Mit schwerem Herzen geht’s nach Mexiko – das Ende meiner einjährigen Weltreise

Mir bleiben nur noch wenige Tage bevor es für mich nach 12 Monaten Weltreise wieder nach Hause geht. Gut geht es mir mit dem Gedanken, bald wieder zu Hause zu sein nicht. Ich habe das Gefühl, noch nicht genug bekommen zu haben. So sind die letzten Tage in Mexiko eine Gefühlsachterbahn: auf der einen Seite genieße ich jeden einzelnen Moment, sauge die Sonne, das Meer, die Wärme auf, um für den deutschen Winter gewappnet zu sein, auf der anderen Seite ist ein Teil meiner Gedanken schon daheim und beschäftigt sich mit den großen Fragen, die mir nun bevorstehen: Finde ich einen Job? Bleibe ich in meiner Stadt? Klappt der Schritt zurück ins „normale Leben“?

Laguna de Bacalar – die Lagune der sieben Farben

Ich bin froh, die letzten Tage nicht allein zu verbringen, denn ich trete die Reise nach Mexiko gemeinsam mit Annabelle, Ellen, Laurens und Iris an. Der vorletzte Halt meiner Weltreise ist das wunderbare Laguna de Bacalar. Die Lagune entstand durch die sieben Cenoten und wird auch die Lagune der sieben Farben bezeichnet. Und diesen Namen trägt sie zu Recht. Die unterschiedlichen Blautöne, in denen die Lagune im Sonnenlicht schimmert, sind einfach unbeschreiblich schön. Die Tage in Bacalar und unserem Hostel direkt am Ufer nutzen wir zum Sonne tanken – denn davon hatten wir ja in Belize recht wenig.  Wir schwimmen im seichten, warmen Wasser, schnappen uns Kayaks und erkunden den See. Am Abend radeln wir in den kleinen Ort und suchen uns ein lauschiges kleines Restaurant. Und so läuft auch der nächste Tag ab, denn viel mehr gibt es in Laguna de Bacalar eigentlich auch nicht zu tun – wir sind damit glücklich.

Tulum – die Maya-Stadt am Meer

Mit Iris steuere ich einige Tage später Tulum an – der finale Stopp meiner Reise. Danach geht es nur noch mit dem Bus nach Cancun an den Flughafen. Doch zunächst stehen mir noch einige Tage in dieser wunderschönen Küstenstadt bevor, die vor allem für  ihre Maya-Stätte direkt am Meer und die zahlreichen Cenotes berühmt ist. Und genau in diesen Cenotes möchte ich tauchen gehen, denn das soll ein ganz besonderes Erlebnis sein. Eine Cenote ist ein Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden ist und mit Süßwasser gefüllt ist. Das Besondere am Tauchen in diesen Dingern ist, dass man bei optimalen Bedingungen eine 100% Sichtweite hat und man wie durch Glas schaut. Das will ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Doch bevor es für mich zum Tauchen geht, erkunden Iris und ich erstmal den Ort und den Strand.

Karibischer Traum wie aus dem Bilderbuch

Der Strand in Tulum ist ein Traum – genauso wie aus einem Urlaubsprospekt, fast unwirklich so in Natura. Der Strand mit feinem gleißend weißem Korallensand fällt flach ins türkisschimmernde warme  Wasser ab und ist gesäumt von Bilderbuch-Palmen. Was will man mehr… Den Sonnenuntergang genießen wir in einer der unzähligen Strandbars bei einer Chelada – meinem neuen Lieblingsgetränk. Neben einer Flasche Corona bekomme ich ein Glas mit Salzrand, Limettensaft und Eiswürfeln. Darauf kommt das Bier und schon ist die Chelada fertig. Sooo lecker!

Mal wieder Zeit für Maya-Ruinen

Am nächsten Morgen schnappen wir uns Räder und machen uns auf in Richtung der Maya-Ruinen. Die Ruinen von Tulum gelten als das beste (und auch am besten erhaltene) Beispiel des Ostküstenstils, dem architektonischen Stil, in dem die Maya-Gebäude an der Nordküste von Quintana Roo zwischen 1200 und 1520 n.Chr. errichtet wurden. Der aufmerksame Leser merkt jetzt sicherlich, dass das ganz schön spät für die Maya ist. Denn zu dem Zeitpunkt ist die klassische Maya-Kultur eigentlich bereits zusammengebrochen, Tikal (Guatemala – da war ich auch) war schon über 300 Jahre verlassen und vom Dschungel überwuchert. Aber gut, man kann sich ja auch mal etwas Zeit lassen.

Auf an den Strand mit einer Chelada

Mit zahllosen anderen Touristen schiebe ich mich in gleißender Sonne also durch die Ruinen und denke wehmütig an das einsame, schattige Tikal. Da das Gelände jedoch recht klein und überschaubar ist, bin ich nach knapp zwei Stunden durch und radele voller Vorfreude an einen der Strände und verbringe den restlichen Tag im Wasser, mit der einen oder anderen Chelada in der Hand. Wunderbar!

Burritos, Quesadillas, Enchiladas, Guacamole – Essen in Mexiko

Nachdem ich die Maya-Stätten abgehakt habe, geht es am nächsten Tag das erste Mal in eine Cenote zum Schwimmen und Schnorcheln. Ja, ist schon ganz nett, denn bereits beim Schnorcheln hat man eine fantastische Sicht und ich komme mir wie in einem überdimensionalen Aquarium vor.  Das steigert auf jeden Fall meine Vorfreude auf meinen Tauchgang, der nicht mehr lange auf sich warten lässt. Am Abend folgen wir den Empfehlungen eines Einheimischen und klappern einige kleine Restaurants ab, um uns durch die Speisekarten zu futtern. Und das kann man in Mexiko wirklich gut. Im Gegensatz zu den Ländern in Zentralamerika, die ich besucht habe, bietet Mexiko (für die Wenigsten eine Neuigkeit) einfach grandioses Essen. Ging es im Rest von Zentralamerika eher um Nahrungsaufnahme, kann ich hier wieder schlemmen: Burritos, Quesadillas, Enchiladas, Guacamole, Mariscos, Tacos, Tortillas, Tortas, Tostadas – ach… Den Abend lassen wir in der Mojito-Bar Batey bei Live-Musik ausklingen und ich bin mir sicher, dass ich nach Mexiko zurückkehren werde.

Mein Jubiläum: in einem Jahr um die Welt

Der kommende Tag ist ein besonderer: Ich feiere mein Travel-Anniversary! Genau vor einem Jahr bin ich in Frankfurt in den Flieger gestiegen, ohne genau zu wissen, was mich in den kommenden zwölf Monaten erwarten wird. Ich hätte nie gedacht, dass mich das Reisen, all die traumhaften Orte, all die unglaublichen Erlebnisse und die wunderbaren Menschen, die ich treffen durfte, so erfüllen werden. Diese Reise war einer der besten und auch mutigsten Entscheidungen meines Lebens. Und es war das bist jetzt aufgregendste, spannendste und beste Jahr meines Lebens.  Dieses Jahr feiern wir in großer Gruppe im Batey.

Eine neue Tauchdimension: Die Cenotes rund um Tulum

Und am nächsten Morgen ist es dann endlich soweit: Meine Tauchgänge stehen an. Und als ich im Dive-Shop ankomme, habe ich großes Glück, denn ich werde ganz alleine mit meinen Dive-Master Alex unterwegs sein. Wir verstehen uns super, Alex ist Italiener und lebt seit über zehn Jahren in Tulum. Er bittet mich, meine Tauchkünste einzuschätzen und was ich mir so zutraue. Naja, nach dem Great Blue Hole trau ich mir relativ viel zu, doch bin beim Höhlentauchen immer noch ein wenig vorsichtig. Alex möchte beim ersten Tauchgang in der Cenote The Pit gerne weit in die Tiefe mit mir vordringen, um mir etwas zu zeigen, dass es nur selten zu sehen gibt: In rund 30 Metern Tiefe treffen die Lichtstrahlen im kristallklaren Wasser auf die weiße Schwefelwasserstoffwolke. Wenn man diese durchdringt , erblickt man an den Wänden schwarze Linien, die die unterschiedlichen Wasserstände der Eiszeit anzeigen. Als wir an den Dos Ojos-Cenotes ankommen und uns mit unserem Equipment auf den Weg zu The Pit machen, bin ich doch etwas aufgeregt. Der nächste tiefe Tauchgang und wenn alles gut läuft, möchte Alex mit mir auch einige der kleinen Höhlen in The Pit betauchen. Ich springe in das kühle Wasser und als ich den Kopf unter Wasser nehme, kann ich es nicht glauben und habe das Gefühl, mein Gehirn spielt mir einen Streich: Ich „sehe“ kein Wasser um mich. Natürlich spüre ich es, aber das Wasser ist so klar, dass ich die anderen Taucher in der Cenote wie durch eine Glasscheibe sehe. Ich brauche etwas, bis ich mich daran gewöhnt habe und der leichte Schwindel verschwinden. Alex hat mich an Land bereits vorgewarnt, doch verstehe ich jetzt erst, was er meint. In einer großen Spirale schrauben wir uns immer weiter in die Tiefe, die Lichtstrahlen dringen immer noch in die Tiefe und Alex versichert sich immer wieder, dass es mir gut geht. Denn mittlerweile sind wir auf rund 30 Meter und ich kann die milchige Schwefelwasserstoffwolke unter mir sehen.

Orientierungslos auf über 42 Metern

Jetzt kommt der etwas unangenehme Part, denn für einige Momente ist alles um mich herum nebelig und aufgrund der Tiefe verliere ich für einige Sekunden die Orientierung. Doch auch davor hat mich mein Dive-Master gewarnt und ich steige weiter hinab bis ich die milchige Wolke durchdrungen habe. Um mich herum ist das Wasser wieder klar und der leichte Schwindel lässt nach. Ich schaue mich um und bin fasziniert: Im glasklaren Wasser erkenne ich knorrige Bäume und Felsformationen. Doch wir bleiben auf dieser Tiefe nicht lange und steigen langsam wieder auf. Auf rund 20 Metern tauchen wir in die kleine angekündigte Höhle. Und die ist wirklich klein bzw. eng. Als ich durch die Öffnung schwimme, scharben meine Sauerstoff-Tanks an der Decke entlang. Doch in der Höhle ist es wieder etwas geräumiger. Wir drehen ein Ründchen und dann geht es wieder in die Cenote und wir steigen ganz langsam an die Oberfläche auf. Ich bin begeistert und muss Alex rechtgeben, sicherlich ein Tauchgang, den ich nicht so schnell vergessen werde! Mein Tauchlehrer lobt mich für mein besonnenes Verhalten in der Höhle und ist von Dive-Skills angetan. Mir tut es gut, das allererste Mal ganz allein mit einem Tauchlehrer zu sein und von ihm ein paar kleine Skills zu lernen, die in einer größeren Gruppe einfach immer wieder untergehen.

Höhlentauchen an der Barbie-Line

Unsere nächste Station ist die Cenote Dos Ojos. Auch hier glasklares Wasser und wir tauchen knapp eine Stunde durch das Unterwasserhöhlen-System. Als ich zwischendurch darüber nachdenke, dass es hier keine Möglichkeit gibt, mal schnell an die Oberfläche zu tauchen, wird mir ein wenig mulmig. Doch ich verdränge den Gedanken einfach schnell wieder und folge Alex. Das Cenote-Tauchen ist wirklich eine einmalige Erfahrung und ich bin froh, dass ich sie so kurz vor meiner Heimreise noch machen durfte.

Der Rückflug ist nur noch wenige Stunden entfernt

Und nun bricht er an: mein letzter Abend auf Weltreise! Ich bin melancholisch und froh, dass Iris und die anderen aus dem Hostel mir keine Zeit für trübe Gedanken lassen. Wir feiern zunächst in unserem Hostel, bevor wir alle gemeinsam in die Stadt ziehen, um den Abend noch etwas zu verlängern.  Einige Stunden später kommt dann der Moment, den ich insgeheim seit Wochen fürchte: ich packe das letzte Mal meinen Rucksack, nehme den Bus nach Cancun und warte dort auf meinen Flieger, der mich (wenigstens) auf direktem Flug nach Hause bringt. Die Gedanken drehen sich in meinem Kopf, all die Erinnerungen der letzten zwölf Monate überschlagen sich und ich denke an all die wunderbaren Menschen, die ich treffen durfte und die unglaublichen Plätze, an die es mich, manchmal auch unerwartet, verschlagen hat. Ich verdrücke ein paar Tränen, habe Angst vor dem Nachhause kommen und hoffe, dass ich bald wieder ins nächste Flugzeug steigen kann, um die nächste Reise anzutreten. Denn dieses Jahr war bislang das beste meines Lebens!

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Laguna de Baccalar

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Mit Ellen, Iris und Annabelle

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Wird auch die Lagune der sieben Farben genannt – Laguna de Bacalar

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Chelada – soooo lecker

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Die Mojito-Bar im Batey

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Mit Iris am Strand von Tulum

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Die Farbe des Wassers ist fast unwirklich

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Knallweißer Korallensand in Tulum

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Die Maya-Stätten Tulums

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Traumhaft schön!

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Der letzte Tag am Strand – stilgemäß mit Corona

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Die letzte Nacht meiner einjährigen Weltreise

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Am Flughafen von Cancun – gleich geht’s zurück in die Realität

 

Medellin und Guatape – über allem schwebt drohend der Geist von Pablo Escobar

Am Nachmittag sitzen Ross und ich mit Pieter, Victor, Kieran und Blair an dem kleinen Flughafen in Santa Marta und warten auf unseren Flug nach Medellin. Wir haben uns gegen die nächste 20-stündige Busfahrt entschieden und einen kleinen Betrag lieber in einen anderthalbstündigen Flug in die zweitgrößte Stadt Kolumbiens investiert. Medellin liegt auf rund 1500 m und liegt im Abburá-Tal, das sich im mittleren Bergzug der Anden erstreckt. Mit rund 6800 Morden pro Jahr zählte Medellin jahrelang zu den gefährlichsten Städten der Welt und war vor allem dafür und die Drogenkämpfe berühmt. Pablo Escobar und das „Medellin-Kartell“ haben die Stadt in Angst und Schrecken versetzt, zeitweise kontrollierte dieser rund 80 Prozent des weltweiten Kokainmarktes. In seinem Auftrag wurden zehntausende Menschen ermordet. Wenn man heute durch die Stadt bummelt, wird man immer wieder an diese Zeit erinnert und die teilweise offene Verehrung des Drogenbosses Escobar hinterlässt bei mir ein merkwürdiges Gefühl. Es hat sich ein regelrechter Escobar-Tourismus entwickelt und jeder muss selbst entscheiden, ob er sich auf seine Spuren begeben möchte.

Paragliden über der Millionenstadt – Haken auf meiner Bucket List

Rund um unser Hostel im Stadtteil El Pueblo findet man unzählige nette Straßencafés, kleine Restaurants und Brauereien und tolle Shops, die wunderschöne Sachen anbieten. Alles mutet faast europäisch an und ich fühle mich hier sehr wohl. Um die Stadt zu erkunden, mache ich eine der kostenlosen Stadtführungen mit (die gibt es wirklich in fast jeder Stadt und ich kann sie jedem nur ans Herz legen) und entdecke so einiges der riesigen Stadt (knapp 2,5 Mio. Einwohner). Mit dem Mectrocable schweben wir einen Tag später über die Armenviertel der Stadt dem Berg entgegen. Die teilweise sehr heruntergekommenen Hütten hinterlassen mich beklommen und auch die Jungs sind recht still, während sie aus der sicheren Seilbahn ihren Blick über die engen Gassen streifen lassen. Tags darauf erfülle ich mir einen Traum: ich habe mich zum Paragliden angemeldet. Ross und ich werden auf einen der Berge gebracht, die Medellin umgeben und bekommen von unseren Piloten eine Einweisung, wie wir uns zu verhalten haben. Und dann geht es auch schon los. Das Gefühl, nur durch ein paar Gurte an einem Schirm befestigt über die Stadt zu fliegen ist einfach unbeschreiblich. Ich genieße die 20 Minuten in schwindelnder Höhe sehr und bin unglaublich beeindruckt: Der Blick, der sich mir auf die Stadt eröffnet ist nochmal ein ganz anderer.

Landpartie in Escobars Villa in Guatape

Nach ein paar Tagen in Medellin langt es uns mal wieder mit Großstadt und wir entschließen uns kurzfristig nach Guatape zu reisen. Das farbenfrohe Städtchen liegt rund zwei Stunden mit dem Bus entfernt von Medellin und dient vielen Städtern als Wochenendregion. Dort werden wir dann doch auch zu Escobar-Touristen, denn wir entschließen uns, seine Villa Manuela zu besichtigen und dort Paintball zu spielen. Escobar wählte Guatape, da damals nur der Stausee zu seiner Residenz führte und er so mit dem 360 Grad-Blick, den das Anwesen bietet, alles kontrollieren konnte und so vor Angriffen gut geschützt war.

Mir hat es einen Schauer über den Rücken gejagt, in dieser alten verlassenen Villa unterwegs zu sein, die durch eine Bombe größten Teils zerstört wurde. Verantwortlich dafür waren die „Pepes“ (Perseguidos per Pablo Escobar – Verfolgte von Pablo Escobar), ein Zusammenschluss von Paramilitärs und ehemaligen Pablo-Verbündeten, die zum Ziel hatten, ihn von seinem Thron zu stürzen. Zusammengebracht wurden diese Seiten vom Cali-Kartell.

2.500 Dollar im Monat für Gummibänder – Pablo muss Millionen bändigen

Trotz der Zerstörung kann ich mir vorstellen, in welchem Luxus der Drogenboss Pablo Escobar gelebt hat und welche Gräueltaten er hier vollzogen hat. Über das Anwesen führt uns eine frühere Angestellte Escobars und versorgt uns mit einigen kuriosen Fakten. So gab der Drogenboss im Monat rund 2.500 Dollar für Gummibänder aus, die seine Geldbündel zusammenhielten. Gut, wenn man am Tag rund 70 Mio. Dollar am TAG verdient brauch man auch das ein oder andere Gummiband.

Ich bin irgendwie ganz froh als wir das Anwesen wieder verlassen und in den bunten Gassen alle zusammen ein typisch kolumbianisches Mittagessen einnehmen. Danach streifen wir durch den kleinen Ort, trinken leckeren kolumbianischen Kaffee und planen, am nächsten Morgen La Piedra del Penol zu besteigen.

Das Mysterium: La Piedra del Penol

Dieser Monolith vor den Toren Guatapes ragt 2.135 Meter in den Himmel und 740 Stufen, die von den Einheimischen gebaut an der Seite des Felsen gebaut wurden, bringen mich auf seine Aussichtsplattform. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Seenlandschaft und die vielen kleinen Inseln, die malerisch darin verborgen sind. Wie dieser merkwürdige Felsen entstand ist wohl nicht ganz geklärt, die zwei wahrscheinlichsten Versionen: Er ist ein Überbleibsel der Eiszeit. Oder er wurde beim Ausbruch eines Vulkans „ausgespukt“. Auf jeden Fall ist er nun da. Nachdem wir ihn erklommen haben, kehren wir Guatape auch schon wieder den Rücken und machen uns auf den Weg in die kolumbianische Kaffee-Region nach Salento.

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Botero Plaza in Medellin

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Sightseeing in Medellin

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Seilbahnfahrt in Medellin

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In den Armenvierteln 

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Blick über Medellin

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Gustavo hat alles unter Kontrolle

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Schwerelos über Medellin

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Happy nach dem Flug

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Die Auffahrt zu Pablos Anwesen

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Hier schwamm der Drogenbaron – nicht nur im Geld

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Ross und ich in Pablos Mansion

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Rund um den Marktplatz in Guatape

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Die kleinen Gassen des Ortes

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El Penol

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740 Stufen haben uns diesen Ausblick bereitet

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San Blas-Inseln – Ein traumhafter Zwischenstopp auf dem Weg nach Kolumbien

Als ich mich auf meine Reise vorbereitet habe, habe ich natürlich sehr viele Reiseführer, Zeitschriften und Blogs gewälzt um mir etwas Inspiration zu holen. In einigen bin ich auf ein kleines Paradies gestoßen: Die San Blas-Inseln, eine Inselgruppe von rund 365 kleinen Inseln im Karibischen Meer zwischen Panama und Kolumbien. Sie gehören zum autonomen Gebiet Guna Yala und rund 50 der Inseln werden vom Volk der Kuna bewohnt. Da wollte ich unbedingt hin! Und als ich dann ich Zentralamerika war, bin ich diesem Ziel immer näher gekommen. Sobald ich mich damit beschäftigt habe, wie man am besten von Panama nach Kolumbien kommt, war klar: San Blas, ich komme! Denn es gibt keinen Grenzübergang auf dem Landweg zwischen den beiden Ländern. Zwar kann man sich auf dem Darien-Trek durch den Dschungel, das Gebiet der FARQ-Rebellen schlagen, doch davor wird dringend abgeraten. Also gibt es zwei Alternativen: Per Boot oder Flugzeug. Wir entscheiden uns für das Boot, genauer gesagt ein Speed-Boot. Geht auch mit einem Segelschiff. Nach meiner Erfahrung würde ich immer wieder das Speed-Boot nehmen, denn wir hatten so die Möglichkeit, richtig viel Zeit auf den wunderschönen kleinen Inseln zu verbringen…

Vorbereitung ist alles…

Zum Start dieses viertägigen Trips werden wir morgens um 5:00 per Jeep abgeholt und erstmal in einen Supermarkt gekarrt. Dort besorgt jeder für sich die Dinge, ohne die er glaubt, die kommenden vier Tage nicht zu überstehen. Bei Ross bedeutet das Alkohol. Für Melli und mich ein bisschen davon, aber vor allem Wasser, Süßigkeiten und was zu Knabbern. Knappe zwei Stunden später haben wir die Küste erreicht und sehen am Hafen das erste Mal, beim Vortreffen waren nicht alle anwesend, unsere komplette Gruppe, mit der wir die nächsten Tage verbringen werden. Ein lustiger Haufen bestehend aus Australiern, Neuseeländern, Kanadiern, Holländern, Engländern und uns. Nachdem wir alles auf zwei kleinen Booten verstaut haben – Rucksäcke und Proviant wasserdicht verpackt – geht es für uns in einer knapp zweistündigen Fahrt zur ersten kleinen Insel, auf der wir das erste Mal das türkisfarbene Wasser und den fast weißen bestaunen und genießen dürfen. Beim gemeinsamen Mittagessen lernen wir uns näher kennen und es zeichnet sich schnell ab, mit wem man wohl die kommenden Tage verbringen wird und mit wem eher nicht. Das Essen, das uns unsere Guides Luis und Sharon mit Hilfe der Kunas zaubern, lässt schon mal auf viel hoffen.

Angekommen im Kuna-Paradies

Kurz darauf geht es zur nächsten Insel, wo wir die Nacht in zwei großen Hütten mit jede Menge Hängematten verbringen. Diese Insel ist wirklich das Paradies: winzig klein, weißer Sand, glasklares Wasser und unsere Gruppe sind die einzigen Gäste der Kunas. Melli und ich erkunden als erstes den Strand und freuen uns wie Kinder als wir im Wasser jede Menge Seesterne entdecken und wir beobachten die Fische, die um uns herum schwimmen. Und als wir da so am Strand rumdümpeln passiert etwas wunderbares, fast schon etwas zu kitschig: Ein paar Meter von uns entfernt gleitet ein einsamer Delfin durchs Wasser. Wir sind absolut seelig!

Den Nachmittag verbringen wir beim Volleyballspielen, Schnorcheln, Dösen am Strand und kommen später alle zusammen an einen großen Tisch zum grandiosen Abendessen: Es gibt Unmengen an Gambas und Oktopus, dazu leckere Beilagen. Die Nacht wird lang und lustig und am nächsten Morgen schälen sich die meisten mit dickem Kopf aus ihren Hängematten um gg. 9:00 Uhr wieder im Boot zu sitzen, denn es geht weiter zur nächsten Insel.

Zuhause bei den Kunas

Auch der zweite Tag bringt uns einen Traumstrand, an dem wir es uns gut gehen lassen bevor es am Nachmittag zur nächsten Unterkunft geht. Dieses Mal erwartet uns eine bewohnte Insel mit einem kleinen Dorf als Zentrum, dass wir gemeinsam erkunden und durch unseren Guide Luis vieles über die Kultur und das Leben der Kuna erfahren. Die Kuna-Kinder umkreisen uns neugierig, finden unsere Handys und Kameras unheimlich spannend und folgen uns durch das Dorf. In der Mitte des kleinen Ortes stoßen wir auf ein Basketballfeld auf dem gerade die Locals ein kleines Match austragen. Als sich unsere Gruppe um das Feld scharrt, werden die Jungs sofort zum mitspielen eingeladen.

Auch diese Nacht wird lang, wir spielen Karten, erzählen uns Geschichten und fallen irgendwann todmüde mit dem Gedanken ins Bett, morgen früh um 6:00 raus zu müssen, da uns die längste Etappe bevor steht.

Die Bootsfahrt zur nächsten Insel wird ruppig. Die Wellen sind deutlich zu spüren und immer wieder schlagen wir hart auf das Wasser auf. Melli hat sich zum Glück, wie eigentlich jeden Tag mit ihren Tabletten gegen Reiseübelkeit sediert und dämmert zwischen Ross und mir dahin bis wir die nächste Insel erreichen. Wieder ein wunderschöner, weitläufiger einsamer Strand, an dem wir uns die Zeit mit einer Form von American Football, Yoga, Schnorcheln und Dümpeln im Wasser vertreiben.

„Auf Wiedersehen“ San Blas, „Hallo“ Kolumbien

Die letzte Nacht unseres San Blas-Abenteuers verbringen wir mit der angestammten Crew, die sich in den vergangenen Tagen herauskristallisiert hat, standesgemäß mit Latino-Pop, Panama-Rum und  der ein oder andere im „Fancy Dress“ (ein Spaß, auf den man sich irgendwann einlassen muss, wenn man mit Engländern, Australiern und Neuseeländern reist – ich fand’s am Anfang jedoch etwas befremdlich). In dieser Nacht planen wird auch, wie es in Kolumbien weitergeht, denn wir wollen in dieser Gruppe (Melli, Ross, ich und die Jungs aus Neuseeland, Kanada und Holland) ein Apartment in Cartagena mieten und dort die Annehmlichkeiten, auf die wir vier Tage lang verzichten mussten (Duschen, Toiletten, überhaupt fließendes Wasser und Betten) ausgiebig zu genießen.

Am kommenden Morgen regnet es in Strömen und wir schleppen unsere Rucksäcke gut verpackt auf die Boote um bei rauer See (der Rücken freut sich und der Magen bei dem ein oder anderen auch) zur kolumbianischen Grenze zu fahren. Diese passieren wir mit etwas Wartezeit, aber ohne große Probleme und steigen wieder ins Boot um nun ins kolumbianische Capurgana zu reisen, um dort unseren letzten gemeinsamen Abend mit allen zu verbringen…

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So sieht es also aus, das Paradies

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Sehr nett hier!

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Ein Traum in Türkis – San Blas-Inseln

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Der Blick auf die Nachbar-Insel

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Bald gibt’s Essen

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Seesterne!

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Die Kiwis

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Das Kuna-Dorf

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Volleyball mit den Kunas

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Unsere Jungs haben gnadenlos verloren

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Die nächste Insel – der nächste Traumstrand

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Die letzte Nacht im Kuna-Dorf

Auf nach Panama City – und das ganz ohne Panama-Kanal

Morgens um 6:00 Uhr schleppen Melli, Ross und ich uns Richtung Wassertaxi um wenig später in unseren Bus nach Panama City einzusteigen. Zum Glück wurden wir gewarnt, dass die Temperaturen in den Bussen sibirisch anmuten und so bestreiten wir die 14-stündige Fahrt mit Mützen, zwei Paar Socken, langen Hosen, T-Shirts im Lagenlook und Hoodies. Drüber kommt noch eine Decke und so halten wir es einigermaßen aus.

„Nur ein Kanal“ – wir verzichten auf den Panama-Kanal

Angekommen in Panama City planen unser Sightseeing-Programm für den kommenden Tag. Das führt uns durch die Altstadt, durch die neueren Stadtteile der Millionenstadt und auf den Fischmarkt, wo wir uns mit Ceviche, Lobster und Gambas eindecken, um uns ein Festmahl in unserem Hostel zuzubereiten. Und ja, großer Aufschrei, wir haben uns den Panama-Kanal nur aus der Ferne angeschaut. Jeder, wirklich jeder, der einen Tag am Kanal verbracht hat, gab uns auf die Frage, ob es sich lohnt, die Antwort: „Naja, ist halt ein Kanal.“ Somit haben wir die Zeit in Panama City lieber mit viel Essen und dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft verbracht.

Mit Buddy nass bis auf die Haut in Valle de Anton

Nur einen Tag später führt uns unsere Route nach Valle de Anton, wo wir die grüne Seite Panamas im Hochland erleben dürfen, in warmen Quellen schwimmen und einen langen Hike rund um das kleine Dorf machen. Bei dem freuen wir uns über die Begleitung von Anna, die wir im Hostel kennengelernt haben und Buddy, einem Straßenhund, der uns die komplette fünfstündige Wanderung nicht von der Seite weicht. Auch nicht als sich alle Himmelsschleusen öffnen und wir die letzten Kilometer im Platzregen zurücklegen. Bis auf die Haut durchnässt, mit zentimeterhohem Wasser in den Schuhen und vor Kälte zitternd freuen wir uns wie Könige, dass wir in unserem Hostel endlich mal wieder eine heiße Dusche bekommen – keine Selbstverständlichkeit in Zentralamerika!

Panama City: Englische Vorbereitung auf die San Blas-Inseln

Zurück in Panama City steht alles im Zeichen der Vorbereitung für unseren Boattrip von Panama über die San Blas Inseln nach Kolumbien. Ganze vier Tage werden wir in einer Gruppe von rund 25 Leuten aus aller Welt mit dem Speedboat von Insel zu Insel geschippert um dann letztendlich in Kolumbien anzukommen. Die Gruppe und unsere Guides lernen wir bei einem Vortreffen im Hostel kennen und mir schwant, dass die kommenden Tage sicherlich unvergesslich werden. Dazu trägt auch Ross bei, der seit Tagen seine komplette Energie darauf verschwendet, unseren Alkoholkonsum für den Trip zu berechnen (für Booze muss jeder selbst sorgen) und dabei wirklich astronomische Zahlen aufruft. Melli und ich beschließen, die von ihm vorgeschlagenen vier Liter Wodka pro Person mindestens zu halbieren und doch auch etwas Geld in Süßigkeiten zu investieren – man muss schließlich Prioritäten setzen. Dass wir mit einem Engländer reisen, wird spätestens dann klar, als uns Ross vor der Abreise dazu nötigt, uns in einem Kaufhaus mit schön schrecklichen Accessoires und T-Shirts einzudecken, um seiner „Fancy-Dress“- Politik gerecht zu werden… Nur so viel: San Blas bleibt UNVERGESSEN. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

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Streifzug durch die Altstadt von Panama-City

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Auf dem Fischmarkt

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Ich liebe es: Ceviche

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So kann Hostelleben in Panama aussehen: Luna’s Castle

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Wir stoßen auf das Spiel der deutschen Nationalmannschaft an

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Blick auf Valle de Anton

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Wir drei mit Anna und Buddy

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Unser treuer Begleiter Buddy

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Und noch einer: Markus, der Hostelwelpe

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Die Errungenschaften für den San Blas-Trip

Costa Rica, die Zweite: Entspanntes Strandleben in Puerto Viejo

In Santa Elena trennen Melli und ich uns von den anderen und machen uns auf den Weg nach San Jose, die Hauptstadt von Costa Rica. Für uns ist die Großstadt nur ein Zwischenstopp und wir verbringen einen Nachmittag in den vollen der Straße der Metropole bevor wir uns am Abend mit Glenn und Ross im Hostel treffen, um gemeinsam am nächsten Morgen einen weiteren Bus zu besteigen, der uns nach Puerto Viejo de Talamanca bringt. Der kleine Surferort in der Nähe der Grenze zu Panama liegt an der Karibikküste und bietet alles, was man für ein paar entspannte Tage braucht: Strände, kleine Restaurants, Bars und jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge. Wir wohnen in einem tollen Hostel (eines meiner Favoriten bis jetzt) und verbringen, nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, erstmal etwas Zeit am Strand. An diesem Nachmittag entspricht das nicht unbedingt dem, was man sich unter einem Karibiktraum vorstellt. Der Himmel ist grau und es braut sich ein Gewitter zusammen, der Sand ist dunkel, das Meer auch. Doch es tut so gut sich nach der sechsstündigen Busfahrt ohne Klimaanlage bei rund 38 Grad endlich etwas abkühlen zu können.

Das Leben im Hostel – kochen, Karten spielen und jede Menge Bier

Am Abend entschließen wir uns die Hostelküche in Beschlag zu nehmen. Schon der Einkauf für unser Abendessen ist zum Totlachen: wir vier flitzen durch den Supermarkt, jeder kommt mit „unverzichtbaren“ Lebensmitteln zurück, die letztendlich nur auf Heißhunger zurückzuführen sind, und die ersten Bierdosen werden bereits an der Kasse geöffnet. Wir kaufen definitiv viel zu viel, sind mit unserer Beute aber mehr als glücklich. Der Abend wird zu einem klassischen Hostelabend, von denen noch viele in den kommenden Wochen folgen werden. Glenn und Ross übernehmen das Zepter in der Küche, wir dürfen assistieren und staunen über die Massen an Essen, die kurz darauf auf dem Tisch stehen. Im Laufe des Abends wächst unsere Gruppe nach und nach an, wir spielen dubiose Karten- und Trinkspiele und entschließen uns irgendwann doch noch auf die einzige Party im Ort zu gehen, die an diesem Abend stattfindet.

Der lokale Dealer als Mitfahrgelegenheit

Auf der Straße bemerken wir schnell, dass wir wohl laufen müssen, denn Taxis sind weit und breit nicht zu entdecken. Doch die Jungs halten einfach einen vorbeifahrenden Pick Up an und fragen den Tico (so werden die Einwohner Costa Ricas genannt), ob er uns zur Party bringen könnte. Macht er dann auch, also springen wir alle auf die Ladefläche und lassen uns an der Bar absetzen. Letztendlich stellt sich heraus, dass der freundliche Mann der ortansässige Großdealer war. So Geschichten passieren einem nun mal in Zentralamerika…

Hangover  in der Tierauffangstation

Nach einer rauschenden Partynacht, so gut wie keinem Schlaf und einem ausgiebigen Katerfrühstück, mieten wir uns am nächsten Morgen Räder um ins Jaguar Rescue Center zu fahren. Dort werden beschlagnahmte, verletzte und misshandelte Tiere aufgenommen und nachdem sie sich wieder erholt haben in der Wildnis ausgesetzt (soweit möglich). Wir sehen Faultiere, Affen, Leoparden, Schlangen, Ameisenbäre und vieles mehr. Nach der tollen Führung dort geht’s weiter an den Strand und wir kurieren den Hangover aus. Die kommenden Tage in Puerto Viejo sind entspannt, das Wetter ist heiß und wir bereiten uns langsam auf die nächste Grenzüberschreitung vor. Panama ruft! Und somit auch das dritte und letzte Land, das wir in Zentralamerika bereisen werden.

Costa Rica – ganz nett, aber nicht mein Favorit

Von Costa Rica bin ich ganz ehrlich nicht sonderlich angetan. Landschaftlich kann Nicaragua in vielen Belangen mithalten und seine Bewohner begegneten uns wesentlich herzlicher als es die Ticos tun. Und letztendlich ist Costa Rica natürlich auch im Vergleich zu einigen anderen Ländern in Zentralamerika unheimlich teuer und mutet wie ein kleines Amerika an. Man kann es raus lesen, dass ich keine eindeutige Reiseempfehlung für Costa Rica abgeben würde, aber natürlich habe ich auch nur einige Stationen im Land besucht.

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Keine Klimaanlage, 38 Grad und 6 Stunden im Bus. Läuft!

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Top Stimmung – und der Schweiß fließt

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Das Pagalu Hostel

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Männer und Hunde…

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An dem Tag musste sogar der Einkauf dokumentiert werden

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Mehr als assistieren war für uns nicht drin

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Ross und „seine“ Mädels

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Jesse verrät mir die Geheimnisse des Beer Pong

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Jesse, Glenn und Melli in Schieflage

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Katerfrühstück at it’s best

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Mit dem Rad durch Puerto Viejo

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Gleich geht’s ins Jaguar Rescue Center

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Warum sich Costa Rica einen Frosch als Wahrzeichen ausgesucht hat?

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Spinnen gibt’s auch

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Awwwwwwwwww

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Vulkan, Nebelwälder und mit dem Auto durch den Fluss – Wir sind in Costa Rica!

Sagen wir es mal so, der Start in Costa Rica war nicht ganz reibungslos. Unser Plan war, bis 16:00 Uhr mit unserem Mietwagen an der Grenze zu sein, diese zu Fuß zu passieren und auf der anderen Seite unseren nächsten Mietwagen in Empfang zu nehmen. Da wir es aber sehr entspannt haben angehen lassen, waren wir mit allem zu spät. Als wir die Grenze überschreiten und in Costa Rica unseren Mietwagen in Empfang  nehmen wollen, ist das Büro bereits geschlossen. Mit der Hilfe der Mitarbeiter der angrenzenden Geschäfte kriegen wir letztendlich jemand ans Telefon, der uns verspricht, in spätestens einer Stunde mit unserem Wagen an der Grenzstation aufzuschlagen. Also warten wir, alle ziemlich müde und zerstreut und sind mehr als glücklich, als wir unser Auto in Empfang nehmen dürfen.

Kein schöner Start in Costa Rica

Der Schock kommt bei unserer Ankunft in Liberia: Beim Ausladen des Kofferraums bemerken wir, dass einer der Daypacks fehlt. Schande! In dem ganzen Trubel muss sich jemand Danielas Rucksack geschnappt haben und wir haben es einfach nicht bemerkt. Sie nimmt es mit unglaublicher Fassung  und lässt sich dadurch ihren Urlaub nicht vermiesen.

Der nächste Vulkan ruft – La Fortuna

Nach Liberia geht es für uns über kurvige Straßen in die Berge: La Fortuna erwartet uns. Für die nur knapp 130 Kilometer brauchen wir geschlagene dreieinhalb Stunden und sind froh als wir im Dunkeln endlich in den kleinem Ort ankommen. La Fortuna hat sich vom verschlafenen Bergdorf in den vergangenen Jahren zum Mekka für Backpacker und Abenteuerlustige gemausert. Denn neben diversen Treks zum Vulkan Arenal , einem der aktivsten in ganz Costa Rica, gibt es jede Menge zu tun: Rafting, Ziplining, unendliche Wanderwege und vieles mehr wird angeboten. Für uns steht eine Wanderung im Nationalpark am Fuß des Arenals über die erkalteten Lavazungen auf dem Plan. Der rund 1.600 hohe Vulkan galt als erloschen bis er 1968 plötzlich ausbrach und ein ganzes Dorf vernichtete. Danach herrschte erstmal wieder Ruhe, doch seit 1981 ist er wieder ständig aktiv.

Die Wanderung durch den Nationalpark ist wunderschön und vielseitig: Wir starten in sattem Grün, gehen an Bananenstauden, Guavenbäumen und Ananassträuchern vorbei, stapfen schwitzend durch den Urwald und erreichen nach einem kleinen Aufstieg letztendlich die Lavafelder mit Blick auf den Vulkan – beeindruckend!

Ein 4wd zahlt sich in Costa Rica aus

Auf dem Weg nach Santa Elena/Monteverde dürfen wir hautnah erfahren, warum die Autovermietung uns wärmstens einen 4wd für Costa Rica empfohlen hat. Durch den ständigen Regen hat sich ein kleiner Bach in einen Fluss verwandelt, der die Straße überspült. Wir beobachten erstmal einige andere Autos, die sich durch die Fluten kämpfen. Das sieht für uns machbar aus und wir trauen uns. Doch bei der Fahrt durchs Wasser halten wir alle die Luft an und hoffen, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Nachdem wir es sicher ans andere Ufer geschafft haben, sind wir mächtig stolz!

Nebelwälder und herbstliche Temperaturen in Santa Elena

Unser nächster Stopp ist die Nebelwaldregion um Santa Elena/Monteverde. Und dieser Ort lässt Melli und mich zittern, denn auf einer Höhe zwischen 1.300 und 1.600 Metern liegen die Temperaturen doch deutlich unter dem, was wir seit Wochen gewöhnt sind. Also schlottern wir Temperaturen um die 20 Grad. Die Wälder rund um Santa Elena zählen zu den ursprünglichsten in ganz Costa Rica und bieten eine unglaubliche Pflanzenwelt, die wir bei unserem kleinen Trek erkunden.  Leuchtende Blüten, bemooste Bäume, Lianen und alle Schattierungen von Grün säumen unseren Weg. Der Skywalk, Hängebrücken, die sich auf bis zu 58 Meter über dem Boden durch denn Nebelwald schlängeln, macht die Aussicht unvergesslich und zeigt uns die beeindruckende Größe der grünen Riesen. Auf den schwingenden Hängebrücken werden wir zu Spielkindern und haben jede Menge Spaß daran, die eine mehr die andere vielleicht auch etwas weniger, die Dinger so richtig zum Schaukeln zu bringen.

Für Melli und mich geht es nach Santa Elena weiter nach San Jose, wo wir uns mit Glenn und Ross treffen um gemeinsam nach Puerto Viejo weiterzureisen.

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Mit diesem Blick starten wir unsere Wanderung am Fuß des Vulkans Arenal

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Das ist er: Arenal

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Die drei Grazien 

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Auf geht’s den Vulkan immer im Blick

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Man sieht es nicht direkt: Der Schweiß strömt uns vom Körper

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Wir kommen langsam näher

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Wir schwitzen bei unglaublicher Schwüle

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Eine der abenteuerlichen Brücken, die wir auf dem Weg nach Santa Elena passieren

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Erster Blick auf die Nebeldwälder

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Der Skywalk in Santa Elena

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Bananen klauen – neues Hobby

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Im Nebelwald

„Auf Wiedersehen“ San Juan del Sur, „Hallo“ Granada und Ometepe!

Die Nacht meines Geburtstags werden einige von uns so schnell wohl nicht vergessen! Ein Grund dafür ist sicherlich die Verhaftung von Jack, den ich auf der Booze Cruise an meinem Geburtstag kennengelernt habe. Der Australier gerät  mehr als angeheitert spät in der Nacht mit einem Geldautomaten aneinander, der zuvor seine Karte geschluckt hat. Daraufhin hebt Jack das gute Teil aus den Angeln und schmeißt es um! Wie er die Kraft dafür aufgebracht hat, bleibt uns allen ein Rätsel. Auf jeden Fall findet das die Polizei alles andere als lustig und steckt ihn für ganze vier Tage ins Gefängnis. Was er dort erlebt hat, wünsche ich keinem und wir alle haben drei Kreuze gemacht, als er dank des beauftragten Anwalts und einer Zahlung von 4.000 Dollar wieder aus dem Kittchen kam.

An meinem Geburtstag erwartet mich noch ein ganz grandioses Geschenk: Meine wunderbare Freundin Daniela besucht mich bereits das zweite Mal auf meiner Reise! Wir werden die kommenden Tage zusammen verbringen und sie bringt nicht nur heiß ersehnte Geschenke meiner Ma und meiner Freundinnen mit, sondern auch jede Menge Gummibärchen!!!

Sunday Funday – da kommt man in Zentralamerika nicht dran vorbei

Melli und ich gönnen uns keine Pause – am Sonntag heißt es für uns das erste Mal: Auf zum Sunday Funday! Dieser Pool Crawl ist weit über die Grenzen von Nicaragua unter allen Backpackern bekannt und viele reisen extra deswegen in San Juan de Sur an. Wir wollten uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Also, stellen wir uns an einem Sonntagmorgen um 9:00 Uhr brav in die endlose Schlange im Hostel Pacha Mama an, um eines der begehrten Einlassbändchen sowie das legendäre Sunday Funday-T-Shirt zu bekommen. Ab 13:30 Uhr geht’s dann los, in der prallen Sonne sammeln sich hunderte von Backpackern im Innenhof des Hostels, beschmieren sich gegenseitig mit Glitzer oder werfen sich in den Pool. Wenig später setzt sich der Tross in Bewegung zur nächsten Location, dem Anamar, wo wir Glenn und Ross treffen. Das Prinzip des Sunday Funday Pool Crawl ist schnell erklärt: Eine Party in drei verschiedenen Hostels mit Shuttle-Service. Im Anamar geht der ganze Spaß bis zum späten Nachmittag weiter, bevor wir alle auf die Trucks springen und ins Naked Tiger fahren. Das Hostel liegt in den Hügeln und bietet einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Da wir alle aber immer noch nicht genug haben, als sich die Party auch da langsam den Ende neigt, geht es für uns zurück in Dorf und in einen der Clubs.

Der nächste Morgen ist hart, drei Tage Dauerparty gehen keinesfalls spurlos an uns vorbei. Melli und ich schleppen uns Montagmorgen in die Sprachschule und geben eine armselige Vorstellung zu unserer letzten Unterrichtseinheit ab. Wir scheinen uns jegliche Spanischkenntnisse am Wochenende weggefeiert zu haben und wissen einfach nix mehr. Unsere Lehrerin nimmt’s mit Humor – sie kennt den Sunday Funday-Hangover von zahlreichen ihrer Schüler.

Adios San Juan del Sur – auf nach Granada

Mit dem letzten Unterricht neigt sich auch unser Aufenthalt in San Juan del Sur seinem Ende. Es fühlt sich richtig komisch an, nach mehr als zwei Wochen unsere Familie und den Ort zu verlassen, doch wir wollen natürlich noch etwas mehr von Nicaragua sehen. Ein paar Tage später geht es für uns mit Dani und Freunden im Leihwagen nach Granada, die drittgrößte Stadt des Landes. Und die Stadt beeindruckt uns mit ihrer Schönheit. Wir schlendern durch die Straßen und sehen uns  die alten, teilweise verfallenen, teilweise wunderbar restaurierten Kolonialbauten an. Die Hitze ist weiterhin schwer zu ertragen für uns und wir suchen den Schatten eines der einladenden Patios, die man von der Straße teilweise nur erahnen kann.

Eine andere Welt auf dem Nicaraguasee – Las Isletas

Nach einer Verschnaufpause geht es für uns an den Nicaraguasee – dort mieten wir ein kleines Boot ganz für uns alleine und lassen uns durch Las Isletas schippern. Die mehr als 365 teilweise winzigen Inseln, durch einen Ausbruch des Mombachos vor tausenden vor Jahren entstanden,  sind manchmal wirklich nur so groß, dass ein Haus, wenn auch ein beeindruckendes, darauf passt. Und diese wunderbaren Häuser gehören den Schönen und Reichen Nicaraguas. Eine der Inseln ist das Zuhause einer Gruppe von Brüllaffen, die man vom Boot aus sehen kann. Ein wenig weiter staunen wir nicht schlecht als direkt vor uns eine Herde Rinder durch den See watet. Sie verlassen ihren Weideplatz, um das frische Gras auf der anderen Seite zu futtern. Rund eine Stunde schippern wir über den See und es fühlt sich an, als wären wir mal wieder in einer komplett neuen Welt angelangt. Wunderschön aber doch nicht typisch nicaraguense.

Zurück an Land entschließen wir uns dazu am Markt in eine der vielen Pferdekutschen zu steigen und uns durch die Stadt fahren zu lassen. Unser Fahrer weiß zu vielen der Gebäude, die wir passieren etwas zu erzählen und zeichnet ein beeindruckendes Bild von der Stadt zu ihrer Blütezeit. Wir fahren an der Iglesia de la Merced und dem Kloster von San Francisco vorbei, rattern über Kopfsteinpflaster und wir staunen über die Farbenvielfalt, die sich uns in der Altstadt bietet.

Letzter Stopp: Isla de Ometepe

Unser nächster Stopp nach Granada heißt: Isla de Ometepe! Wir brausen mit unserem Pick Up wieder in den Süden und setzen in der Nähe von Rivas am Ufer des Nicaraguasees mit der Fähre auf die Insel über. Ometepe ist mit etwa 270 km² die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee und beherbergt die beiden Vulkane Concepcion (immer noch aktiv, letzter Ausbruch in 2010) und Maderas. Die Insel ist so vielfältig wie ganz Nicaragua: Regenwälder, wunderschöne helle und schwarze Strände, Wasserfälle und kahle Landschaften am Hang des Vulkans. Leider ist unsere Zeit auf der Insel etwas begrenzt und wir machen uns schon bald auf den Weg nach Costa Rica, das nur einen Katzensprung entfernt liegt.

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Das sind sie, die T-Shirts, die jeder Traveler in Zentralamerika sein eigen nennt

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Wir vier im Anamar – es ist noch früh am Tag

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Mit dem Pick Up geht’s ins Naked Tiger

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Abschied von unserem Gast-Papa Ramon

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In den Straßen von Granada

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Kutschfahrt durch Granada

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Auf zu den Las Isletas

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Eine der kleinen Inseln gehört einer Affenkolonie

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Auf der Suche nach mehr Gras wird auch der See durchquert

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Die Fähre nach Ometepe

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Ohne Schwimmweste geht natürlich nichts

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So kann die Fährfahrt auch aussehen

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Der Vulkan Concepcion

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Perfekter Platz für die Mittagspause

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Wir werden immer wieder von Kuhherden aufgehalten

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Nicaragua – das Abenteuer in Zentralamerika nimmt seinen Lauf

Eine weitere lange Anreise, eine sehr lange Anreise führt mich von Honolulu über San Francisco und Mexiko D.F. letztendlich an mein Ziel: Managua, die Hauptstadt von Nicaragua. Als ich meine Reise geplant habe und Nicaragua als eines meiner Ziele aufkam, stieß ich auf viele fragende Gesichter sobald ich von diesem Plan berichtete. Die wenigsten in meinem Umfeld haben das größte Land Zentralamerikas auf dem Schirm. Im Norden grenzt es an Honduras und im Süden an Costa Rica, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Dank einer Vulkankette, die Nicaragua parallel zum Pazifik durchzieht wird es auch das Land der tausend Vulkane genannt.

Auf nach San Juan del Sur

Nachdem ich komplett übermüdet und ehrlich gesagt etwas ängstlich in Managua lande, bin ich froh, dass ich im Vorfeld einen Shuttle gebucht habe, der mich vom Flughafen nach San Juan de Sur, meiner Heimat für die kommenden zweieinhalb Wochen, bringt. Dort werde ich einen Spanischkurs machen, bei einer Gastfamilie wohnen und ich werde, das ist das Tollste, Melli wiedersehen. Nach vier gemeinsamen Wochen in Australien ist sie zurück nach Deutschland geflogen und hat sich nach einem knappen Monat zu Hause entschlossen, mit mir für weitere sieben Wochen gemeinsam durch Zentralamerika zu reisen. Sie wird in einigen Stunden in Managua landen und wir werden uns am späten Abend in San Juan in die Arme schließen können.

Leben wie ein Nica

Angekommen in dem kleinen Surferort im Süden von Nicaragua, nahe Rivas und nahe der Grenze zu Costa Rica, lerne ich meine Gastfamilie kennen und beziehe unser großzügiges Zimmer. Für die kommende Zeit wohne ich bei Ramon, einem Architekten mit eigenem kleinen Geschäft im Haus, seiner Mama Rosa, einer klassischen Latina-Oma und Brian, Ramons Neffe. Unser Zimmer ist für Nica-Verhältnisse ziemlich luxuriös: Es ist groß, hell mit eigenem Balkon, TV und eigenem großen Bad. Nachdem ich mich eingerichtet habe, schlendere ich durch den hübschen Ort und schaue mir den ersten Sonnenuntergang in Nicaragua am Strand an. Zurück zu Hause erwartet mich Rosa mit dem Abendessen: Gallo Pinto, dem „Nationalgericht“ (Reis mit Bohnen), frittierten Platanos (Kochbananen) und lokalem Käse. Dazu gibt’s ein Getränk, das mich dank meiner Zeit in Asien bei seiner Süße nicht zusammenzucken lässt. Die Portion ist riesig und ich hadere ziemlich und ich befürchte, dass mein Magen bei den Massen und der Art des Essens in den nächsten Tagen rebellieren könnte. Wenige Stunden später hupt es vor unserm Haus, ich werfe einen Blick vom Balkon, sehe Melli und renne die Treppe runter, um sie nach einem Monat wieder in den Arm zu schließen. Es ist für uns beide total komisch uns an diesem Ort wieder zu treffen, aber es fühlt sich toll an, sie wieder um mich zu haben. Wir hocken auf dem Balkon bei 33 Grad (um 23:00 nachts!), erzählen uns von den letzten Wochen und essen deutsche Schokolade und Gummibärchen.

Lernen, lernen, lernen und sonst fast nix

Am nächsten Tag startet unser Spanischkurs und die kommende Woche sehen wir außer der Schule, unserer Lehrerin Vanessa, unserem Zuhause und der Gastfamilie nicht wirklich viel. Denn wir sind mit dem Lernen mehr als ausgelastet: Morgens vier Stunden Unterricht und am Nachmittag arbeiten wir alles nach. Abends langt es meist nur für einen Sundowner am Strand mit wunderbarem Fisch-Cerviche und einem tollen Sonnenuntergang, dann fallen wir todmüde ins Bett!

Der Party-Marathon beginnt

Anlässlich meines Geburtstages wollen wir diesen relativ langweiligen Kreislauf dann doch mal unterbrechen und planen, trotz Müdigkeit in meinen Ehrentag reinzufeiern. Nur so bis kurz nach zwölf, so der Plan, denn am nächsten Morgen klingelt der Wecker um kurz nach sechs und wir werden zu einer Booze Cruise auf einem Katamaran aufbrechen. Naja, der Auftakt zu meinem Geburtstag startet schon mal sehr lustig. Gemeinsam mit unserer Lehrerin Vanessa gibt es mal wieder eine Lehrstunde im praktischen Spanisch: Wir schlendern zur Pulperia und kaufen Bier – auf Spanisch natürlich. So sitzen wir in unserer vorletzten Unterrichtsstunde am Freitagnachmittag und trinken Bier. Sehr vorbildlich. Am Abend geht es dann erstmal in eine der kleinen Bars in San Juan und später dann auf Rat unseres Gastbruders Brian ins Pacha Mama. Tja, sagen wir mal so: aus dem früh ins Bett gehen wird an diesem Abend nix. Wir, ich ein Jahr älter, wanken gegen 3:30 Uhr nach Hause und wir stellen drei Notfallwecker, denn wir können uns kaum vorstellen in zweieinhalb Stunden wieder aufzustehen. Klappt aber erstaunlich gut, auch ganz ohne Kater brechen wir zum Treffpunkt der Booze Cruise auf. Jaja, der Name ist Programm, wir bekommen Frühstück und jede Menge Alkohol. Wir treffen uns mit den anderen  und stellen schnell fest, dass das eine lustige Runde wird. Der Bus, der uns nach Playa Gigante bringt, dort legt unser Schiff ab, stoppt noch einmal und lädt drei weitere Jungs ein: Glenn, Jack und Ross. Und da wird mir klar, dass das wahrscheinlich ein unvergesslicher Geburtstag wird. Unvergesslich ist schon mal, dass ich das erste Mal in meinem Leben morgens um sieben ein Bier trinke, dass mir Glenn im Bus anbietet, nachdem wir einen Zwischenstopp an einer Tankstelle eingelegt haben, um noch weiteren Alkohol zu kaufen.

Serendipity – auch mich trifft es

Die Stimmung zwischen uns allen ist super und als wir unseren Katamaran betreten ist es 8:30 Uhr und Melli und ich bekommen den ersten Longdrink in die Hand gedrückt! Kurz darauf steuern wir die Klippen an und einige Wagemutige trauen sich trotz der rauen See ins Wasser und stürzen sich wenig später aus rund 15 Metern Höhe ins Meer. Wir schippern den ganzen Tag übers Meer, unterhalten uns, gehen schwimmen und genießen die Zeit auf dem Schiff. Mit Glenn sitze ich an der Reling, wir sprechen über das Reisen und das Ankommen und er fragt mich, ob das hier nicht gerade der perfekte Geburtstag ist. Und ja, er hat recht, das ist er. Im Laufe des Tages wird er für mich noch perfekter, wenn man das so sagen kann, und ich bin so froh, dass Melli und mich der Zufall auf dieses Boot geführt haben und wir Glenn und Ross an diesem Tag kennenlernen, denn die Zwei werden uns nun einige Wochen begleiten. Was wir an diesem Tag natürlich noch nicht wissen…

Der Tag wird ein langer, wir feiern auch zurück in San Juan weiter. Auch Jack wird diesen Tag sicherlich nie vergessen, denn er wird in dieser Nacht, nachdem er einen ATM umgeschmissen hat, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Klassischer Serientrick: Dazu dann das nächste Mal mehr…

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In den Straßen von San Juan del Sur

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Best Taco in Town (auch spät in der Nacht): Taco Stop

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Eines der vielen süßen Cafés

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Die Surfshop-Dichte ist enorm

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Der Strand von San Juan

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Warum da jetzt ein Reh mitten durch den Ort trabt, konnte uns niemand erklären

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Melli – auf der Suche nach Essen (wie immer)

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Der Blick von unserem Balkon

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Rosa lehrt uns, wie man Tortillas macht

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Melli drückt die Schulbank

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Spanisch in der Praxis: Wir shoppen!

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Juhuuu, Nachmittag am Strand

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Zur Happy Hour im El Timon

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Wunderschön: Der Sonnenuntergang in San Juan

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Der Auftakt zu meinem Geburtstag

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Reinfeiern im Pacha Mama

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Der Party-Bus zur Booze Cruise

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Der Vogelflüsterer: Glenn

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8:30 Uhr und es läuft bei uns

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Die Herren beim Klippenspringen

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Perfekter Geburtstag

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Maui – Du warst so gut zu mir!

Nico und Philipp sind weg, ich bin erstmal etwas verloren und vermisse sie schon jetzt. Mein Hostel ist in Lahaina und ich erkunde den kleinen Ort erneut, denn hier war ich schon mal mit den Zweien. Ich mag den Ort und fühle mich auch gleich sehr wohl in meinem neuen Zuhause. Das Hostel besteht aus zwei Häusern und ich bin in im Bungalow untergebracht – ein klassisches Einfamilienhaus mit schönem Garten, ein paar Zimmern, einer großen Küche und einem gemütlichen Wohnzimmer. Dort lerne ich auch gleich John kennen, der als Volunteer im Hostel arbeitet und die Touren leitet, die das Hostel für seine Gäste anbietet. Er stammt aus dem Iran, hat vor rund acht Jahren sein Leben komplett geändert und reist seitdem um die Welt. Seine Geschichte beeindruckt mich sehr und es zeigt mir mal wieder, dass man eigentlich keine Angst davor haben muss, alles aufzugeben und seinem Traum zu folgen – irgendwie fügt sich alles.

Schnorcheln, Chillen, Grillen – Islandlife auf Maui

Gleich am nächsten Tag nehme ich an einer von Johns Touren über die Insel teil. Es geht zum Schnorcheln an zwei nahgelegene Strände und ich breche an diesem Tag meinen persönlichen Schildkröten-Rekord: Ich sehe mehr als 26 Stück an einem Tag, schwimme mit ihnen und bin mal wieder von diesen Tieren fasziniert. Abends geht es mit neuen Freunden zum BBQ, es gibt Surf `n Turf (Steak und Prawns sind im Supermarkt unschlagbar billig), wir sitzen im Garten, trinken  Bier und singen begleitet von einer Gitarre. Das ist der Moment, in dem ich spüre, dass ich länger in Lahaina bleiben will. Ich werfe meine Pläne noch weitere Inseln zu besuchen, über den Haufen und fühle mich auf einmal richtig befreit, denn darüber habe ich mir die letzten Tage viele Gedanken gemacht.

Nächster Haken auf der Bucketlist: Whalewatching

Am nächsten Morgen erfülle ich mir einen Traum und hake meine Bucketlist weiter ab: ich fahre zum Whalewatching! Ich habe Glück, denn die Saison neigt sich dem Ende und die Wale machen sich auf den Weg Richtung Alaska. Nach rund einer Stunde ist es soweit: unser Kapitän entdeckt eine Wal-Kuh mit ihrem Kalb! Ich bin hin und weg und kann es nicht fassen, dass ich das so nah miterleben darf. Das Baby schwimmt auf dem Rücken seiner Mutter, dreht sich immer wieder, zeigt uns seinen hellen Bauch und spielt mit den eigenen Flossen. Einfach wunderschön!

Am Nachmittag nehme ich mein Rad in Empfang, dass mir John für die kommenden Tage organisiert hat und cruise damit durch Lahaina, die Front Street entlang zu den Stränden im Norden, Musik auf den Ohren, durch und durch happy und frei. Ein wunderbares Gefühl. In den kommenden Tagen lerne ich auf den Touren des Hostels immer mehr und mehr tolle Menschen kennen. Mit Theresa, Tina, Joel, Ken und Javier lerne ich die Insel nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Wir schnorcheln, schwimmen unter abgelegenen Wasserfällen, springen von Klippen ins Meer, laufen durch den Dschungel, liegen am Strand und kochen gemeinsam.

Sonnenaufgang auf über 3.000 Metern

Das sind auch die Menschen mit denen ich mich zu einer unchristlichen Zeit auf den Weg mache um den Sonnenaufgang über dem Vulkan Haleakala („Haus der Sonne“) anzuschauen. Nach wenigen Stunden Schlaf quälen wir uns um 2:30 am Morgen aus dem Bett. Der Vulkan liegt knapp zwei Auto-Stunden von Lahaina entfernt und wir wollen vor dem Sonnenaufgang auf dem Gipfel sein. Im Dunkeln fahren wir die Serpentinen im Schneckentempo hoch und gelangen schließlich zum Eingang des Nationalparks, vor dem wir uns hinter die anderen wartenden Autos einreihen  um das Eintrittsgeld zu bezahlen. Danach fahren wir die letzten Meter bis zur Spitze des Vulkans (wir sind in Amerika, es sind also keine „unnötigen“ Fußmärsche zurückzulegen).

Bereits auf der Fahrt nach oben sehen wir auf dem Thermometer, wie die Temperatur rapide fällt. Oben angekommen steigen wir bei -1 Grad und eisigem Wind aus dem Auto und sind mehr als dankbar, dass wir uns richtig vorbereitet haben. Mit Decken, langen Hosen, Regenjacken und Schal sind wir besser ausgestattet als viele andere. Wir ergattern einen Platz direkt am Kraterrand (mit einem Umfang von 34 km übrigens einer der größten der Welt), kuscheln uns unter der Decke zusammen und warten, bis das Spektakel beginnt. Und das, was sich uns einige Minuten später darbietet, ist einfach nur wundervoll: Ganz langsam verfärbt sich der Himmel lila, pink und rosa bevor sich die glutrote Sonne hervorschiebt und sich bald die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über den Horizont bahnen. Trotz der vielen Besucher herrscht andächtige Stille und wir lauschen dem Parkranger, der die Sonne mit hawaiianischem Gesang begrüßt. Mir läuft in diesem Moment ein Schauer über den Rücken und ich bin mehr als glücklich, dieses Naturschauspiel erleben zu dürfen. Für noch mehr Gänsehaut sorgt „Over the Rainbow“, dass wir begleitet von der Ukulele, anstimmen.

Für mich war dieser Morgen ein ganz besonderer und ich bin glücklich ihn dort mit diesen Menschen verbracht zu haben, denn es war der Todestag meines Papas und es hat sich richtig und gut angefühlt, dem Himmel in diesem Moment so nah zu sein.

Maui hat mein Herz erobert

Die Zeit auf O’ahu und Maui hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und ich bin froh, die Entscheidung getroffen zu haben, Neuseeland Neuseeland sein zu lassen und nach Hawaii zu fliegen. Diese Inseln habe absolut zurecht den Ruf eines Paradieses und ich hoffe, ich kehre eines Tages zurück. Aber es wird sicherlich anders, denn letztendlich war es nicht nur Hawaii, das mein Herz erobert hat, sondern auch die Menschen, die ich dort getroffen habe.

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Die Maui-Familie

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John – wie immer lachend!

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Mein Hostel – das Lahaina Last Resort

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Zum Sonnenuntergang auf dem Dach des Hostels

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Verwackelt, aber glücklich…

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Hawaiianische Nacht im Hostel

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Mein geliebtes Fahrrad – mit pinken Reifen!

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Maui ist soooo schön

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Schildkröte, John und Theresa

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Ein Tag am Wasserfall – bei Regen

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Klassischer Mädelseinkauf

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Auf dem Haleakala zum Sonnenaufgang

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Theresa und ich auf dem Vulkan

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Maui – Männerurlaub mit zwei Machos

Schon der Flug von O’ahu nach Maui ist toll und lässt mich voller Vorfreude aus dem Flieger steigen. Denn von oben betrachtet ist die Insel schon wunderschön und vielfältiger als gedacht. Ich sehe die sanften Hügel im satten Grün des Dschungels, das karge Braun rund um den Vulkan Haleakala und das Meer, das in allen Blau-Schattierungen unter mir glitzert.

Zurück ins Camper-Leben

Am Flughafen erwartet uns drei Grazien ein wunderbarer alter VW-Bus, der für knapp eine Woche das Zuhause von Nico, Philipp und mir sein wird. Ich kann es kaum erwarten damit über die Insel zu cruisen, an einsamen Stränden zu übernachten und dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit wieder zu erleben, dass ich bereits während unseres Camper-Trips in Australien erfahren durfte. Auch wir starten mit einer Shopping-Tour, doch die sieht definitiv anders aus als die mit Melli in Australien. Denn bei uns macht schon mal Bier einen großen Teil des Einkaufs aus. So ist es wohl, wenn man mit zwei Jungs unterwegs ist… Die erste Stunden verbringen wir am Strand und suchen uns ein Plätzchen, an dem wir unser fahrendes Zuhause über Nacht abstellen können. Wir finden ihn auf einer Klippe und ich freue mich schon wie ein Keks auf den kommenden Morgen, wenn ich den Sonnenaufgang über dem Meer beobachten kann.

Der Sonntag am Little Beach – eine Begegnung der anderen Art

Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück mit Meerblick bevor wir uns auf die Suche nach öffentlichen Duschen machen. Ja, denn auch hier setzen wir auf Free Camping und nutzen die Annehmlichkeiten der Public Showers. Nachdem wir auf dem Weg hier und da Halt machen, steuern wir am Nachmittag den legendären Little Beach an. Wenn man auf Maui ist, muss man diese besondere Party am Sonntagnachmittag mitmachen. Ich wusste zum Glück was mich erwartet und konnte mich mental schon mal drauf einstellen. Als wir über die Klippen klettern, die Little Beach von Big Beach trennen, sehen wir vor uns in der Bucht eine Horde bunt gemischter Menschen, die meisten davon nackt, die sich langsam zum Rhythmus der Trommeln wiegen. Die Luft ist Marijuana-geschwängert und alle sind mehr als entspannt. Wir lassen uns zwischen den anderen nieder und beobachten das bunte Treiben um uns herum. Der Mix aus Hippies, Einheimischen und Touristen, die sich hier jeden Sonntag einfinden ist ein wahres Spektakel und zum Anschauen allemal einen Besuch des Strandes wert. Kurz vor der Dämmerung verlassen wir den Strand, um unseren VW-Bus an der La Perouse Bay zu parken, wo wir die Nacht verbringen.

Die Road to Hana – Ein Muss

Was wäre Maui ohne die Road to Hana? Nur halb so schön! Von Paia aus machen wir uns auf den Weg in die kleine Stadt Hana. Der Hana-Highway schlängelt sich direkt an Mauis Nordküste entlang und ich zwinge Nico und Philipp alle paar Meter zum Stoppen, denn ein Ausblick ist spektakulärer als der nächste. Die Wellen schlagen wild gegen die steilen Klippen, Wasserfälle stürzen sich die Berge herab und der Dschungel umhüllt die Straße. Man sollte früh losfahren, um die Road to Hana in Ruhe genießen zu können und sich alles anzuschauen. Am schönsten ist es einfach dort anzuhalten, wo es einem gefällt, vielleicht einen kurzen Hike zu einem der unzähligen Wasserfälle zu machen und wie wir dort im kühlen Wasser zu baden. Ein Halt am Honokalani Black Sand Beach lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man da nur selten alleine ist. Der schwarze Sand ist schon etwas Besonderes und der Blick auf die Bucht mit dem leuchtenden Grün der Bäume und dem klaren Türkis des Meeres ist schon wirklich beeindruckend.

Das Örtchen Hana ist mehr als verschlafen und wir schenken ihm wenig Beachtung. Da wir gut in der Zeit sind, fahren wir noch ein Stück weiter, halten am Koki-Beach und schlagen dort unser Lager auf. Nachts klopft es dann plötzlich an der Scheibe und der Strahl einer Taschenlampe erhellt den Bus. Mir ist klar, die Polizei steht vor der Tür und findet es wahrscheinlich nicht ganz so toll, dass wir hier schlafen. Doch die Cops sind ganz entspannt, erklären uns, dass man hier eigentlich nicht übernachten darf, wir jetzt aber hier bleiben sollen und einfach am nächsten Morgen weiterfahren sollen. Das machen wir dann auch zeitig um uns Ohe`o Gulch (Seven Sacred Pools) im Haelakala National Park anzuschauen.

Männerurlaub mit Anhang

Die kommenden Tage stromern wir weiter über die Insel, bleiben an wunderschönen Flecken und genießen die Zeit zu dritt, denn schon bald ist die auch schon wieder zu Ende. Für mich war es sehr lustig alleine mit zwei Jungs unterwegs zu sein, so ganz anders als die Zeit mit Melli. Die Prioritäten mit Nico und Philipp waren doch ganz andere, wir haben eine grandiose Zeit miteinander verbracht mit jeder Menge Spaß und ich werde die Zeit mit den zwei Helden nicht vergessen. Denn ohne sie wäre die erste Zeit auf O’ahu und Maui definitiv nur halb so lustig gewesen. Danke Ihr Zwei und danke, dass ihr mir die Abgründe der männlichen Psyche so plastisch vorgeführt habt 😉

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Männerurlaub mit Anhang

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Unter strenger Beobachtung durfte auch ich das heilige Gefährt steuern

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Unser Chaos wächst von Tag zu Tag

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La Perouse Bay (Foto: Nico)

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Eine der vielen einsamen Strände auf Maui (Foto: Nico)

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Road to Hana

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Das Wasser war schweinekalt (Fotos: Nico)

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Honokalani Beach

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Abendstimmung am Koki-Beach

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Bier, Poker, Chips und so weiter 😉

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Danke, Ihr Helden! (Foto: Nico)