El Tunco und El Zonte: Surfen in El Savadors Surf-Mekka

El Salvador gilt unter Surfern als Geheimtipp, also planen auch wir drei den nächsten Halt an der Küste einzulegen. Die rund 100 Kilometer legen wir wie immer im Chicken-Bus zurück. Das sind altersschwache frühere Schulbusse aus den USA (ja, genau, die gelben), die in so schlechtem Zustand sind, dass sie in ihrer Heimat in Rente geschickt wurden, in Mittelamerika aber zu neuem Leben erweckt werden. Bis jetzt war das immer ganz ok, doch diese Fahrt übertrifft alles. Sie dauert geschlagene vier Stunden, der Bus ist zum Bersten mit Passagieren gefüllt, alles stapelt sich und niemand kann uns so genau sagen, wo wir eigentlich raus müssen. Auch lernen wir mal wieder, dass wir doch ein ganz anderes Verständnis von Nähe zu Fremden haben, als die Menschen in Zentralamerika. Denn zu jedem von uns gesellt sich auf dem wohlgemerkt Einzelsitz noch ein Salvadorianer dazu, mehr oder minder auf dem Schoß. Spannend!

El Tunco ist ausgestorben

Völlig erledigt kommen wir irgendwann in El Tunco an, eine Mitreisende hat sich erbarmt und die Aufgabe übernommen, uns lautstark deutlich zu machen, wenn wir den Bus verlassen müssen. Zum Glück. Nachdem wir unser Gepäck im Hostel abgeladen haben, schnappen wir uns ein Bier und hechten an den Strand um den Sonnenuntergang zu sehen – und der ist hier wirklich spektakulär. El Tunco ist wie ausgestorben als wir dort auflaufen und so freuen wir uns sehr, dass Mauro und Jess, die ich in Guatemala kennengelernt habe, dort zufälligerweise auch aufschlagen.

Surfunterricht bei Alex in El Zonte

Gemeinsam mit Jess entschließen wir uns nach ein paar Tagen in El Tunco, einige Kilometer weiterzuziehen und unseren Standort nach El Zonte zu verlagern. Dieser Strand soll super für Surf-Anfänger sein, wir steigen direkt am Strand im Hostel von Alex ab, der in den kommenden Tagen unsere Skills auf dem Surfbrett aufpoliert. Und das macht er spitzenmäßig und ich verleihe ihm mein persönliches Prädikat „Bester Surflehrer“ (abgesehen von Glen). Er nimmt sich sehr viel Zeit, sieht sofort, wo unsere Schwachstellen liegen und feilt an unserer Technik (wenn man überhaupt von Technik sprechen kann). Nach intensiven Surfstunden mit Alex  einige Tage hintereinander muss ich eine Pause einlegen: Meine Knie sind komplett offen und meine Fingerspitzen mit Blasen von Schleppen des Boards übersät. Viel mehr als Surfen gibt es auch in El Zonte nicht zu tun. Was aber nicht schlimm ist, denn wir vier fühlen uns im tollen Hostel sehr wohl und verbringen hier die letzten gemeinsamen Tage bevor es für mich unter Tränen über Guatemala, wo ich mich in der City mit Mauro treffe, nach Belize und für Rene und Jenn nach Honduras geht. Die Zwei sind mir wirklich über die gemeinsamen Wochen sehr ans Herz gewachsen und ich hätte nie gedacht, dass das Reisen mit einem Pärchen so wunderbar entspannt sein kann. Doch da sind die Zwei vielleicht auch wirklich ein Sonderfall…

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Mit dem Chicken-Bus unterwegs

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Sonnenuntergang am Strand – einer von vielen

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Ich finde das ein ziemlich cooles Foto

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Alex Hostel in El Zonte

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Pfannkuchen zum Frühstück

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Die Surfbretter warten nur auf uns

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Allein am Strand von El Zonte

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Jenn und ich warten auf die richtige Welle

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Strandfussball bei Sonnenuntergang

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Und danach ne Runde Strand-Yoga

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