Wiedersehen in Whistler…

Ich sitze aufgeregt hinter dem Steuer unseres Leihwagens: nur noch ein Zwischenstopp in Kamloops und dann erreichen wir Whistler. Die Kleinstadt rund 120 km entfernt von Vancouver ist sicherlich ganz nett, aber sie alleine ist es nicht, die mein Herz schneller schlagen lässt. Vielmehr ist es Glen, der Australier, den ich an meinem Geburtstag im Mai, in Nicaragua kennengelernt habe und mit dem ich einige Zeit durch Zentralamerika gereist bin. Er lebt in Whistler und wir sehen uns nach knapp drei Monaten wieder…

Nun gut, aber es sind ja noch einige Kilometer bis wir in Whistler ankommen. Wir lassen die Rocky Mountains hinter uns und fahren in den Sommer zurück. Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und damit auch die Laune! Mit offenem Fenster und lauter Musik brettern wir über die kanadischen Straßen und lassen die malerische Natur an uns vorbeigleiten bis wir am frühen Abend in Kamloops ankommen. Dort verbringen wir den Abend in der kleinen Stadt, lassen uns das Dinner in einem der Straßenrestaurants schmecken und kriechen einige Stunden später in die Zelte.

Der kanadische Sommer ist zurück

Der nächste Morgen ist beinahe schon unwirklich: Die Sonne scheint, es ist warm und ich genieße mein Frühstück mit Blick auf den Thompson-River. Endlich, der kanadische Sommer ist zurück! Da steigt die Vorfreude auf die nächsten Tage nochmal mehr. Wie immer in Kanada ist auch der Weg nach Whistler das Ziel! Die Straßen führen uns durch Flusstäler, durch dunkelgrüne Wälder, an strahlend blauen Seen und reißenden Wasserfällen vorbei. Den meisten ist Whistler als einer der beliebtesten Skiorte in Nordamerika ein Begriff, 2010 war es auch Austragungsort der Olympischen Winterspiele. In Kanada hat es vor allem den Ruf, sehr teuer zu sein. Bevor wir das kleine Airbnb Appartment beziehen, das wir für die kommenden Tage gemietet haben, machen wir unseren ersten Hike rund um Whistler. Entlang des Cheakamus River wandern wir durch die Wälder rund um den Ort und freuen uns über die warme Sonne. Kaum zu glauben, dass wir vor zwei Tagen noch mit Minusgraden zu kämpfen hatten und nun in kurzer Hose herumturnen.

Wandern, feiern und entspannen in Whistler

Auf dem Weg in unser Zuhause für die nächsten Tage kaufen wir ein und lassen Tim freie Hand. Der kann sich in Küche der süßen Wohnung komplett austoben, denn eigentlich ist Tim Küchenchef auf Privatyachten und freut sich nach knapp zwei Wochen endlich mal was anderes als Dosenravioli kredenzen zu können. So verbringen wir den ersten Abend mit wunderbarem Essen und leckerem Wein bevor wir uns mit Glen ins legendäre Nachtleben des Skiortes stürzen. Für uns Europäer mutet das Ausgehen in Kanada immer etwas komisch an, denn wo wir gerade mal in die Clubs einfallen wird in Kanada schon die letzte Runde eingeläutet. Macht in diesem Fall aber garnix…

Das vierte „Auf Wiedersehen“

Die kommenden Tage in Whistler sind ein Traum! In einer Tagestour erklimmen wir nach einer Nacht mit sehr wenig Schlaf die Joffre Lakes in der Nähe von Pemberton. Das sind der Lower Lake, Middle Lake und Upper Lake, der sich letztendlich auf 1564 m Höhe befindet und einen perfekten Blick auf den Matier-Gletscher bietet. Die Farbe der Seen erinnert mich sofort an den Lake Moraine, den auch sie strahlen in einem auffälligen Türkis, hervorgerufen durch das Rock Flour. Am Abend fallen wir todmüde ins Bett und ich freue mich auf einen faulen, gemütlichen Sonntag, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ich einfach mal fast nichts mache. Das aber in bester Gesellschaft. Die Zeit in Whistler vergeht wie im Fluge und mir fällt es schwer, mich mal wieder von Glen zu verabschieden. Aber darin sind wir mittlerweile ja schon Profis. Die Stimmung im Auto ist gedrückt als wir uns auf den Rückweg nach Vancouver machen. Tim und ich verbringen noch einen tollen letzten Tag auf Granville Island zwar bei strömendem Regen, aber mit Biertasting zusammen bevor wir auch wir uns voneinander verabschieden müssen. Am nächsten Morgen breche ich mit den Greyhound-Bus nach 100 Mile House auf. Dort werde ich mein erstes Workaway im kanadischen Backland erleben und vier Wochen auf der kleinen Farm von Pat und Doug leben. Das nächste Abenteuer wartet schon…

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Auf dem Weg nach Kamloops

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Tim kauft ein!

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Der erste Hike rund um Whisthler

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Downtown

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Chef Timmy hat gekocht

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Auf dem Weg zum höchsten Joffre Lake

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Schon wieder dieses Blau

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Seht Ihr den Gletscher?

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Alle drei zusammen – die Joffre Lakes

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