Costa Rica, die Zweite: Entspanntes Strandleben in Puerto Viejo

In Santa Elena trennen Melli und ich uns von den anderen und machen uns auf den Weg nach San Jose, die Hauptstadt von Costa Rica. Für uns ist die Großstadt nur ein Zwischenstopp und wir verbringen einen Nachmittag in den vollen der Straße der Metropole bevor wir uns am Abend mit Glenn und Ross im Hostel treffen, um gemeinsam am nächsten Morgen einen weiteren Bus zu besteigen, der uns nach Puerto Viejo de Talamanca bringt. Der kleine Surferort in der Nähe der Grenze zu Panama liegt an der Karibikküste und bietet alles, was man für ein paar entspannte Tage braucht: Strände, kleine Restaurants, Bars und jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge. Wir wohnen in einem tollen Hostel (eines meiner Favoriten bis jetzt) und verbringen, nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, erstmal etwas Zeit am Strand. An diesem Nachmittag entspricht das nicht unbedingt dem, was man sich unter einem Karibiktraum vorstellt. Der Himmel ist grau und es braut sich ein Gewitter zusammen, der Sand ist dunkel, das Meer auch. Doch es tut so gut sich nach der sechsstündigen Busfahrt ohne Klimaanlage bei rund 38 Grad endlich etwas abkühlen zu können.

Das Leben im Hostel – kochen, Karten spielen und jede Menge Bier

Am Abend entschließen wir uns die Hostelküche in Beschlag zu nehmen. Schon der Einkauf für unser Abendessen ist zum Totlachen: wir vier flitzen durch den Supermarkt, jeder kommt mit „unverzichtbaren“ Lebensmitteln zurück, die letztendlich nur auf Heißhunger zurückzuführen sind, und die ersten Bierdosen werden bereits an der Kasse geöffnet. Wir kaufen definitiv viel zu viel, sind mit unserer Beute aber mehr als glücklich. Der Abend wird zu einem klassischen Hostelabend, von denen noch viele in den kommenden Wochen folgen werden. Glenn und Ross übernehmen das Zepter in der Küche, wir dürfen assistieren und staunen über die Massen an Essen, die kurz darauf auf dem Tisch stehen. Im Laufe des Abends wächst unsere Gruppe nach und nach an, wir spielen dubiose Karten- und Trinkspiele und entschließen uns irgendwann doch noch auf die einzige Party im Ort zu gehen, die an diesem Abend stattfindet.

Der lokale Dealer als Mitfahrgelegenheit

Auf der Straße bemerken wir schnell, dass wir wohl laufen müssen, denn Taxis sind weit und breit nicht zu entdecken. Doch die Jungs halten einfach einen vorbeifahrenden Pick Up an und fragen den Tico (so werden die Einwohner Costa Ricas genannt), ob er uns zur Party bringen könnte. Macht er dann auch, also springen wir alle auf die Ladefläche und lassen uns an der Bar absetzen. Letztendlich stellt sich heraus, dass der freundliche Mann der ortansässige Großdealer war. So Geschichten passieren einem nun mal in Zentralamerika…

Hangover  in der Tierauffangstation

Nach einer rauschenden Partynacht, so gut wie keinem Schlaf und einem ausgiebigen Katerfrühstück, mieten wir uns am nächsten Morgen Räder um ins Jaguar Rescue Center zu fahren. Dort werden beschlagnahmte, verletzte und misshandelte Tiere aufgenommen und nachdem sie sich wieder erholt haben in der Wildnis ausgesetzt (soweit möglich). Wir sehen Faultiere, Affen, Leoparden, Schlangen, Ameisenbäre und vieles mehr. Nach der tollen Führung dort geht’s weiter an den Strand und wir kurieren den Hangover aus. Die kommenden Tage in Puerto Viejo sind entspannt, das Wetter ist heiß und wir bereiten uns langsam auf die nächste Grenzüberschreitung vor. Panama ruft! Und somit auch das dritte und letzte Land, das wir in Zentralamerika bereisen werden.

Costa Rica – ganz nett, aber nicht mein Favorit

Von Costa Rica bin ich ganz ehrlich nicht sonderlich angetan. Landschaftlich kann Nicaragua in vielen Belangen mithalten und seine Bewohner begegneten uns wesentlich herzlicher als es die Ticos tun. Und letztendlich ist Costa Rica natürlich auch im Vergleich zu einigen anderen Ländern in Zentralamerika unheimlich teuer und mutet wie ein kleines Amerika an. Man kann es raus lesen, dass ich keine eindeutige Reiseempfehlung für Costa Rica abgeben würde, aber natürlich habe ich auch nur einige Stationen im Land besucht.

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Keine Klimaanlage, 38 Grad und 6 Stunden im Bus. Läuft!

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Top Stimmung – und der Schweiß fließt

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Das Pagalu Hostel

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Männer und Hunde…

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An dem Tag musste sogar der Einkauf dokumentiert werden

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Mehr als assistieren war für uns nicht drin

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Ross und „seine“ Mädels

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Jesse verrät mir die Geheimnisse des Beer Pong

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Jesse, Glenn und Melli in Schieflage

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Katerfrühstück at it’s best

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Mit dem Rad durch Puerto Viejo

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Gleich geht’s ins Jaguar Rescue Center

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Warum sich Costa Rica einen Frosch als Wahrzeichen ausgesucht hat?

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Spinnen gibt’s auch

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Awwwwwwwwww

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Vulkan, Nebelwälder und mit dem Auto durch den Fluss – Wir sind in Costa Rica!

Sagen wir es mal so, der Start in Costa Rica war nicht ganz reibungslos. Unser Plan war, bis 16:00 Uhr mit unserem Mietwagen an der Grenze zu sein, diese zu Fuß zu passieren und auf der anderen Seite unseren nächsten Mietwagen in Empfang zu nehmen. Da wir es aber sehr entspannt haben angehen lassen, waren wir mit allem zu spät. Als wir die Grenze überschreiten und in Costa Rica unseren Mietwagen in Empfang  nehmen wollen, ist das Büro bereits geschlossen. Mit der Hilfe der Mitarbeiter der angrenzenden Geschäfte kriegen wir letztendlich jemand ans Telefon, der uns verspricht, in spätestens einer Stunde mit unserem Wagen an der Grenzstation aufzuschlagen. Also warten wir, alle ziemlich müde und zerstreut und sind mehr als glücklich, als wir unser Auto in Empfang nehmen dürfen.

Kein schöner Start in Costa Rica

Der Schock kommt bei unserer Ankunft in Liberia: Beim Ausladen des Kofferraums bemerken wir, dass einer der Daypacks fehlt. Schande! In dem ganzen Trubel muss sich jemand Danielas Rucksack geschnappt haben und wir haben es einfach nicht bemerkt. Sie nimmt es mit unglaublicher Fassung  und lässt sich dadurch ihren Urlaub nicht vermiesen.

Der nächste Vulkan ruft – La Fortuna

Nach Liberia geht es für uns über kurvige Straßen in die Berge: La Fortuna erwartet uns. Für die nur knapp 130 Kilometer brauchen wir geschlagene dreieinhalb Stunden und sind froh als wir im Dunkeln endlich in den kleinem Ort ankommen. La Fortuna hat sich vom verschlafenen Bergdorf in den vergangenen Jahren zum Mekka für Backpacker und Abenteuerlustige gemausert. Denn neben diversen Treks zum Vulkan Arenal , einem der aktivsten in ganz Costa Rica, gibt es jede Menge zu tun: Rafting, Ziplining, unendliche Wanderwege und vieles mehr wird angeboten. Für uns steht eine Wanderung im Nationalpark am Fuß des Arenals über die erkalteten Lavazungen auf dem Plan. Der rund 1.600 hohe Vulkan galt als erloschen bis er 1968 plötzlich ausbrach und ein ganzes Dorf vernichtete. Danach herrschte erstmal wieder Ruhe, doch seit 1981 ist er wieder ständig aktiv.

Die Wanderung durch den Nationalpark ist wunderschön und vielseitig: Wir starten in sattem Grün, gehen an Bananenstauden, Guavenbäumen und Ananassträuchern vorbei, stapfen schwitzend durch den Urwald und erreichen nach einem kleinen Aufstieg letztendlich die Lavafelder mit Blick auf den Vulkan – beeindruckend!

Ein 4wd zahlt sich in Costa Rica aus

Auf dem Weg nach Santa Elena/Monteverde dürfen wir hautnah erfahren, warum die Autovermietung uns wärmstens einen 4wd für Costa Rica empfohlen hat. Durch den ständigen Regen hat sich ein kleiner Bach in einen Fluss verwandelt, der die Straße überspült. Wir beobachten erstmal einige andere Autos, die sich durch die Fluten kämpfen. Das sieht für uns machbar aus und wir trauen uns. Doch bei der Fahrt durchs Wasser halten wir alle die Luft an und hoffen, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Nachdem wir es sicher ans andere Ufer geschafft haben, sind wir mächtig stolz!

Nebelwälder und herbstliche Temperaturen in Santa Elena

Unser nächster Stopp ist die Nebelwaldregion um Santa Elena/Monteverde. Und dieser Ort lässt Melli und mich zittern, denn auf einer Höhe zwischen 1.300 und 1.600 Metern liegen die Temperaturen doch deutlich unter dem, was wir seit Wochen gewöhnt sind. Also schlottern wir Temperaturen um die 20 Grad. Die Wälder rund um Santa Elena zählen zu den ursprünglichsten in ganz Costa Rica und bieten eine unglaubliche Pflanzenwelt, die wir bei unserem kleinen Trek erkunden.  Leuchtende Blüten, bemooste Bäume, Lianen und alle Schattierungen von Grün säumen unseren Weg. Der Skywalk, Hängebrücken, die sich auf bis zu 58 Meter über dem Boden durch denn Nebelwald schlängeln, macht die Aussicht unvergesslich und zeigt uns die beeindruckende Größe der grünen Riesen. Auf den schwingenden Hängebrücken werden wir zu Spielkindern und haben jede Menge Spaß daran, die eine mehr die andere vielleicht auch etwas weniger, die Dinger so richtig zum Schaukeln zu bringen.

Für Melli und mich geht es nach Santa Elena weiter nach San Jose, wo wir uns mit Glenn und Ross treffen um gemeinsam nach Puerto Viejo weiterzureisen.

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Mit diesem Blick starten wir unsere Wanderung am Fuß des Vulkans Arenal

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Das ist er: Arenal

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Die drei Grazien 

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Auf geht’s den Vulkan immer im Blick

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Man sieht es nicht direkt: Der Schweiß strömt uns vom Körper

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Wir kommen langsam näher

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Wir schwitzen bei unglaublicher Schwüle

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Eine der abenteuerlichen Brücken, die wir auf dem Weg nach Santa Elena passieren

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Erster Blick auf die Nebeldwälder

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Der Skywalk in Santa Elena

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Bananen klauen – neues Hobby

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Im Nebelwald