Roadtrip, die Letzte: von Rockhampton über die Whitsunday-Islands bis nach Cape Tribulation

Nach Rainbow Beach ist unsere nächste Station auf unserem Roadtrip Rockhampton. Melli und mich hat vor allem der Titel „Beef Capital of Australia“ überzeugt, dort einen Stopp einzulegen. Somit stand dort auch alles im Zeichen der Rinder: Morgens geht es zu einer Cattle Auction, wo wir auf wahre australische Cowboys treffen, den Nachmittag verbringen wir im Zoo (ohne Kühe!) und abends essen wir das beste Steak unseres Trips im Great Western Hotel. Und eigentlich wollten wir auch ein Rodeo besuchen, aber das fand leider an diesem Tag nicht statt.

Auf nach Airlie-Beach

Über einsame Straßen fahren wir die lange Strecke bis nach Airlie-Beach, wo wir uns mit Tatjana verabredet haben. Wir verbringen zu Dritt entspannte Tage in dem kleinen Ort und liegen meist an der Lagune in der Ortsmitte, denn ins Meer kann man hier nur mit Stingersuit, der Quallen wegen. Als Melli und ich bei unserer Morgenroutine am Hafen ganz unverhofft Mark kennenlernen, wird mir mal wieder deutlich, wie offen und gastfreundlich die Australier sind. Mark spricht mich an als ich gerade mit Handtuch über der Schulter zurück zum Van marschiere, denn ihm fällt mein immer noch watschelnder Gang auf. Wir kommen ins Gespräch, debattieren über die Europa-Politik und Mark erzählt, dass er gerade erst nach fünf Jahren um die Welt Segeln in die Heimat zurückgekehrt ist. Er fragt mich, ob ich einen Kaffee mit ihm trinken wolle und ich stimme zu. Mit Melli im Gepäck geht es, so denke ich, in das Café des Yachtclubs. Doch ich irre mich, Mark nimmt uns mit einem kleinen Beiboot  auf seinen Katamaran mit. Wir sind mehr als beeindruckt von dem schicken Boot und genießen die kommenden zwei Stunden auf Deck mit Kaffee in der Hand sehr und tollen Gesprächen, bevor es zurück ins Camper-Leben geht.

Horror-Trip ins Paradies!

Wir sind ja eigentlich in Airlie-Beach um auf unseren Segeltörn auf die Whitsunday-Islands zu gehen. Wir drei freuen uns riesig und haben Bilder von uns auf dem Segelschiff beim Sonnenuntergang vor Augen, wir beim schnorcheln umgeben von Fischschwärmen, wir an Deck des Bootes in der Sonne liegend. Tja, was wir dann drei Tage lang erleben ist das krasse Gegenteil. Ich will auch garnicht mehr genau drauf eingehen, sonst reg ich mich wieder auf! Nur so viel: Am zweiten Tag auf dem Boot wurden wir morgens um 6:00 Uhr geweckt, denn das Boot hatte ein Leck und fing an zu sinken. Ja, der Kapitän benutzte exakt dieses Wort! So ging es für uns in einen Hafen zurück, dass Boot wurde langwierig repariert, wir sind letztendlich am Nachmittag aufgebrochen, bei starken Wellengang und Regen weitergesegelt, der Großteil der Anwesenden hat sich dauernd übergeben (ich werde wirklich NICHT seekrank) und wir sind kurz vor Dämmerung endlich an Whitehaven-Beach angekommen. Das sollte eigentlich das Highlight des Trips werden, wir konnten den Strand rund 20 Minuten ohne Regen bei schlechtem Licht bestaunen. Nach weiteren 60 Minuten im Regen am Strand ging es zurück auf das Stinke-Sinke-Schiff und im Dunkeln bei starkem Seegang weiter. Am nächsten Morgen ging es im Regen auf den Outlook, der bei Sonnenschein sicherlich einen wunderbaren Ausblick auf Whitehaven-Beach bietet. Danach wurden wir von unserem Kapitän ins Wasser zum Schnorcheln gescheucht. Ich merkte davor schon an, dass der Wellengang sicherlich nicht zu guter Sicht beiträgt. Gut, das war dem guten Mann egal. Er musste ja nicht ins Wasser. Dieser Schnorchelgang war der bekloppteste meines Lebens, es gab NICHTS, wirklich nichts zu sehen…

Cape Tribulation – Regenwald, Spinnen und Krokodilwarnungen

Nach diesem Horror-Trip springen wir in Airlie-Beach sofort in unseren geliebten Van und machen uns auf den Weg nach Port Douglas, um am nächsten Tag weiter in den Daintree Nationalpark zu fahren. Dort am Cape Tribulation treffen Regenwald und das Great Barrier Reef aufeinander. Wirklich traumhaft. Der Regenwald lädt zu tollen Hikes ein, bei denen wir zum Schrecken von Tatjana und mir auf viele sehr (SEHR) große Spinnen gestoßen sind und uns die Krokodilwarnschilder doch etwas aus dem Konzept gebracht haben.

Good Bye Australia – die letzten Tage in Cairns

Tja, und dann heißt es auch schon nach zwei Monaten langsam Abschied von Australien zu nehmen. Zunächst verbringen Tatjana, Melli und ich noch ein paar Tage zusammen in Cairns, bevor sich als erstes Tatjana verabschieden muss und dann der nächste große Abschied ansteht: Melli und ich müssen unsere liebgewonnenen Van zurückgeben. Leicht fällt uns das nicht, wir belohnen uns mit einer Nacht in einem schönen Hotel bevor auch Melli fliegt. Und da bin ich. Ganz allein in Cairns, ohne einen wirklichen Plan, wie es für mich weitergeht. Nach einem Tauchgang am Great Barrier Reef (ich hab Haie gesehen!) und vielen Telefonaten mit meinen Freunden sehe ich etwas klarer und buche mir einen Flug nach Hawaii. Bye Bye Australia!

IMG-20160403-WA001520160401_11265220160401_11110120160401_11064420160401_11032420160401_184144

20160404_082715

Airlie-Beach

IMG-20160403-WA0048

Das Trio Infernale in der Lagune.

IMG-20160403-WA0058

IMG-20160403-WA0012

Unser Morgen auf Marks Boot

20160407_120913

Ich und der Skipper des Grauens

20160407_104803

Noch lacht Melli!

IMG_20160406_193907

IMG_20160407_115315

Die, die immer lacht. Wenigstens auf den Bildern.

IMG_20160407_115136

Die Sturmpause für ein Bilder genutzt

IMG_20160406_193603

Whitehaven-Beach

20160406_17041620160406_17003420160406_170051

20160406_175558

Nein, das ist kein Teletubbie! Melli im Stingersuit

IMG_20160406_193812

Whitehaven-Beach

IMG_20160407_082508IMG_20160407_082601IMG_20160407_082659

20160406_210933.jpg

Pole-Dancing unter Deck!

20160406_210755

Unter Deck war es seeeeehr kuschelig. Wenn sich keiner übergeben hat.

IMG-20160408-WA0042

20160409_135955

Auf dem Weg nach Cape Tribulation

20160409_10420120160409_11333220160409_13544820160409_13552020160409_135533

Werbeanzeigen