Wiedersehen in Whistler…

Ich sitze aufgeregt hinter dem Steuer unseres Leihwagens: nur noch ein Zwischenstopp in Kamloops und dann erreichen wir Whistler. Die Kleinstadt rund 120 km entfernt von Vancouver ist sicherlich ganz nett, aber sie alleine ist es nicht, die mein Herz schneller schlagen lässt. Vielmehr ist es Glen, der Australier, den ich an meinem Geburtstag im Mai, in Nicaragua kennengelernt habe und mit dem ich einige Zeit durch Zentralamerika gereist bin. Er lebt in Whistler und wir sehen uns nach knapp drei Monaten wieder…

Nun gut, aber es sind ja noch einige Kilometer bis wir in Whistler ankommen. Wir lassen die Rocky Mountains hinter uns und fahren in den Sommer zurück. Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und damit auch die Laune! Mit offenem Fenster und lauter Musik brettern wir über die kanadischen Straßen und lassen die malerische Natur an uns vorbeigleiten bis wir am frühen Abend in Kamloops ankommen. Dort verbringen wir den Abend in der kleinen Stadt, lassen uns das Dinner in einem der Straßenrestaurants schmecken und kriechen einige Stunden später in die Zelte.

Der kanadische Sommer ist zurück

Der nächste Morgen ist beinahe schon unwirklich: Die Sonne scheint, es ist warm und ich genieße mein Frühstück mit Blick auf den Thompson-River. Endlich, der kanadische Sommer ist zurück! Da steigt die Vorfreude auf die nächsten Tage nochmal mehr. Wie immer in Kanada ist auch der Weg nach Whistler das Ziel! Die Straßen führen uns durch Flusstäler, durch dunkelgrüne Wälder, an strahlend blauen Seen und reißenden Wasserfällen vorbei. Den meisten ist Whistler als einer der beliebtesten Skiorte in Nordamerika ein Begriff, 2010 war es auch Austragungsort der Olympischen Winterspiele. In Kanada hat es vor allem den Ruf, sehr teuer zu sein. Bevor wir das kleine Airbnb Appartment beziehen, das wir für die kommenden Tage gemietet haben, machen wir unseren ersten Hike rund um Whistler. Entlang des Cheakamus River wandern wir durch die Wälder rund um den Ort und freuen uns über die warme Sonne. Kaum zu glauben, dass wir vor zwei Tagen noch mit Minusgraden zu kämpfen hatten und nun in kurzer Hose herumturnen.

Wandern, feiern und entspannen in Whistler

Auf dem Weg in unser Zuhause für die nächsten Tage kaufen wir ein und lassen Tim freie Hand. Der kann sich in Küche der süßen Wohnung komplett austoben, denn eigentlich ist Tim Küchenchef auf Privatyachten und freut sich nach knapp zwei Wochen endlich mal was anderes als Dosenravioli kredenzen zu können. So verbringen wir den ersten Abend mit wunderbarem Essen und leckerem Wein bevor wir uns mit Glen ins legendäre Nachtleben des Skiortes stürzen. Für uns Europäer mutet das Ausgehen in Kanada immer etwas komisch an, denn wo wir gerade mal in die Clubs einfallen wird in Kanada schon die letzte Runde eingeläutet. Macht in diesem Fall aber garnix…

Das vierte „Auf Wiedersehen“

Die kommenden Tage in Whistler sind ein Traum! In einer Tagestour erklimmen wir nach einer Nacht mit sehr wenig Schlaf die Joffre Lakes in der Nähe von Pemberton. Das sind der Lower Lake, Middle Lake und Upper Lake, der sich letztendlich auf 1564 m Höhe befindet und einen perfekten Blick auf den Matier-Gletscher bietet. Die Farbe der Seen erinnert mich sofort an den Lake Moraine, den auch sie strahlen in einem auffälligen Türkis, hervorgerufen durch das Rock Flour. Am Abend fallen wir todmüde ins Bett und ich freue mich auf einen faulen, gemütlichen Sonntag, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ich einfach mal fast nichts mache. Das aber in bester Gesellschaft. Die Zeit in Whistler vergeht wie im Fluge und mir fällt es schwer, mich mal wieder von Glen zu verabschieden. Aber darin sind wir mittlerweile ja schon Profis. Die Stimmung im Auto ist gedrückt als wir uns auf den Rückweg nach Vancouver machen. Tim und ich verbringen noch einen tollen letzten Tag auf Granville Island zwar bei strömendem Regen, aber mit Biertasting zusammen bevor wir auch wir uns voneinander verabschieden müssen. Am nächsten Morgen breche ich mit den Greyhound-Bus nach 100 Mile House auf. Dort werde ich mein erstes Workaway im kanadischen Backland erleben und vier Wochen auf der kleinen Farm von Pat und Doug leben. Das nächste Abenteuer wartet schon…

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Auf dem Weg nach Kamloops

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Tim kauft ein!

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Der erste Hike rund um Whisthler

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Downtown

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Chef Timmy hat gekocht

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Auf dem Weg zum höchsten Joffre Lake

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Schon wieder dieses Blau

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Seht Ihr den Gletscher?

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Alle drei zusammen – die Joffre Lakes

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Rocky Mountains, Columbia Icefield, Lake Louise und Lake Moraine: Kanadas Natur zeigt, wie es sein muss!

Der unglaublich schöne und beeindruckende Icefields Parkway bringt uns durch die Rocky Mountains ganz langsam in Richtung Banff. Der Parkway gilt mit Recht als eine der schönsten Fernstraßen der Welt, er schlängelt sich sanft durch die Rocky Mountains von Jasper bis nach Banff. Wenn man ihm folgt, kommt man zwangsläufig an einer der Hauptattraktionen vorbei: dem Columbia Icefield. Als wir in Jasper aufbrechen, sind die Temperaturen frisch, doch noch erträglich. Je höher wir uns in den Rockys schrauben, desto kälter wird es auch. Das merken wir auch an dem Regen, der sich ganz langsam in Schnee verwandelt. Perfekt!

Im Schnee ans Columbia Icefield

Angekommen am Columbia Icefield ist alles Dank des Schneeregens grau in grau – bis auf das Eisfeld. Es leuchtet durch den Schneeregen und das graue Geröll noch weißer und wir machen uns auf den Weg, um es aus der Nähe zu betrachten. Mal wieder zeigt sich, dass wir vier mittlerweile absolute Spezialisten sind, wenn es darum geht, den Lagenlook wintertauglich zu machen. Man kann mit zwei Leggins, zwei Pullis und einer Regenjacke ohne weiteres ein paar Stunden kanadischen Herbst (entspricht einem deutschen Winter) überstehen. Je näher wir dem Columbia Icefield kommen, desto beeindruckender ist es: Mit einer Fläche von 325 km², einer Dicke von 100 bis 365 m und einer jährlichen Schneefallmenge von sieben Metern ist es einer der größten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Ich bin ja eher der rationale Typ, aber wie so oft schon auf dieser Reise bin ich zutiefst von der Natur und ihren Wundern beeindruckt und einfach nur unglaublich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, all das mit eigenen Augen sehen zu dürfen.

Bitte keine weitere Nacht im Zelt…

Durchgefroren und zitternd setzen wir nach unserem Ausflug zum Eisfeld im Auto und beratschlagen wie es weitergehen soll. Bis Banff, unserm nächsten Ziel, sind es noch knappe 200km und die Aussicht, die nächste Nacht wieder in einem Zelt zu verbringen lässt uns noch mehr zittern. Dank des Lonely Planets wissen wir, dass auf unserem Weg ein Hostel liegt und schicken ein kleines Stoßgebet, dass dieses noch vier Betten für die Nacht frei hat. Wir kämpfen uns weiter durch den Schneeregen und als wir an dem Hostel eintreffen, haben wir Glück. Wir können die Nacht dort verbringen. Als erstes bekommen wir von dem Ranger eine genaue Einweisung, denn das Hostel ist ein sogenanntes Wilderness Hostel: Keine Duschen, nur Außentoiletten, keine Heizung – aber es gibt Holzöfen und eine Sauna, die man selbst mit Feuerholz anheizen kann. Hört sich für den normalen Reisenden jetzt eher abschreckend an, aber für uns ist es wie ein 5 Sterne Hotel im Vergleich zu den Nächten im Zelt.

Wir genießen den Abend am offenen Kamin, in der Sauna und im warmen Bett bevor es am Morgen auch schon weitergeht. Banff erwartet uns! Und je näher wir dem Städtchen kommen, desto milder wird es auch wieder. Zum Glück!!! Ach und was soll ich sagen, Banff ist einfach ein Träumchen, das ist mir gleich klar, als wir in den Ort einfahren…

Banff, was bist du nett

Mit knapp 7.600 Einwohnern ist es die größte Ortschaft innerhalb des Banff-Nationalparks in der kanadischen Provinz Alberta. Es liegt auf rund 1400m Höhe am Osthang der Rocky Mountains und der Blick, den man im Ort auf die Berge hat, ist der Knaller. Unser erster Weg führt uns wie immer in die Touristeninformation und wir kümmern uns um einen Zeltplatz für die Nacht. Dieser ist etwas außerhalb und liegt wieder mal idyllisch in einem Wäldchen in der Nähe des Two Jack Lakes. Wir bauen schnell die Zelte auf, richten uns etwas ein und dann geht es auch schon zurück in den Ort. Dort picknicken wir mit Blick auf die Berge, schlendern durch die Straßen, kehren bei Starbucks ein (Internet und Kaffee) und kaufen bei einem kleinen Bummel Winteraccessoires: Mütze und Handschuhe machen in Anbetracht der nächsten Tage im Zelt absolut Sinn!

Am Abend gehen wir aus, das kann man hier ganz gut, denn viele Australier machen das Örtchen zur kleinen Partyhochburg. Die Vorfreude auf unser Zelt hält sich bei uns allen in Grenzen als wir in der kalten Nacht langsam zurück auf den Zeltplatz fahren. Nach der kühlen Nacht, schmeißen wir uns früh am Morgen ins Auto und fahren in den Ort. Dort führt uns der erste Weg mal wieder zu Starbucks – Internet und Frühstück! Nachdem wir uns aufgewärmt haben und es auch draußen langsam milder wird, geht es weiter: wir haben einen Hike rund um Banff geplant, der uns am Ende zu den Hotsprings (Yeah, mal wieder duschen) führt. Dort lassen wir den Nachmittag im warmen Wasser ausklingen bevor es zum Abendprogramm wieder nach Banff geht. Dort planen wir bei leckerem Abendessen eines (meiner) Highlights des Kanada-Trips: Es geht an den Lake Louise und den Lake Moraine. Googelt man Bilder von Kanada, kann man davon ausgehen, dass unter den Toptreffern auf jeden Fall Lake Louise dabei ist. Also sind meine Erwartungen sehr hoch als wir am nächsten Morgen bei traumhaften Wetter mit Sonnenschein den Highway entlang brettern.

Das muss man gesehen haben: Lake Louise

Wir schlängeln uns die Berge hoch bis wir den Parkplatz erreichen. Mit einer nicht gerade geringen Anzahl weiterer Besucher laufen wir die letzten Meter bis der See vor uns liegt. Und ja, er ist genauso wunderschön wie ich es von all den Bildern kenne. Das unglaubliche Türkis des Sees sticht einem als erstes ins Auge und man fragt sich, wie die Natur eine so fast künstliche Farbe hinbekommt. Dafür gibt es eine Erklärung: die Farbe stammt von Steinmehl, das von Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Auch für uns muss der See für eine ausgedehnte Fotosession herhalten und somit entstehen hier einige meiner Lieblings Kanadabilder. Wir wandern um den See und genießen immer wieder den Blick auf das Wasser vor der wunderbaren Kulisse der Rocky Mountains.

Geht`s noch schöner? Jaaa…

Als wir nach einigen Stunden wieder im Auto sitzen um Lake Moraine anzusteuern, sind wir sicher, dass Lake Louise nicht zu toppen ist. Tja, aber Kanada lehrt uns eines Besseren. Denn Lake Moraine ist einer der schönsten Plätze an, denen ich je war. Der See liegt etwas höher als Lake Louise auf knapp 1900m im Valley of the Ten Peaks, dem Tal der zehn Gipfel der Wenkchemna Range und wird von Gletschern gespeist. Wir klettern auf einem Wanderweg einen Berg hoch um den Blick auf die ganze Schönheit des Sees genießen zu können. Und als wir oben ankommen, verschlägt es uns die Sprache. Dachten wir ein paar Stunden zuvor, die Farbe des Lake Louise sei unnatürlich, glaube ich jetzt, dass vor uns jemand einen überdimensionalen Farbtopf platziert hat. Der See strahlt in einem milchigen Türkis und reflektiert Sonne und Berge in seiner Oberfläche. Die fast schon künstliche Färbung ist auf die Partikel des Gletscherabriebs zurückzuführen, die das Licht reflektieren. Andächtig bleiben wir sitzen und genießen einfach nur das Bild! Irgendwann reißen wir uns dann doch los und erkunden die Wanderwege um den See bevor wir uns langsam auf den Rückweg nach Banff machen, wo wir unseren letzten Abend verbringen. Nächstes Ziel auf unserem Roadtrip: Whistler. Und Glen…

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4 Grad – aber es wird noch kälter auf dem Icefield Parkway

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Columbia Icefield

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Wilderness Hostel in den Rockys

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Vorsicht Bär!

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Gut, das gehört in Kanada dazu!

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Die Rocky Mountains rund um Banff

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Morgen Routine in Banff

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Ohne Bärspray kein Zutritt!

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Auf dem Weg zum Lake Louise

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Lake Louise – ein Traum

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Lake Moraine

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Hike um den Lake Moraine

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Kanadische Sommernächte im Zelt

Camperleben zwischen Vancouver und Jasper – von Luxus keine Spur!

Sagen wir es mal so, ich war nie ein großer Fan des Zeltens und habe mir eigentlich vor Jahren geschworen, dass ich das nicht mehr mache. Doch wie so oft zuvor auf meiner Weltreise bewege ich mich in Kanada erneut aus meiner Komfortzone heraus und plane einen Roadtrip inklusive Zelten. Und ich meine ZELTEN, nicht die die komfortable Übernachtung in einem Camper-Van wie in Australien oder auf Hawaii. Nein, so richtig mit Zelt, Schlafsack und Isomatte. In Kanada führt da leider kein Weg dran vorbei, wenn man sein Reisebudget nicht komplett sprengen will. Hostels und Hotels sind wirklich unverhältnismäßig teuer und vor allem oft auf Monate hin ausgebucht – nichts also für meine doch sehr spontane Art des Reisens. Mein Glück ist es, dass ich nur ein sehr grobes Wissen darüber habe, was beim Zelten in Kanada so auf mich zukommen wird – denn sonst hätte ich mir das vielleicht gespart.

Auf in die kanadische Wildnis

Bewaffnet mit Zelten, Schlafsäcken, Isomatten, Kühlbox, Essen und unserem sonstigen Gepäck nehmen Tim, die zwei Schweizerinnen und ich in Vancouver unseren Leihwagen in Empfang. Ein tolles Gefährt: Ein SUV mit allem Schnick und Schnack, den vornehmlich ich in den kommenden zwei Wochen durch die kanadische Wildnis steuern werde. Vancouver, meine neue Liebe, verlassen wir bei Sommertemperaturen um die 30 Grad und machen uns auf den Weg nach Clearwater, dem ersten Stopp unseres Trips, rund 500 km nordöstlich. Bei der Planung des Trips wurden mir mal wieder, ähnlich wie in Australien, die Dimensionen bewusst. In Kanada fährt man ganz locker tausende von Kilometer um sein Ziel zu erreichen, da das Land so unglaublich groß ist. Wir konnten uns bei der Planung nur auf die absoluten Highlights konzentrieren, da wir einfach zu weite Distanzen in zu wenig Zeit hinter uns bringen mussten. Nach Clearwater sollen Jasper, Banff und Whistler folgen bevor wir wieder nach Vancouver zurückkehren.

Welcome to Bear-Country

Sobald wir Vancouver verlassen haben stoppen wir immer wieder unser Auto um die wunderschöne Landschaft zu bestaunen und das Sommerwetter zu genießen. Die Weite, die mir dieses Land bietet ist eine wahre Wohltat für mein Auge. Unser Mittagessen besteht aus einem Picknick an einem idyllischen Örtchen und ich freunde mich in diesem Moment immer mehr mit dem Zelten an, wenn ich dafür solch eine Natur genießen kann. Natürlich ist man in Kanada immer etwas in Habachtstellung, dafür sorgen die Warnschilder, die überall wie hier im Wells Gray Nationalpark zu finden sind. Diese erklären, wie man sich in Sicherheit bringt, sollte man auf einen Bären, Wolf oder Puma treffen. Es ist ein komisches Gefühl, nur mit einem Zelt unterwegs zu sein und zu wissen, dass in den Wäldern um uns herum Raubtiere leben, die wir in Deutschland bestenfalls nur aus dem Zoo kennen.

Wer braucht schon warmes Wasser?

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit steuern wir einen Campingplatz in der Nähe von Clearwater an, um dort die Nacht zu verbringen. Wir suchen uns eine Parzelle, stellen die Zelte auf und erkunden das weitläufige Gelände. Campingplätze in Kanada oder sagen wir besser die, die wir auswählen, unterscheiden sich stark von denen in der Heimat (die ich kenne). Sie erstrecken sich meist über riesige Flächen, so dass man oft seinen direkten Nachbar nie zu Gesicht bekommt. Der größte Luxus ist die eigene Feuerstelle mit (oft) einem Picknick-Tisch und passender Bank. Fließendes (kaltes) Wasser gibt es natürlich, doch die Toiletten sind dann doch oft Plumpsklos und Duschen suchen wir meist  vergebens. Aber dafür wurden wohl Feuchttücher entwickelt…

Dosenravioli am Lagerfeuer

Am Lagerfeuer gibt es Ravioli und Wein bevor wir in unsere Zelte krabbeln. Ich interpretiere in dieser Nacht jedes Astknacken als potenziellen Bärangriff und stopfe mir irgendwann genervt die Ohrstöpsel ins Ohr um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu finden. Das Frühstück am nächsten Morgen nehmen wir an den atemberaubenden Helmcken Wasserfällen ein. Diese stürzen sich über 140 Meter in die Tiefe und sind somit die vierthöchsten in Kanada. Das Bild ist ein Traum: Die Sonne schickt ihre Strahlen in den tosenden Wassernebel und zaubert dadurch dutzende kleine Regenbögen. Über eine Stunde sitzen wir am Wasserfall und beobachten die Wassermassen. Irgendwann eisen wir uns los und machen uns auf zum nächsten Ziel, denn vor uns liegen knapp 350 km bis wir in Jasper ankommen.

Sommer in Kanada heißt nicht, dass es warm sein muss

Bereits am Morgen durften wir erfahren, dass Sommer in Kanada nicht unbedingt bedeutet, dass es auch in der Nacht bei angenehmen Temperaturen bleibt. Nur knapp fünf Grad waren es nachts was in einem Zelt schon recht frisch ist. Im Laufe des Tages ändert das sich Dank der warmen Sonne. Auf unser Fahrt wechselt die Temperaturanzeige in unserem Auto stündlich: Nach dem kühlen Morgen erreichen wir am Mittag Spätsommertemperaturen von 25 Grad um uns dann, je näher wir Jasper kommen und somit auch an Höhe gewinnen, bei knapp 16 Grad einzupendeln. Unser erster Weg in dem kleinen Ort mit ca. 4.200 Einwohnern im Jasper-Nationalpark führt uns in die Touristeninformation, in der wir mit unzähligen weiteren Touristen darauf warten zu erfahren, ob es irgendwo ein Plätzchen für unsere Zelte gibt. Wir haben Glück: auf einem der Overflow-Plätze, die nur geöffnet werden, wenn alles andere schon voll ist, dürfen wir bleiben. Auch hier gilt mal wieder die höchste Bären-Warnung und all die Informationszettel über Bär-Sichtungen rund um Jasper hinterlassen bei mir doch ein mulmiges Gefühl. Laut Touristeninformation darf man in dieser Zeit des Jahres Wanderungen auch nur mit einem Minimum an vier Personen und der Mitnahme von Bärspray machen. Ok, habe ich mir gemerkt! Einen weiteren guten Tipp bekommen wir: Da unser Campingplatz mal wieder nicht über Duschen verfügt, wird uns empfohlen, doch einfach einen Besuch der heißen Quellen einzuplanen.

Zelten im Jasper-Nationalpark

Bevor wir unseren Zeltplatz ansteuern, stoppen wir am wunderschönen Lake Annett, der zwischen Jasper und dem Maligne Canyon liegt. Unser Abendessen bereiten wir auf einer der kleinen Grillstationen und als Nachtisch gibt es die wunderbaren S’mores. Dafür rösten wir Marshmallows über dem Feuer und legen sie danach mit einem Stück Schokolade zwischen zwei Kekshälften. Sooo lecker…

Meine Rettung: Die Miette Hot Springs

Nach einem Hike durch den Nationalpark am kommenden Tag verbringen wir den Nachmittag in den Miette Hot Springs. Und das ist eine wahre Wohltat. Endlich wieder warmes Wasser! Wir drücken uns stundenlang in den bis zu 40 Grad warmen Pools herum und genießen die grandiose Aussicht auf die Rocky Mountains um uns herum. Doch leider können wir nicht ewig bleiben und schlagen am frühen Abend den Weg zum nächsten Campingplatz ein. Dort werden wir an der Rezeption darüber aufgeklärt, dass hier ein „kleiner süßer Schwarzbär“ wohnt, der eigentlich ganz friedlich ist, man ihm aber im Dunkeln nicht zu nahe kommen sollte. Aha!

Muss man bei Minusgraden zelten?

Diese Nacht wir eine echte Bewährungsprobe. Und nicht wegen des Bären – den bekommen wir nicht zu Gesicht. Vielmehr weil es wirklich kalt wird in dieser Nacht, wir rutschen das erste Mal in die Minusgrade ab. Für eine der Schweizerinnen wird es zu kalt und sie verbringt die Nacht im Auto. Ich bin meinem dicken Schlafsacke von Nacht zu Nacht dankbarer, dass er die Temperaturen einigermaßen erträglich macht. Am Morgen sind wir alle etwas steif und beratschlagen, ob wir die kommende Nacht nicht besser in einem Hostel verbringen sollen. Doch das ist in der High-Season in Kanada nicht so leicht – wie wir kurz darauf erfahren müssen…

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Apple Gang

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Unser erster Campingplatz in der Nähe von Clearwater

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Durch und Durch Kanadier: Karohemden sind Pflicht!

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Dosenravioli sind kein kulinarisches Highlight

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Wunderschön: Helmcken Falls

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Erste Sonnenstrahlen über den Gipfeln

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Wandern macht in Kanada schon was her

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Abendessen am Lake Annett

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S’mores. Hmmmm

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Lake Annett

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Jasper-Nationalpark

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Miette Hot Springs

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Vulkan, Nebelwälder und mit dem Auto durch den Fluss – Wir sind in Costa Rica!

Sagen wir es mal so, der Start in Costa Rica war nicht ganz reibungslos. Unser Plan war, bis 16:00 Uhr mit unserem Mietwagen an der Grenze zu sein, diese zu Fuß zu passieren und auf der anderen Seite unseren nächsten Mietwagen in Empfang zu nehmen. Da wir es aber sehr entspannt haben angehen lassen, waren wir mit allem zu spät. Als wir die Grenze überschreiten und in Costa Rica unseren Mietwagen in Empfang  nehmen wollen, ist das Büro bereits geschlossen. Mit der Hilfe der Mitarbeiter der angrenzenden Geschäfte kriegen wir letztendlich jemand ans Telefon, der uns verspricht, in spätestens einer Stunde mit unserem Wagen an der Grenzstation aufzuschlagen. Also warten wir, alle ziemlich müde und zerstreut und sind mehr als glücklich, als wir unser Auto in Empfang nehmen dürfen.

Kein schöner Start in Costa Rica

Der Schock kommt bei unserer Ankunft in Liberia: Beim Ausladen des Kofferraums bemerken wir, dass einer der Daypacks fehlt. Schande! In dem ganzen Trubel muss sich jemand Danielas Rucksack geschnappt haben und wir haben es einfach nicht bemerkt. Sie nimmt es mit unglaublicher Fassung  und lässt sich dadurch ihren Urlaub nicht vermiesen.

Der nächste Vulkan ruft – La Fortuna

Nach Liberia geht es für uns über kurvige Straßen in die Berge: La Fortuna erwartet uns. Für die nur knapp 130 Kilometer brauchen wir geschlagene dreieinhalb Stunden und sind froh als wir im Dunkeln endlich in den kleinem Ort ankommen. La Fortuna hat sich vom verschlafenen Bergdorf in den vergangenen Jahren zum Mekka für Backpacker und Abenteuerlustige gemausert. Denn neben diversen Treks zum Vulkan Arenal , einem der aktivsten in ganz Costa Rica, gibt es jede Menge zu tun: Rafting, Ziplining, unendliche Wanderwege und vieles mehr wird angeboten. Für uns steht eine Wanderung im Nationalpark am Fuß des Arenals über die erkalteten Lavazungen auf dem Plan. Der rund 1.600 hohe Vulkan galt als erloschen bis er 1968 plötzlich ausbrach und ein ganzes Dorf vernichtete. Danach herrschte erstmal wieder Ruhe, doch seit 1981 ist er wieder ständig aktiv.

Die Wanderung durch den Nationalpark ist wunderschön und vielseitig: Wir starten in sattem Grün, gehen an Bananenstauden, Guavenbäumen und Ananassträuchern vorbei, stapfen schwitzend durch den Urwald und erreichen nach einem kleinen Aufstieg letztendlich die Lavafelder mit Blick auf den Vulkan – beeindruckend!

Ein 4wd zahlt sich in Costa Rica aus

Auf dem Weg nach Santa Elena/Monteverde dürfen wir hautnah erfahren, warum die Autovermietung uns wärmstens einen 4wd für Costa Rica empfohlen hat. Durch den ständigen Regen hat sich ein kleiner Bach in einen Fluss verwandelt, der die Straße überspült. Wir beobachten erstmal einige andere Autos, die sich durch die Fluten kämpfen. Das sieht für uns machbar aus und wir trauen uns. Doch bei der Fahrt durchs Wasser halten wir alle die Luft an und hoffen, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Nachdem wir es sicher ans andere Ufer geschafft haben, sind wir mächtig stolz!

Nebelwälder und herbstliche Temperaturen in Santa Elena

Unser nächster Stopp ist die Nebelwaldregion um Santa Elena/Monteverde. Und dieser Ort lässt Melli und mich zittern, denn auf einer Höhe zwischen 1.300 und 1.600 Metern liegen die Temperaturen doch deutlich unter dem, was wir seit Wochen gewöhnt sind. Also schlottern wir Temperaturen um die 20 Grad. Die Wälder rund um Santa Elena zählen zu den ursprünglichsten in ganz Costa Rica und bieten eine unglaubliche Pflanzenwelt, die wir bei unserem kleinen Trek erkunden.  Leuchtende Blüten, bemooste Bäume, Lianen und alle Schattierungen von Grün säumen unseren Weg. Der Skywalk, Hängebrücken, die sich auf bis zu 58 Meter über dem Boden durch denn Nebelwald schlängeln, macht die Aussicht unvergesslich und zeigt uns die beeindruckende Größe der grünen Riesen. Auf den schwingenden Hängebrücken werden wir zu Spielkindern und haben jede Menge Spaß daran, die eine mehr die andere vielleicht auch etwas weniger, die Dinger so richtig zum Schaukeln zu bringen.

Für Melli und mich geht es nach Santa Elena weiter nach San Jose, wo wir uns mit Glenn und Ross treffen um gemeinsam nach Puerto Viejo weiterzureisen.

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Mit diesem Blick starten wir unsere Wanderung am Fuß des Vulkans Arenal

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Das ist er: Arenal

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Die drei Grazien 

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Auf geht’s den Vulkan immer im Blick

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Man sieht es nicht direkt: Der Schweiß strömt uns vom Körper

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Wir kommen langsam näher

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Wir schwitzen bei unglaublicher Schwüle

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Eine der abenteuerlichen Brücken, die wir auf dem Weg nach Santa Elena passieren

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Erster Blick auf die Nebeldwälder

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Der Skywalk in Santa Elena

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Bananen klauen – neues Hobby

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Im Nebelwald

„Auf Wiedersehen“ San Juan del Sur, „Hallo“ Granada und Ometepe!

Die Nacht meines Geburtstags werden einige von uns so schnell wohl nicht vergessen! Ein Grund dafür ist sicherlich die Verhaftung von Jack, den ich auf der Booze Cruise an meinem Geburtstag kennengelernt habe. Der Australier gerät  mehr als angeheitert spät in der Nacht mit einem Geldautomaten aneinander, der zuvor seine Karte geschluckt hat. Daraufhin hebt Jack das gute Teil aus den Angeln und schmeißt es um! Wie er die Kraft dafür aufgebracht hat, bleibt uns allen ein Rätsel. Auf jeden Fall findet das die Polizei alles andere als lustig und steckt ihn für ganze vier Tage ins Gefängnis. Was er dort erlebt hat, wünsche ich keinem und wir alle haben drei Kreuze gemacht, als er dank des beauftragten Anwalts und einer Zahlung von 4.000 Dollar wieder aus dem Kittchen kam.

An meinem Geburtstag erwartet mich noch ein ganz grandioses Geschenk: Meine wunderbare Freundin Daniela besucht mich bereits das zweite Mal auf meiner Reise! Wir werden die kommenden Tage zusammen verbringen und sie bringt nicht nur heiß ersehnte Geschenke meiner Ma und meiner Freundinnen mit, sondern auch jede Menge Gummibärchen!!!

Sunday Funday – da kommt man in Zentralamerika nicht dran vorbei

Melli und ich gönnen uns keine Pause – am Sonntag heißt es für uns das erste Mal: Auf zum Sunday Funday! Dieser Pool Crawl ist weit über die Grenzen von Nicaragua unter allen Backpackern bekannt und viele reisen extra deswegen in San Juan de Sur an. Wir wollten uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Also, stellen wir uns an einem Sonntagmorgen um 9:00 Uhr brav in die endlose Schlange im Hostel Pacha Mama an, um eines der begehrten Einlassbändchen sowie das legendäre Sunday Funday-T-Shirt zu bekommen. Ab 13:30 Uhr geht’s dann los, in der prallen Sonne sammeln sich hunderte von Backpackern im Innenhof des Hostels, beschmieren sich gegenseitig mit Glitzer oder werfen sich in den Pool. Wenig später setzt sich der Tross in Bewegung zur nächsten Location, dem Anamar, wo wir Glenn und Ross treffen. Das Prinzip des Sunday Funday Pool Crawl ist schnell erklärt: Eine Party in drei verschiedenen Hostels mit Shuttle-Service. Im Anamar geht der ganze Spaß bis zum späten Nachmittag weiter, bevor wir alle auf die Trucks springen und ins Naked Tiger fahren. Das Hostel liegt in den Hügeln und bietet einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Da wir alle aber immer noch nicht genug haben, als sich die Party auch da langsam den Ende neigt, geht es für uns zurück in Dorf und in einen der Clubs.

Der nächste Morgen ist hart, drei Tage Dauerparty gehen keinesfalls spurlos an uns vorbei. Melli und ich schleppen uns Montagmorgen in die Sprachschule und geben eine armselige Vorstellung zu unserer letzten Unterrichtseinheit ab. Wir scheinen uns jegliche Spanischkenntnisse am Wochenende weggefeiert zu haben und wissen einfach nix mehr. Unsere Lehrerin nimmt’s mit Humor – sie kennt den Sunday Funday-Hangover von zahlreichen ihrer Schüler.

Adios San Juan del Sur – auf nach Granada

Mit dem letzten Unterricht neigt sich auch unser Aufenthalt in San Juan del Sur seinem Ende. Es fühlt sich richtig komisch an, nach mehr als zwei Wochen unsere Familie und den Ort zu verlassen, doch wir wollen natürlich noch etwas mehr von Nicaragua sehen. Ein paar Tage später geht es für uns mit Dani und Freunden im Leihwagen nach Granada, die drittgrößte Stadt des Landes. Und die Stadt beeindruckt uns mit ihrer Schönheit. Wir schlendern durch die Straßen und sehen uns  die alten, teilweise verfallenen, teilweise wunderbar restaurierten Kolonialbauten an. Die Hitze ist weiterhin schwer zu ertragen für uns und wir suchen den Schatten eines der einladenden Patios, die man von der Straße teilweise nur erahnen kann.

Eine andere Welt auf dem Nicaraguasee – Las Isletas

Nach einer Verschnaufpause geht es für uns an den Nicaraguasee – dort mieten wir ein kleines Boot ganz für uns alleine und lassen uns durch Las Isletas schippern. Die mehr als 365 teilweise winzigen Inseln, durch einen Ausbruch des Mombachos vor tausenden vor Jahren entstanden,  sind manchmal wirklich nur so groß, dass ein Haus, wenn auch ein beeindruckendes, darauf passt. Und diese wunderbaren Häuser gehören den Schönen und Reichen Nicaraguas. Eine der Inseln ist das Zuhause einer Gruppe von Brüllaffen, die man vom Boot aus sehen kann. Ein wenig weiter staunen wir nicht schlecht als direkt vor uns eine Herde Rinder durch den See watet. Sie verlassen ihren Weideplatz, um das frische Gras auf der anderen Seite zu futtern. Rund eine Stunde schippern wir über den See und es fühlt sich an, als wären wir mal wieder in einer komplett neuen Welt angelangt. Wunderschön aber doch nicht typisch nicaraguense.

Zurück an Land entschließen wir uns dazu am Markt in eine der vielen Pferdekutschen zu steigen und uns durch die Stadt fahren zu lassen. Unser Fahrer weiß zu vielen der Gebäude, die wir passieren etwas zu erzählen und zeichnet ein beeindruckendes Bild von der Stadt zu ihrer Blütezeit. Wir fahren an der Iglesia de la Merced und dem Kloster von San Francisco vorbei, rattern über Kopfsteinpflaster und wir staunen über die Farbenvielfalt, die sich uns in der Altstadt bietet.

Letzter Stopp: Isla de Ometepe

Unser nächster Stopp nach Granada heißt: Isla de Ometepe! Wir brausen mit unserem Pick Up wieder in den Süden und setzen in der Nähe von Rivas am Ufer des Nicaraguasees mit der Fähre auf die Insel über. Ometepe ist mit etwa 270 km² die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee und beherbergt die beiden Vulkane Concepcion (immer noch aktiv, letzter Ausbruch in 2010) und Maderas. Die Insel ist so vielfältig wie ganz Nicaragua: Regenwälder, wunderschöne helle und schwarze Strände, Wasserfälle und kahle Landschaften am Hang des Vulkans. Leider ist unsere Zeit auf der Insel etwas begrenzt und wir machen uns schon bald auf den Weg nach Costa Rica, das nur einen Katzensprung entfernt liegt.

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Das sind sie, die T-Shirts, die jeder Traveler in Zentralamerika sein eigen nennt

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Wir vier im Anamar – es ist noch früh am Tag

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Mit dem Pick Up geht’s ins Naked Tiger

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Abschied von unserem Gast-Papa Ramon

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In den Straßen von Granada

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Kutschfahrt durch Granada

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Auf zu den Las Isletas

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Eine der kleinen Inseln gehört einer Affenkolonie

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Auf der Suche nach mehr Gras wird auch der See durchquert

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Die Fähre nach Ometepe

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Ohne Schwimmweste geht natürlich nichts

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So kann die Fährfahrt auch aussehen

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Der Vulkan Concepcion

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Perfekter Platz für die Mittagspause

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Wir werden immer wieder von Kuhherden aufgehalten

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Maui – Männerurlaub mit zwei Machos

Schon der Flug von O’ahu nach Maui ist toll und lässt mich voller Vorfreude aus dem Flieger steigen. Denn von oben betrachtet ist die Insel schon wunderschön und vielfältiger als gedacht. Ich sehe die sanften Hügel im satten Grün des Dschungels, das karge Braun rund um den Vulkan Haleakala und das Meer, das in allen Blau-Schattierungen unter mir glitzert.

Zurück ins Camper-Leben

Am Flughafen erwartet uns drei Grazien ein wunderbarer alter VW-Bus, der für knapp eine Woche das Zuhause von Nico, Philipp und mir sein wird. Ich kann es kaum erwarten damit über die Insel zu cruisen, an einsamen Stränden zu übernachten und dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit wieder zu erleben, dass ich bereits während unseres Camper-Trips in Australien erfahren durfte. Auch wir starten mit einer Shopping-Tour, doch die sieht definitiv anders aus als die mit Melli in Australien. Denn bei uns macht schon mal Bier einen großen Teil des Einkaufs aus. So ist es wohl, wenn man mit zwei Jungs unterwegs ist… Die erste Stunden verbringen wir am Strand und suchen uns ein Plätzchen, an dem wir unser fahrendes Zuhause über Nacht abstellen können. Wir finden ihn auf einer Klippe und ich freue mich schon wie ein Keks auf den kommenden Morgen, wenn ich den Sonnenaufgang über dem Meer beobachten kann.

Der Sonntag am Little Beach – eine Begegnung der anderen Art

Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück mit Meerblick bevor wir uns auf die Suche nach öffentlichen Duschen machen. Ja, denn auch hier setzen wir auf Free Camping und nutzen die Annehmlichkeiten der Public Showers. Nachdem wir auf dem Weg hier und da Halt machen, steuern wir am Nachmittag den legendären Little Beach an. Wenn man auf Maui ist, muss man diese besondere Party am Sonntagnachmittag mitmachen. Ich wusste zum Glück was mich erwartet und konnte mich mental schon mal drauf einstellen. Als wir über die Klippen klettern, die Little Beach von Big Beach trennen, sehen wir vor uns in der Bucht eine Horde bunt gemischter Menschen, die meisten davon nackt, die sich langsam zum Rhythmus der Trommeln wiegen. Die Luft ist Marijuana-geschwängert und alle sind mehr als entspannt. Wir lassen uns zwischen den anderen nieder und beobachten das bunte Treiben um uns herum. Der Mix aus Hippies, Einheimischen und Touristen, die sich hier jeden Sonntag einfinden ist ein wahres Spektakel und zum Anschauen allemal einen Besuch des Strandes wert. Kurz vor der Dämmerung verlassen wir den Strand, um unseren VW-Bus an der La Perouse Bay zu parken, wo wir die Nacht verbringen.

Die Road to Hana – Ein Muss

Was wäre Maui ohne die Road to Hana? Nur halb so schön! Von Paia aus machen wir uns auf den Weg in die kleine Stadt Hana. Der Hana-Highway schlängelt sich direkt an Mauis Nordküste entlang und ich zwinge Nico und Philipp alle paar Meter zum Stoppen, denn ein Ausblick ist spektakulärer als der nächste. Die Wellen schlagen wild gegen die steilen Klippen, Wasserfälle stürzen sich die Berge herab und der Dschungel umhüllt die Straße. Man sollte früh losfahren, um die Road to Hana in Ruhe genießen zu können und sich alles anzuschauen. Am schönsten ist es einfach dort anzuhalten, wo es einem gefällt, vielleicht einen kurzen Hike zu einem der unzähligen Wasserfälle zu machen und wie wir dort im kühlen Wasser zu baden. Ein Halt am Honokalani Black Sand Beach lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man da nur selten alleine ist. Der schwarze Sand ist schon etwas Besonderes und der Blick auf die Bucht mit dem leuchtenden Grün der Bäume und dem klaren Türkis des Meeres ist schon wirklich beeindruckend.

Das Örtchen Hana ist mehr als verschlafen und wir schenken ihm wenig Beachtung. Da wir gut in der Zeit sind, fahren wir noch ein Stück weiter, halten am Koki-Beach und schlagen dort unser Lager auf. Nachts klopft es dann plötzlich an der Scheibe und der Strahl einer Taschenlampe erhellt den Bus. Mir ist klar, die Polizei steht vor der Tür und findet es wahrscheinlich nicht ganz so toll, dass wir hier schlafen. Doch die Cops sind ganz entspannt, erklären uns, dass man hier eigentlich nicht übernachten darf, wir jetzt aber hier bleiben sollen und einfach am nächsten Morgen weiterfahren sollen. Das machen wir dann auch zeitig um uns Ohe`o Gulch (Seven Sacred Pools) im Haelakala National Park anzuschauen.

Männerurlaub mit Anhang

Die kommenden Tage stromern wir weiter über die Insel, bleiben an wunderschönen Flecken und genießen die Zeit zu dritt, denn schon bald ist die auch schon wieder zu Ende. Für mich war es sehr lustig alleine mit zwei Jungs unterwegs zu sein, so ganz anders als die Zeit mit Melli. Die Prioritäten mit Nico und Philipp waren doch ganz andere, wir haben eine grandiose Zeit miteinander verbracht mit jeder Menge Spaß und ich werde die Zeit mit den zwei Helden nicht vergessen. Denn ohne sie wäre die erste Zeit auf O’ahu und Maui definitiv nur halb so lustig gewesen. Danke Ihr Zwei und danke, dass ihr mir die Abgründe der männlichen Psyche so plastisch vorgeführt habt 😉

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Männerurlaub mit Anhang

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Unter strenger Beobachtung durfte auch ich das heilige Gefährt steuern

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Unser Chaos wächst von Tag zu Tag

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La Perouse Bay (Foto: Nico)

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Eine der vielen einsamen Strände auf Maui (Foto: Nico)

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Road to Hana

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Das Wasser war schweinekalt (Fotos: Nico)

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Honokalani Beach

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Abendstimmung am Koki-Beach

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Bier, Poker, Chips und so weiter 😉

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Danke, Ihr Helden! (Foto: Nico)

Roadtrip, die Letzte: von Rockhampton über die Whitsunday-Islands bis nach Cape Tribulation

Nach Rainbow Beach ist unsere nächste Station auf unserem Roadtrip Rockhampton. Melli und mich hat vor allem der Titel „Beef Capital of Australia“ überzeugt, dort einen Stopp einzulegen. Somit stand dort auch alles im Zeichen der Rinder: Morgens geht es zu einer Cattle Auction, wo wir auf wahre australische Cowboys treffen, den Nachmittag verbringen wir im Zoo (ohne Kühe!) und abends essen wir das beste Steak unseres Trips im Great Western Hotel. Und eigentlich wollten wir auch ein Rodeo besuchen, aber das fand leider an diesem Tag nicht statt.

Auf nach Airlie-Beach

Über einsame Straßen fahren wir die lange Strecke bis nach Airlie-Beach, wo wir uns mit Tatjana verabredet haben. Wir verbringen zu Dritt entspannte Tage in dem kleinen Ort und liegen meist an der Lagune in der Ortsmitte, denn ins Meer kann man hier nur mit Stingersuit, der Quallen wegen. Als Melli und ich bei unserer Morgenroutine am Hafen ganz unverhofft Mark kennenlernen, wird mir mal wieder deutlich, wie offen und gastfreundlich die Australier sind. Mark spricht mich an als ich gerade mit Handtuch über der Schulter zurück zum Van marschiere, denn ihm fällt mein immer noch watschelnder Gang auf. Wir kommen ins Gespräch, debattieren über die Europa-Politik und Mark erzählt, dass er gerade erst nach fünf Jahren um die Welt Segeln in die Heimat zurückgekehrt ist. Er fragt mich, ob ich einen Kaffee mit ihm trinken wolle und ich stimme zu. Mit Melli im Gepäck geht es, so denke ich, in das Café des Yachtclubs. Doch ich irre mich, Mark nimmt uns mit einem kleinen Beiboot  auf seinen Katamaran mit. Wir sind mehr als beeindruckt von dem schicken Boot und genießen die kommenden zwei Stunden auf Deck mit Kaffee in der Hand sehr und tollen Gesprächen, bevor es zurück ins Camper-Leben geht.

Horror-Trip ins Paradies!

Wir sind ja eigentlich in Airlie-Beach um auf unseren Segeltörn auf die Whitsunday-Islands zu gehen. Wir drei freuen uns riesig und haben Bilder von uns auf dem Segelschiff beim Sonnenuntergang vor Augen, wir beim schnorcheln umgeben von Fischschwärmen, wir an Deck des Bootes in der Sonne liegend. Tja, was wir dann drei Tage lang erleben ist das krasse Gegenteil. Ich will auch garnicht mehr genau drauf eingehen, sonst reg ich mich wieder auf! Nur so viel: Am zweiten Tag auf dem Boot wurden wir morgens um 6:00 Uhr geweckt, denn das Boot hatte ein Leck und fing an zu sinken. Ja, der Kapitän benutzte exakt dieses Wort! So ging es für uns in einen Hafen zurück, dass Boot wurde langwierig repariert, wir sind letztendlich am Nachmittag aufgebrochen, bei starken Wellengang und Regen weitergesegelt, der Großteil der Anwesenden hat sich dauernd übergeben (ich werde wirklich NICHT seekrank) und wir sind kurz vor Dämmerung endlich an Whitehaven-Beach angekommen. Das sollte eigentlich das Highlight des Trips werden, wir konnten den Strand rund 20 Minuten ohne Regen bei schlechtem Licht bestaunen. Nach weiteren 60 Minuten im Regen am Strand ging es zurück auf das Stinke-Sinke-Schiff und im Dunkeln bei starkem Seegang weiter. Am nächsten Morgen ging es im Regen auf den Outlook, der bei Sonnenschein sicherlich einen wunderbaren Ausblick auf Whitehaven-Beach bietet. Danach wurden wir von unserem Kapitän ins Wasser zum Schnorcheln gescheucht. Ich merkte davor schon an, dass der Wellengang sicherlich nicht zu guter Sicht beiträgt. Gut, das war dem guten Mann egal. Er musste ja nicht ins Wasser. Dieser Schnorchelgang war der bekloppteste meines Lebens, es gab NICHTS, wirklich nichts zu sehen…

Cape Tribulation – Regenwald, Spinnen und Krokodilwarnungen

Nach diesem Horror-Trip springen wir in Airlie-Beach sofort in unseren geliebten Van und machen uns auf den Weg nach Port Douglas, um am nächsten Tag weiter in den Daintree Nationalpark zu fahren. Dort am Cape Tribulation treffen Regenwald und das Great Barrier Reef aufeinander. Wirklich traumhaft. Der Regenwald lädt zu tollen Hikes ein, bei denen wir zum Schrecken von Tatjana und mir auf viele sehr (SEHR) große Spinnen gestoßen sind und uns die Krokodilwarnschilder doch etwas aus dem Konzept gebracht haben.

Good Bye Australia – die letzten Tage in Cairns

Tja, und dann heißt es auch schon nach zwei Monaten langsam Abschied von Australien zu nehmen. Zunächst verbringen Tatjana, Melli und ich noch ein paar Tage zusammen in Cairns, bevor sich als erstes Tatjana verabschieden muss und dann der nächste große Abschied ansteht: Melli und ich müssen unsere liebgewonnenen Van zurückgeben. Leicht fällt uns das nicht, wir belohnen uns mit einer Nacht in einem schönen Hotel bevor auch Melli fliegt. Und da bin ich. Ganz allein in Cairns, ohne einen wirklichen Plan, wie es für mich weitergeht. Nach einem Tauchgang am Great Barrier Reef (ich hab Haie gesehen!) und vielen Telefonaten mit meinen Freunden sehe ich etwas klarer und buche mir einen Flug nach Hawaii. Bye Bye Australia!

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Airlie-Beach

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Das Trio Infernale in der Lagune.

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Unser Morgen auf Marks Boot

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Ich und der Skipper des Grauens

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Noch lacht Melli!

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Die, die immer lacht. Wenigstens auf den Bildern.

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Die Sturmpause für ein Bilder genutzt

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Whitehaven-Beach

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Nein, das ist kein Teletubbie! Melli im Stingersuit

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Whitehaven-Beach

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Pole-Dancing unter Deck!

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Unter Deck war es seeeeehr kuschelig. Wenn sich keiner übergeben hat.

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Auf dem Weg nach Cape Tribulation

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Girls-Trip: Fraser-Island, wir kommen!

Nach zwei Tagen Großstadt langt es uns mit dem Trubel wieder und wir steuern von Brisbane für das Osterwochenende den Küstenort Noosa an. Noosa zeigt sich bei unserer Ankunft von seiner besten Seite: Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint, es ist heiß und es kommen uns zahllose Surfer mit ihren Boards auf der Straße entgegen. Wir haben das Glück hier unseren Campervan  bei Josh parken zu können und für ein paar Tage alle Annehmlichkeiten seiner Wohnung nutzen zu dürfen. Traumhaft!

Ich und wandern? Vielleicht besser drauf verzichten…

Am nächsten Morgen machen Melli und ich uns früh auf um den Coastal Walk zu machen. Und der lohnt sich! Ein wunderschöner Wanderweg entlang der Küste mit traumhaften kleinen Buchten, in denen sich die Surfer tummeln. Drei Stunden geht alles gut, doch kurz vorm Ende des Trails passiert es: Ich knicke um. Mal wieder. Bereits vor zwei Wochen hatte ich mir die Bänder am linken Fuß mit einer ähnlichen Aktion überdehnt. Das war dann etwas zu viel für den Fuß, die Bänder reißen in diesem Moment. Das bestätigt mir dann auch der Arzt und ich bekomme Schonung verordnet. Klappt so lala. Von Noosa sehe ich wirklich nicht mehr viel, aber eine paar Tage darauf entschließe ich mich, das Ganze zu ignorieren, denn es geht nach Fraser Island!

Mit dem 4wd über den 75-Mile-Beach brettern

In Rainbow Beach treffen wir Tatjana wieder und bekommen ein ausführliches Briefing für die Fraser-Tour, die am nächsten Morgen startet. Wir haben uns für eine 4wd Tagalong-Tour entschieden, wir fahren also selbst in Kolonne mit einem Guide über die Insel und schlafen zwei Nächte in einem Camp. Wir haben ein bisschen Pech. Uns wird mit absoluter Treffsicherheit die langweiligste Gruppe zugeordnet, die man sich vorstellen kann. So steigen wir am nächsten Morgen mit verklemmten deutschen Abiturientinnen ins Auto und hoffen zu dem Zeitpunkt noch, dass wir sie irgendwie knacken können. Doch die Hoffnung ist vergebens und sie bleiben langweilig, zickig und unsozial. Aber gut, man kann nicht immer Glück haben und wir sind ja zu dritt! Fraser Island heißt in der Sprache der Aborigines K`gari, also Paradies und gehört seit 1992 zum Unesco Kulturerbe. Wir fahren mit unserem 4wd durch den tiefen Sand, stundenlang am 75-Mile-Beach entlang (das ist ein offizieller Highway) und können kaum genug bekommen vom Ausblick. Nach einer holprigen Fahrt durch den Urwald (Tatjana erkennt dabei ungeahnte Talente in sich und will jetzt einen 4wd zu Weihnachten), stoppen wir am Lake McKenzie. Weißer Strand und tiefblaues Wasser erwarten uns als wir an das Ufer des Sees treten. Das kann locker mit der Karibik mithalten!

Camping bei den Butchallas

Am Nachmittag geht es das erste Mal in unser Camp, dass dem Aborigines-Stamm der Butchalla gehört. Wir schlafen dort in kleinen Zwei-Mann-Zelten, kochen zusammen und verbringen den Abend am Lagerfeuer. Als wir in unser Zelt krabbeln, weiß ich wieder, dass Zelten einfach nix für mich ist. Es ist unbequem, ich habe ständig Angst vor Spinnen und Schlangen und ich bekomme alles mit, was in den Zelten links und rechts neben uns vor sich geht. Darauf kann ich definitiv verzichten!

Die höchste Hai-Dichte Australiens

Tag zwei auf Fraser-Island startet mit den Champagne-Pools. Soll ganz schön gewesen sein, wurde mir von Melli und Tatjana erzählt, denn für mich waren die Dinger auf einem Berg dank meines Fußes unerreichbar. Ich habe also auf die Autos aufgepasst. Gleiches Spiel beim Indian Head. Aber hier habe ich die Zeit genutzt und mit Bretto, unserem Guide, tiefsinnige Gespräche geführt. Auf jeden Fall habe ich schonmal erfahren, dass das Meer vor Indian Head wohl das Hai-reichste in ganz Australien ist. Schön! Weiter geht es zum Eli-Creek, einem wunderschönen kleinen Fluss, der so klares Wasser liefert, das man es trinken kann. Dort warten Melli und ich bis unser Rundflug über die Inseln startet. Unsere kleine Maschine landet nur wenige Meter vor uns direkt am Strand, wir und noch drei weitere Reisende steigen zu unserem Model-Pilot in den Flieger und genießen einen Knaller-Ausblick auf die Insel. Unter uns sehen wir die riesigen Sanddünen, den dichten Urwald und die klaren blauen und grünen Seen.

Ein Abend mit den Aborigines

Zurück im Camp erwartetet uns an diesem Abend etwas ganz besonderes. Und ich meine nicht Melli, die für unsere Gruppe 10 Rumpsteaks grillt. Die Butchallas, die unser Camp betreiben, gesellen sich zu uns ans Lagerfeuer, erzählen von der Aborigines-Kultur, singen mit uns alte Stammeslieder und zeigen uns den passenden Tanz. Absolut beeindruckend!

Sonnenaufgang am Schiffswrack der Maheno

Der Wecker klingelt für uns am letzten Tag auf der Insel bereits um 4:00 Uhr. Denn Bretto möchte mit uns den Sonnenaufgang am Wrack der S.S. Maheno anschauen. Die Maheno ist ein ehemaliger Luxusliner, der 1935 an der Insel auf Grund lief und mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv für alle Besucher ist. Wir haben das Glück an diesem Morgen fast alleine dort zu stehen und sind alle ganz still als sich die Sonne über den Horizont schiebt. Nach diesem wunderbaren Start in den Tag fahren wir über unwegsames Gelände, Tatjanas juchzt wieder auf dem Fahrersitz des 4wd, an den Lake Bowarrady und können am Ufer jede Menge kleine Seeschildkröten beobachten. Und das läutet auch schon das Ende unseres Fraser-Island-Abenteuers ein. Zurück im Camp packen wir unsere Rucksäcke und fahren über den Strand an die Dolphin-Bay und warten auf die Fähre, die uns zurück nach Rainbow Beach bringt. Fraser war toll, keine Frage, aber als Melli und ich in unseren Camper-Van steigen sind wir doch sehr glücklich. Endlich keine störenden Mitreisenden mehr auf dem Rücksitz und wir können wieder tun und lassen was wir wollen!

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Das Trio Infernale auf der Fähre zum Abenteuer

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Wir hatten Spaß

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Der 75-Mile-Beach

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Traumhaft: Lake McKenzie

 

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Tatjanas nächstes Weihnachtsgeschenk

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Eli-Creek

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Gleich heben wir ab!

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Ach, was für ein Pilot!

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Der Chaoshaufen

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Gehört zu nem Abenteuer dazu: Platter Reifen

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Sonnenaufgangs-Romantik

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Durch und durch Australier: Bretto

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Mehr als offensichtlich, wer hier Spaß hat!

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Ein Touri-Bild muss auch ma sein

 

Roadtrip, die Zweite: Von Yamba bis nach Brisbane

Das kleine verschlafene Yamba kann uns nur kurz halten. Schon am nächsten Tag geht es für uns weiter. Über Ballina und Lennox Head, wo wir mit wunderbarem Blick aufs Meer unsere Mittagspause verbringen und dabei den Paraglidern zuschauen, geht es für uns ins gehypte Byron Bay. Und das zum Glück mit unserem Van, denn das Örtchen ist  (in unserer Budgetklasse) komplett ausgebucht. Byron Bay bringt das alles mit, was ich von einem australischen Surferort  erwartet habe: eine entspannte Atmosphäre, jede Menge gutaussehende Surfer, Surfschulen an jeder Ecke, schöne Cafés und kleine Restaurants, nette Shops und – für uns auf unserer Reise fast unersetzlich – einen Aldi!

Andrew – ein wahren Glückstreffer

Als wir in den Ort reinfahren, weiß ich sofort: Byron Bay, Du gefällst mir. Und wir bleiben trotz viel Regen fünf Tage. Fünf Tage, die wir im Garten von Andrew verbringen. Andrew ist meine zweite wunderbare Erfahrung mit der australischen Gastfreundschaft. Wir lernen ihn kennen, erzählen ihm von unserer Reise und er bietet uns sofort an, unseren kleinen Van in seinem Garten zu parken und dort die nächsten Tage zu campieren. Was für ein Glückstreffer! Und es wird noch besser als er uns von der Dusche und der Toilette berichtet, die im Garten sind. Und eigentlich wird es noch besser als wir am nächsten Morgen aufwachen und ich merke, dass wir ganze 150 Meter vom Strand entfernt wohnen. Einfach unglaublich! So nehme ich für die Zeit in Byron Bay meine Sportroutine wieder auf und gehe jeden Morgen am Strand laufen. Dort treffe ich viele andere Strandgänger, die mit ihren Hunden unterwegs sind, Yoga machen oder das Surfbrett unter dem Arm haben. Und fast alle halten auf einen kurzen Plausch an.

Brasilianer sind die besseren Surflehrer

Wo auch wenn nicht in Byron Bay machen wir dann auch den obligatorischen Surfkurs. Im ersten Moment freut sich einer ganz weit weg wohl am meisten darüber: Ben, zu dem Zeitpunkt in Kambodscha, kann es kaum fassen, dass es mich nun endlich auch gepackt hat. Hatte er es doch auf Bali immer wieder erfolglos versucht, mich zu motivieren. Ich bin ehrlich, die Motivation steigt enorm als ich unseren Surflehrer sehe: Rrrrrrooooodddrrrrriiiigggooooooo, Brasilianer, Musiker, lange durchs Salzwasser gebleichte Haare. Hach, was soll ich sagen? Ein Träumchen! Auf dem Weg zum Kurs sind Melli und ich noch davon überzeugt, dass wir wahrscheinlich keine einzige Welle stehen und nach einer Stunde frustriert das Surfboard in den Sand schmeißen. Mit den anderen und unseren Surflehrern machen wir uns im Bus auf den Weg nach Lennox Head, wo die Wellen Anfängergeeignet sind. Im Bus lernen wir uns mit einem „wunderbaren“ Spiel näher kennen: Jeder muss den besten oder schlechtesten Anmachspruch zum Besten geben, den er jemals ertragen musste. Natürlich auch Rodrigo. Doch mir ist klar, Rodrigo muss mit seinem wunderbaren Akzent eigentlich nur diesen einen Satz sagen, um die Herzen der Mädels zu erobern: My name is Rodrigo, I’m from Brasil and I’m a surf instructor. Und damit wäre die Sache geritzt.

Also, aufgrund des ansprechenden Lehrermaterials ist mein Ehrgeiz geweckt. Nach ein bisschen Theorie geht es für uns im strömenden Regen (wie auch sonst) ins Wasser. Rodrigo weist mich nochmal an, wie ich mich auf dem Brett zu positionieren habe und dann kommt sie auch schon, meine erste Welle. Und, glaubt es oder glaubt es nicht, ich stehe diese erste Welle eins A und reite sie bis zum Strand. Ich bin verzückt und auch den Großteil der anderen Wellen reite ich fürs erste Mal ziemlich gut. Sagt auch Rodrigo.

Das heißeste Accessoire in Byron Bay: Regenjacke!

Mit dem Wetter haben wir in Byron Bay leider wieder ein bisschen Pech. Aber wir machen das Beste draus! So fahren wir nach Mullumbimby zu einem Hippiemarkt, der seinem Namen absolut gerecht wird. Uns erwarten viel Batik, viele Dreadlocks, viel veganes Essen und viele andere pflanzliche Substanzen. Wir treffen uns mit Tatjana, die mittlerweile mit dem Greyhoundbus parallel zu uns reist, buchen unsere Trips nach Fraser Island und auf die Whitsundays und treiben den Travelagent mit meiner Feilscherei fast in den Wahnsinn (Asien war mir hier eine gute Lehre). Wir verbringen lustige Nächte auf einer Party im Beach Hotel und in den Bars von Byron Bay mit Andrew und seinen Freunden. Und bei all diesen Aktivitäten darf das wichtigste Teil in Byron Bay nie fehlen: Meine Regenjacke ist immer dabei!

Sonne in Brissie. Endlich!

Nach Byron Bay verlassen wir auch New South Wales, weiter geht es nach Queensland. Eigentlich war unser Plan, einen Stopp in Surfers Paradise einzulegen. Als wir die Hochhäuser, die direkt an den Strand grenzen, dann aber in Natura sehen, gucken wir uns an, schütteln den Kopf und geben dem Ort nur Zeit für einen Kaffee und ein bisschen WLAN. Dann schmeiß ich mich wieder hinters Steuer und wir reißen die weiteren Kilometer nach Brisbane runter. Dort erwartet uns auch schon Tatjana und wir verbringen tags drauf einen schönen, sonnigen Tag an der Stadt am Brisbane River. Wir laufen mit unserem Free-Guide, die uns ganz viel Spannendes zu berichten weiß, durch die Straßen, besuchen die Town Hall, machen eine Bootsfahrt auf dem Fluss, gehen am South Bank-Ufer an der Lagune spazieren und lassen den Tag in einem Pub am Fluss ausklingen. Wieder einmal bin ich total begeistert, was mir in Australien alles for free geboten wird: die City-Guides, einige Buslinien, die Bootsfahrt und das Schwimmen in der Lagune. Einfach toll und zu Hause undenkbar!

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Lennox Head

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Mein Byron-Bay Lieblingsbild: Morgens alleine am Strand

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Kein Mensch außer mir da!

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Theorie mit Rodrigo (Bild: Stoked)

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An der Eleganz feile ich noch. Aber guckt, wie Rodrigo und ich uns freuen! (Bild: Stoked)

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Die Deutsche Eiche auf dem Surfbrett (Bild: Stoked)

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Frühstück mit Ausblick

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Der Markt in Mullumbimby

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Guten Morgen im Van! Die ungeschminkte Wahrheit

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Der komplette Inhalt unseres Vans in Andrews Garten

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Das Trio Infernale mit Larissa

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Blick auf Brisbane vom Mount Gravatt

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Town Hall in Brisbane

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Bootsfahrt auf dem Brisbane River

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Skyline mit Story-Bridge

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Die Lagune am South Bank

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Zwei Mädels auf der Straße von Sydney nach Cape Tribulation – Los geht’s

Mitte März starten Melli und ich in unser  großes Australien-Abenteuer. Mit unserem winzigen Van geht es von Sydney bis hoch nach Cape Tribulation. Gestoppt wird überall, wo es uns gefällt und wenn es uns nicht gefällt, fahren wir einfach weiter – egal was der Reiseführer und all die Australien-Spezialisten sagen. Nachdem wir unser wunderbares Gefährt entgegengenommen haben, geht es erstmal einkaufen! Unmengen an Essen landen im knapp bemessenen Stauraum des Vans und auch so wunderbares Mädelsgedöns wie Kerzen für die romantischen Abende am Strand und Fliegengitter als Spinnenschutz dürfen natürlich nicht fehlen.

Reisen im Camper-Van – wie kuschelig

Als ich meinen Freundinnen erzähle, dass ich nun mit dem Camper unterwegs bin, sind sie entzückt, schicken mir Bildchen von süßen VW-Bussen und schreiben etwas von „super gemütlich“ und „richtig kuschelig“. Jaja, das ist es! Seeeeehr kuschelig. Denn letztendlich ist unser „Camper“ ein ganz normaler Familien-Van von Toyota, aus dem die Rückbank ausgebaut wurde und man die vorhandene Bank zum Bett umfunktionieren kann. Also, eigentlich ist es einfach nur ein fahrendes Bett. In Australien in den meisten Fällen kein Problem – wenn es regnet wird es dann aber doch klaustrophobisch. Dazu später mehr.

Feuertaufe: Der erste Linksverkehr und das in Sydney

Nachdem wir zwei das Ding bis unters Dach mit unserem Krempel und den Einkäufen vollgestopft haben, geht es los. Wagemutig schmeiße ich mich hinters Lenkrad – Linksverkehr kann ja nicht so schwer sein. Melli und ich waren uns einig, wie spitze es ist, dass wir das Auto etwas außerhalb abholen und ich uns somit nicht gleich durch den Stadtverkehr von Sydney manövrieren muss. Unser Navi ist da anderer Meinung. Denn kurz darauf fahren wir in der Rushhour einmal komplett durch die City. Ich sehe es als Feuertaufe und bin stolz auf mich, als ich anderthalb Stunden später leicht gestresst endlich auf die verdammte Autobahn biege. Von da an ist es sehr entspannt, fast einschläfernd, denn in Australien gilt an ausgewählten Stellen das halsbrecherische Tempo von 110 km/h als Höchstgeschwindigkeit, meist tuckert man aber mit maximal 100 über die Highways.

Raus aus der Komfortzone: Public Toilets and Showers

Unser erster Stopp ist Nelson Bay, wo wir am Strand essen und die erste Nacht gut in unserem neuen Zuhause schlafen. Na, und das Frühstück am Strand ist schon ein Highlight. Alle, die schon mal in Australien wissen, dass es überall tolle Picknickplätze mit Tischen und Bänken gibt, wenn man Glück hat, ist sogar noch eine elektrische Grillstation dabei, die man kostenfrei benutzen kann. Tja, und dank unserer Strecke entlang der Küste, nutzen wir die vielen Public Showers, die es an jedem Strand gibt und im besten Fall sind das sogar abschließbare  Einzelkabinen. So, und jetzt fallen meiner Mutter gerade die Augen raus. Denn das war ihr sicher nicht klar. Ich bin meinem Motto „Raus aus der Komfortzone“ auch hier mehr als treu.

Nur schönes Wetter in Australien? Ein Märchen

Weiter geht’s entlang der Küste, wir fahren durch den wunderschönen Myall Nationalpark, besteigen die Dark Point Düne und begegnen auf den Straßen nur selten einem anderen Auto. Auf dem Weg nach Forster beginnt es zu regnen und wir verbringen den Abend an einer weiteren BBQ-Station, kochen und tragen zu Shorts unsere Regenjacken. Wir wachen auf bei Regen, lassen uns von einem anderen Camper dabei helfen unseren kleinen Gaskocher zu reparieren und steigen dann wieder in unser Gefährt. Nächster Stopp ist Port Macquarie, bei Regen! Bei dem Wetter bleibt uns eigentlich erstmal nichts anderes übrig als uns in ein Café zu setzen, das WLAN auszukosten und auf Sonnenschein zu warten. Und das ist das Gute in Australien: Das Wetter ändert sich eigentlich minütlich! Den Nachmittag verbringen wir im Koala Hospital, in das kranke und verletzte Koalas eingeliefert, gesund gepflegt und danach, wenn es ihr Zustand zulässt, wieder ausgesetzt werden. Wir erleben dort eine tolle Führung  und ich treffe ganz unverhofft Tatjana wieder, die ich in meinem Hostel in Sydney kennengelernt habe.

Und schon wieder Regen: Coeffs Harbour

Am späten Nachmittag sind Melli und ich „on the road again“, nächster Halt ist Coeffs Harbour, das wir, wie auch sonst, im strömenden Regen erreichen. Langsam ist unsere Stimmung gedrückt, denn das Leben in einem Auto bei schlechtem Wetter ist doch nicht ganz so schön. Die Klamotten sind feucht, trocknen nicht mehr und das Auto bietet außer der Fahrerkabine keinen Platz zum Sitzen. Also fallen wir mit Laptop, Handys und diversen Ladekabeln bewaffnet in einem Pub ein, laden all unser Zeug auf, wärmen uns auf und verbringen den Abend mit einem lustigen Haufen neuseeländischer Surfer.

Das Wunder von Yamba

Der nächste Morgen bietet uns etwas komplett Unerwartetes: Die Sonne scheint. Wir schmeißen alle Pläne über den Haufen und verbringen den Tag am Strand und zelebrieren unseren ERSTEN Strandtag. Somit schaffen wir es auch abends nur noch bis nach Yamba, einem sehr kleinen verschlafenen Örtchen mit tollen Stränden. Durch und durch Camper schnappen wir uns in der Dämmerung unsere Reisestühle, eine Flasche Wein und setzen uns ans Wasser. Und da passiert es: erst sind wir uns unsicher, ob wir die Finne im Wasser wirklich gesehen haben. Doch einige Sekunden taucht sie wieder auf und daneben noch eine und noch eine… Ein ganzer Schwarm Delfine tollt im flachen Wasser herum und beschert uns einen wundervollen Abend! Wir sind happy und können unser Glück kaum fassen, dass wir ganz alleine mit den Delfinen sind.

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Das isser!

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Home sweet home

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Wir haben Hunger. Immer!

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Das erste Frühstück am Strand

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Myall Lake National Park

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On the road

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Camperleben: Kochen an der öffentlichen BBQ-Station

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Gern getragen: Die Regenjacke!

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Beruhigend: Spinnenwarnung in Port Macquarie. Man beachte das Exemplar ganz oben rechts. Von der habe ich nun eine bleibende Erinnerung auf der Schulter.

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Ein Nachmittag im Koala-Hospital

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Endlich Sonne in Coeffs Harbour

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Das Ding wäre ein Traum!

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Am Blue-Pool in Yamba

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Yamba

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Und weiter geht’s nach Byron Bay!