Tage in Bocas zu verbringen. Und wir haben auch eine ganz klare Hostelempfehlung bekommen, also steigen wir im Selinas auf der Isla de Colón ab. Was ich in Zentralamerika schnell gelernt habe, ist, dass es in jedem Hotspot ein Hostel gibt, das die Massen anzieht und genau dort trifft man sich auch immer wieder. Auf unserer ganzen Reise durch Zentralamerika  treffen wir oft auf die gleichen Gesichter, was grandios ist, denn es ist ein Garant für entspannte gemeinsame Tage und  tolle Partynächte.

Auf nach Isla de Colón

Bevor wir aber letztendlich auf der Isla de Colón ankommen, staunen wir auf der Bootsfahrt zu den Inseln nicht schlecht. Wir brausen über türkisfarbenes Wasser und lassen Traumstrände links und rechts ans uns vorbeiziehen. Und auch das Selinas enttäuscht uns nicht: Breite Seeterrassen auf verschiedenen Stockwerken, eine große offene Küche und relativ geräumige Zimmer – hier kann man es aushalten. Und genau diese Küche nehmen wir an diesem Abend in Beschlag, nachdem wir am Nachmittag alles Mögliche für die legendären Burger, immer schön mit Ananas,  von Glenn und Ross gekauft haben. In einer großen Gruppe kochen wir an diesem wie auch an vielen folgenden Abenden zusammen, spielen Karten und trinken Bier mit Blick aufs Meer bevor wir zu einer der wilden Parties aufbrechen. Einfach wunderbar.

Ein Traumstrand jagt den nächsten

Bocas del Toro bietet viele wunderschöne, teils einsame Strände und man erreicht schon nach wenigen Minuten mit dem Wassertaxi  andere Inseln, mit weiteren Knaller-Stränden. Einen wunderbarer karibischen Traumstrand entdecken wir nach einer abenteuerlichen Busfahrt nach Boca del Drago. Nur einen kleinen Fußweg von dem winzigen Örtchen entfernt, erschließt sich uns ein menschenleerer schmaler Strand mit wunderbarem türkisfarbenen Wasser. Den ganzen Tag bleiben wir hier unter uns bevor es am Abend zurück geht um die nächste Partynacht – denn dafür ist Bocas nunmal bekannt – einzuläuten.

Zapatilla – ein weiteres kleines Paradies

Am nächsten Tag steht für uns ein Trip nach Zapatilla an, eine kleine Sandinsel mit, mal wieder, einsamen Traumstränden. Auf dem Weg dorthin treffen wir, dank unseres erfahrenen Kapitäns auf Delfine, die im klaren Wasser um unser Boot herumschwimmen. Auch wenn das nicht die ersten Delfine sind, die ich in den vergangenen Monaten gesehen habe, ist es doch immer wieder atemberaubend diese Tiere wild und frei durchs Wasser gleiten zu sehen und ihnen dabei zuschauen zu dürfen.  Zapatilla entpuppt sich als das, wie es uns angekündigt wurde – ein kleines (weiteres) Paradies, dass zum Schnorcheln und dümpeln im Badewannenwarmen Wasser einlädt. Auf dem Rückweg stoppen wir an der Blue Coconut Bar, ganz einsam auf Stelzen mitten im Wasser gelegen und lassen den Tag mit kühlem Bier in den Wasserhängematten ausklingen.

Irgendwann muss man „Auf Wiedersehen“ sagen

Aus den eigentlich geplanten drei Tagen in Bocas wird letztendlich eine Woche, wir wollen einfach nicht weiter und genießen das Leben, das uns die Provinz bietet. Doch letztendlich heißt es Abschied nehmen – leider nicht nur von Bocas. Glenn fliegt nach unserer gemeinsamen Zeit wieder nach Hause und Melli, Ross und ich reisen zu dritt weiter. Auch Emily und Cael, die wir auf unserem Trip durch Zentralamerika, immer wieder getroffen haben, reisen weiter. Und so planen wir alle gemeinsam eine letzte legendäre Partynacht. Die fängt natürlich damit an, dass wir einkaufen müssen. Neben dem Essen wird vor allem Alkohol eingekauft, denn, wenn wir eins in den letzten Wochen gelernt haben, mit Australiern und Briten fließt der Alkohol in Strömen. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals so viel Alkohol vernichtet zu haben, wie in den vergangenen zwei Monaten in dieser Gruppe.

Noch eine letzte, unvergessliche Nacht

Der Abend hält, was er versprochen hat, es wird eine rauschende letzte gemeinsame Nacht mit stundenlangem Kartenspielen, der Suche nach der richtigen Party, ausgelassenem Feiern in der Aqualounge und tiefsinnigen Gesprächen mitten in den frühen Morgenstunden, die Füßen dabei im Wasser und ein bisschen Schmerz im Herz. Denn der Abschied ist nur noch wenige Stunden entfernt und wir versuchen krampfhaft, jede Sekunde der Nacht auszuschöpfen um noch nicht „Auf Wiedersehen“ sagen zu müssen. So wird es dann auch ganz langsam hell als wir uns auf den Weg ins Bett machen, um wenigstens noch ein zwei Stunden Schlaf zu bekommen, bevor Glenn fährt.

Als wir uns letztendlich, ohne eine Sekunde Schlaf, nach einem gemeinsamen Frühstück verabschieden ist die Stimmung mehr als gedrückt. Wir, die Zurückgebliebenen, fühlen uns unvollständig und wissen nicht richtig, was mir machen sollen. So verbringen wir den letzten Tag in Bocas am Strand, schwelgen in Erinnerungen und vermissen den Rest schon nach wenigen Stunden ganz furchtbar. Doch auch für uns geht es am nächsten Tag weiter – in 14 Stunden von Bocas del Toro mit dem Bus nach Panama City… Yeah!

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Panama, wir kommen!

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Selina’s – berühmt und berüchtigt

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Ganz nett hier

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So frühstückt man in Panama

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Auf zum Strand

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Bocas del Drago – keiner da, außer wir

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Zapatilla

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Ohne Schwimmweste geht nix

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Aaaah, Delfine!

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Auch dieses Bier ist sehr schmackhaft – Panama

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The Blue Coconut

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Jaja, mich hat mal wieder ein Hund gefunden

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Isla de Colón

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Die besten Tacos gibt’s hier

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Bastimentos

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Schon wieder Schildkröten

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Ein Traum von Burger!

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Wir können auch kochen

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Man beachte den Tisch und das darauf befindliche

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Die letzte gemeinsame Nacht bricht an

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Ross, mein Travelbuddy

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Nicaragua – das Abenteuer in Zentralamerika nimmt seinen Lauf

Eine weitere lange Anreise, eine sehr lange Anreise führt mich von Honolulu über San Francisco und Mexiko D.F. letztendlich an mein Ziel: Managua, die Hauptstadt von Nicaragua. Als ich meine Reise geplant habe und Nicaragua als eines meiner Ziele aufkam, stieß ich auf viele fragende Gesichter sobald ich von diesem Plan berichtete. Die wenigsten in meinem Umfeld haben das größte Land Zentralamerikas auf dem Schirm. Im Norden grenzt es an Honduras und im Süden an Costa Rica, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Dank einer Vulkankette, die Nicaragua parallel zum Pazifik durchzieht wird es auch das Land der tausend Vulkane genannt.

Auf nach San Juan del Sur

Nachdem ich komplett übermüdet und ehrlich gesagt etwas ängstlich in Managua lande, bin ich froh, dass ich im Vorfeld einen Shuttle gebucht habe, der mich vom Flughafen nach San Juan de Sur, meiner Heimat für die kommenden zweieinhalb Wochen, bringt. Dort werde ich einen Spanischkurs machen, bei einer Gastfamilie wohnen und ich werde, das ist das Tollste, Melli wiedersehen. Nach vier gemeinsamen Wochen in Australien ist sie zurück nach Deutschland geflogen und hat sich nach einem knappen Monat zu Hause entschlossen, mit mir für weitere sieben Wochen gemeinsam durch Zentralamerika zu reisen. Sie wird in einigen Stunden in Managua landen und wir werden uns am späten Abend in San Juan in die Arme schließen können.

Leben wie ein Nica

Angekommen in dem kleinen Surferort im Süden von Nicaragua, nahe Rivas und nahe der Grenze zu Costa Rica, lerne ich meine Gastfamilie kennen und beziehe unser großzügiges Zimmer. Für die kommende Zeit wohne ich bei Ramon, einem Architekten mit eigenem kleinen Geschäft im Haus, seiner Mama Rosa, einer klassischen Latina-Oma und Brian, Ramons Neffe. Unser Zimmer ist für Nica-Verhältnisse ziemlich luxuriös: Es ist groß, hell mit eigenem Balkon, TV und eigenem großen Bad. Nachdem ich mich eingerichtet habe, schlendere ich durch den hübschen Ort und schaue mir den ersten Sonnenuntergang in Nicaragua am Strand an. Zurück zu Hause erwartet mich Rosa mit dem Abendessen: Gallo Pinto, dem „Nationalgericht“ (Reis mit Bohnen), frittierten Platanos (Kochbananen) und lokalem Käse. Dazu gibt’s ein Getränk, das mich dank meiner Zeit in Asien bei seiner Süße nicht zusammenzucken lässt. Die Portion ist riesig und ich hadere ziemlich und ich befürchte, dass mein Magen bei den Massen und der Art des Essens in den nächsten Tagen rebellieren könnte. Wenige Stunden später hupt es vor unserm Haus, ich werfe einen Blick vom Balkon, sehe Melli und renne die Treppe runter, um sie nach einem Monat wieder in den Arm zu schließen. Es ist für uns beide total komisch uns an diesem Ort wieder zu treffen, aber es fühlt sich toll an, sie wieder um mich zu haben. Wir hocken auf dem Balkon bei 33 Grad (um 23:00 nachts!), erzählen uns von den letzten Wochen und essen deutsche Schokolade und Gummibärchen.

Lernen, lernen, lernen und sonst fast nix

Am nächsten Tag startet unser Spanischkurs und die kommende Woche sehen wir außer der Schule, unserer Lehrerin Vanessa, unserem Zuhause und der Gastfamilie nicht wirklich viel. Denn wir sind mit dem Lernen mehr als ausgelastet: Morgens vier Stunden Unterricht und am Nachmittag arbeiten wir alles nach. Abends langt es meist nur für einen Sundowner am Strand mit wunderbarem Fisch-Cerviche und einem tollen Sonnenuntergang, dann fallen wir todmüde ins Bett!

Der Party-Marathon beginnt

Anlässlich meines Geburtstages wollen wir diesen relativ langweiligen Kreislauf dann doch mal unterbrechen und planen, trotz Müdigkeit in meinen Ehrentag reinzufeiern. Nur so bis kurz nach zwölf, so der Plan, denn am nächsten Morgen klingelt der Wecker um kurz nach sechs und wir werden zu einer Booze Cruise auf einem Katamaran aufbrechen. Naja, der Auftakt zu meinem Geburtstag startet schon mal sehr lustig. Gemeinsam mit unserer Lehrerin Vanessa gibt es mal wieder eine Lehrstunde im praktischen Spanisch: Wir schlendern zur Pulperia und kaufen Bier – auf Spanisch natürlich. So sitzen wir in unserer vorletzten Unterrichtsstunde am Freitagnachmittag und trinken Bier. Sehr vorbildlich. Am Abend geht es dann erstmal in eine der kleinen Bars in San Juan und später dann auf Rat unseres Gastbruders Brian ins Pacha Mama. Tja, sagen wir mal so: aus dem früh ins Bett gehen wird an diesem Abend nix. Wir, ich ein Jahr älter, wanken gegen 3:30 Uhr nach Hause und wir stellen drei Notfallwecker, denn wir können uns kaum vorstellen in zweieinhalb Stunden wieder aufzustehen. Klappt aber erstaunlich gut, auch ganz ohne Kater brechen wir zum Treffpunkt der Booze Cruise auf. Jaja, der Name ist Programm, wir bekommen Frühstück und jede Menge Alkohol. Wir treffen uns mit den anderen  und stellen schnell fest, dass das eine lustige Runde wird. Der Bus, der uns nach Playa Gigante bringt, dort legt unser Schiff ab, stoppt noch einmal und lädt drei weitere Jungs ein: Glenn, Jack und Ross. Und da wird mir klar, dass das wahrscheinlich ein unvergesslicher Geburtstag wird. Unvergesslich ist schon mal, dass ich das erste Mal in meinem Leben morgens um sieben ein Bier trinke, dass mir Glenn im Bus anbietet, nachdem wir einen Zwischenstopp an einer Tankstelle eingelegt haben, um noch weiteren Alkohol zu kaufen.

Serendipity – auch mich trifft es

Die Stimmung zwischen uns allen ist super und als wir unseren Katamaran betreten ist es 8:30 Uhr und Melli und ich bekommen den ersten Longdrink in die Hand gedrückt! Kurz darauf steuern wir die Klippen an und einige Wagemutige trauen sich trotz der rauen See ins Wasser und stürzen sich wenig später aus rund 15 Metern Höhe ins Meer. Wir schippern den ganzen Tag übers Meer, unterhalten uns, gehen schwimmen und genießen die Zeit auf dem Schiff. Mit Glenn sitze ich an der Reling, wir sprechen über das Reisen und das Ankommen und er fragt mich, ob das hier nicht gerade der perfekte Geburtstag ist. Und ja, er hat recht, das ist er. Im Laufe des Tages wird er für mich noch perfekter, wenn man das so sagen kann, und ich bin so froh, dass Melli und mich der Zufall auf dieses Boot geführt haben und wir Glenn und Ross an diesem Tag kennenlernen, denn die Zwei werden uns nun einige Wochen begleiten. Was wir an diesem Tag natürlich noch nicht wissen…

Der Tag wird ein langer, wir feiern auch zurück in San Juan weiter. Auch Jack wird diesen Tag sicherlich nie vergessen, denn er wird in dieser Nacht, nachdem er einen ATM umgeschmissen hat, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Klassischer Serientrick: Dazu dann das nächste Mal mehr…

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In den Straßen von San Juan del Sur

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Best Taco in Town (auch spät in der Nacht): Taco Stop

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Eines der vielen süßen Cafés

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Die Surfshop-Dichte ist enorm

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Der Strand von San Juan

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Warum da jetzt ein Reh mitten durch den Ort trabt, konnte uns niemand erklären

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Melli – auf der Suche nach Essen (wie immer)

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Der Blick von unserem Balkon

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Rosa lehrt uns, wie man Tortillas macht

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Melli drückt die Schulbank

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Spanisch in der Praxis: Wir shoppen!

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Juhuuu, Nachmittag am Strand

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Zur Happy Hour im El Timon

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Wunderschön: Der Sonnenuntergang in San Juan

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Der Auftakt zu meinem Geburtstag

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Reinfeiern im Pacha Mama

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Der Party-Bus zur Booze Cruise

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Der Vogelflüsterer: Glenn

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8:30 Uhr und es läuft bei uns

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Die Herren beim Klippenspringen

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Perfekter Geburtstag

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