Girls-Trip: Fraser-Island, wir kommen!

Nach zwei Tagen Großstadt langt es uns mit dem Trubel wieder und wir steuern von Brisbane für das Osterwochenende den Küstenort Noosa an. Noosa zeigt sich bei unserer Ankunft von seiner besten Seite: Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint, es ist heiß und es kommen uns zahllose Surfer mit ihren Boards auf der Straße entgegen. Wir haben das Glück hier unseren Campervan  bei Josh parken zu können und für ein paar Tage alle Annehmlichkeiten seiner Wohnung nutzen zu dürfen. Traumhaft!

Ich und wandern? Vielleicht besser drauf verzichten…

Am nächsten Morgen machen Melli und ich uns früh auf um den Coastal Walk zu machen. Und der lohnt sich! Ein wunderschöner Wanderweg entlang der Küste mit traumhaften kleinen Buchten, in denen sich die Surfer tummeln. Drei Stunden geht alles gut, doch kurz vorm Ende des Trails passiert es: Ich knicke um. Mal wieder. Bereits vor zwei Wochen hatte ich mir die Bänder am linken Fuß mit einer ähnlichen Aktion überdehnt. Das war dann etwas zu viel für den Fuß, die Bänder reißen in diesem Moment. Das bestätigt mir dann auch der Arzt und ich bekomme Schonung verordnet. Klappt so lala. Von Noosa sehe ich wirklich nicht mehr viel, aber eine paar Tage darauf entschließe ich mich, das Ganze zu ignorieren, denn es geht nach Fraser Island!

Mit dem 4wd über den 75-Mile-Beach brettern

In Rainbow Beach treffen wir Tatjana wieder und bekommen ein ausführliches Briefing für die Fraser-Tour, die am nächsten Morgen startet. Wir haben uns für eine 4wd Tagalong-Tour entschieden, wir fahren also selbst in Kolonne mit einem Guide über die Insel und schlafen zwei Nächte in einem Camp. Wir haben ein bisschen Pech. Uns wird mit absoluter Treffsicherheit die langweiligste Gruppe zugeordnet, die man sich vorstellen kann. So steigen wir am nächsten Morgen mit verklemmten deutschen Abiturientinnen ins Auto und hoffen zu dem Zeitpunkt noch, dass wir sie irgendwie knacken können. Doch die Hoffnung ist vergebens und sie bleiben langweilig, zickig und unsozial. Aber gut, man kann nicht immer Glück haben und wir sind ja zu dritt! Fraser Island heißt in der Sprache der Aborigines K`gari, also Paradies und gehört seit 1992 zum Unesco Kulturerbe. Wir fahren mit unserem 4wd durch den tiefen Sand, stundenlang am 75-Mile-Beach entlang (das ist ein offizieller Highway) und können kaum genug bekommen vom Ausblick. Nach einer holprigen Fahrt durch den Urwald (Tatjana erkennt dabei ungeahnte Talente in sich und will jetzt einen 4wd zu Weihnachten), stoppen wir am Lake McKenzie. Weißer Strand und tiefblaues Wasser erwarten uns als wir an das Ufer des Sees treten. Das kann locker mit der Karibik mithalten!

Camping bei den Butchallas

Am Nachmittag geht es das erste Mal in unser Camp, dass dem Aborigines-Stamm der Butchalla gehört. Wir schlafen dort in kleinen Zwei-Mann-Zelten, kochen zusammen und verbringen den Abend am Lagerfeuer. Als wir in unser Zelt krabbeln, weiß ich wieder, dass Zelten einfach nix für mich ist. Es ist unbequem, ich habe ständig Angst vor Spinnen und Schlangen und ich bekomme alles mit, was in den Zelten links und rechts neben uns vor sich geht. Darauf kann ich definitiv verzichten!

Die höchste Hai-Dichte Australiens

Tag zwei auf Fraser-Island startet mit den Champagne-Pools. Soll ganz schön gewesen sein, wurde mir von Melli und Tatjana erzählt, denn für mich waren die Dinger auf einem Berg dank meines Fußes unerreichbar. Ich habe also auf die Autos aufgepasst. Gleiches Spiel beim Indian Head. Aber hier habe ich die Zeit genutzt und mit Bretto, unserem Guide, tiefsinnige Gespräche geführt. Auf jeden Fall habe ich schonmal erfahren, dass das Meer vor Indian Head wohl das Hai-reichste in ganz Australien ist. Schön! Weiter geht es zum Eli-Creek, einem wunderschönen kleinen Fluss, der so klares Wasser liefert, das man es trinken kann. Dort warten Melli und ich bis unser Rundflug über die Inseln startet. Unsere kleine Maschine landet nur wenige Meter vor uns direkt am Strand, wir und noch drei weitere Reisende steigen zu unserem Model-Pilot in den Flieger und genießen einen Knaller-Ausblick auf die Insel. Unter uns sehen wir die riesigen Sanddünen, den dichten Urwald und die klaren blauen und grünen Seen.

Ein Abend mit den Aborigines

Zurück im Camp erwartetet uns an diesem Abend etwas ganz besonderes. Und ich meine nicht Melli, die für unsere Gruppe 10 Rumpsteaks grillt. Die Butchallas, die unser Camp betreiben, gesellen sich zu uns ans Lagerfeuer, erzählen von der Aborigines-Kultur, singen mit uns alte Stammeslieder und zeigen uns den passenden Tanz. Absolut beeindruckend!

Sonnenaufgang am Schiffswrack der Maheno

Der Wecker klingelt für uns am letzten Tag auf der Insel bereits um 4:00 Uhr. Denn Bretto möchte mit uns den Sonnenaufgang am Wrack der S.S. Maheno anschauen. Die Maheno ist ein ehemaliger Luxusliner, der 1935 an der Insel auf Grund lief und mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv für alle Besucher ist. Wir haben das Glück an diesem Morgen fast alleine dort zu stehen und sind alle ganz still als sich die Sonne über den Horizont schiebt. Nach diesem wunderbaren Start in den Tag fahren wir über unwegsames Gelände, Tatjanas juchzt wieder auf dem Fahrersitz des 4wd, an den Lake Bowarrady und können am Ufer jede Menge kleine Seeschildkröten beobachten. Und das läutet auch schon das Ende unseres Fraser-Island-Abenteuers ein. Zurück im Camp packen wir unsere Rucksäcke und fahren über den Strand an die Dolphin-Bay und warten auf die Fähre, die uns zurück nach Rainbow Beach bringt. Fraser war toll, keine Frage, aber als Melli und ich in unseren Camper-Van steigen sind wir doch sehr glücklich. Endlich keine störenden Mitreisenden mehr auf dem Rücksitz und wir können wieder tun und lassen was wir wollen!

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Das Trio Infernale auf der Fähre zum Abenteuer

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Wir hatten Spaß

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Der 75-Mile-Beach

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Traumhaft: Lake McKenzie

 

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Tatjanas nächstes Weihnachtsgeschenk

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Eli-Creek

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Gleich heben wir ab!

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Ach, was für ein Pilot!

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Der Chaoshaufen

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Gehört zu nem Abenteuer dazu: Platter Reifen

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Sonnenaufgangs-Romantik

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Durch und durch Australier: Bretto

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Mehr als offensichtlich, wer hier Spaß hat!

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Ein Touri-Bild muss auch ma sein