Eine einzige lange Party in Bocas del Toro

Das dritte und zunächst letzte Land in Zentralamerika heißt für uns Panama. Mit dem Bus geht es von Puerto Viejo zur Grenze, die wir mal wieder zu Fuß überschreiten und auf der anderen Seite, also in Panama,  wieder eingeladen werden. Unser erster Stopp ist die Provinz Bocas del Toro, die neben dem Festland auch sechs größere und zahlreiche kleinere Inseln umfasst. Seit Wochen wurde uns von begeisterten Backpackern immer wieder ans Herz gelegt, auf jeden Fall ein paar Tage in Bocas zu verbringen. Und wir haben auch eine ganz klare Hostelempfehlung bekommen, also steigen wir im Selinas auf der Isla de Colón ab. Was ich in Zentralamerika schnell gelernt habe, ist, dass es in jedem Hotspot ein Hostel gibt, das die Massen anzieht und genau dort trifft man sich auch immer wieder. Auf unserer ganzen Reise durch Zentralamerika  treffen wir oft auf die gleichen Gesichter, was grandios ist, denn es ist ein Garant für entspannte gemeinsame Tage und  tolle Partynächte.

Auf nach Isla de Colón

Bevor wir aber letztendlich auf der Isla de Colón ankommen, staunen wir auf der Bootsfahrt zu den Inseln nicht schlecht. Wir brausen über türkisfarbenes Wasser und lassen Traumstrände links und rechts ans uns vorbeiziehen. Und auch das Selinas enttäuscht uns nicht: Breite Seeterrassen auf verschiedenen Stockwerken, eine große offene Küche und relativ geräumige Zimmer – hier kann man es aushalten. Und genau diese Küche nehmen wir an diesem Abend in Beschlag, nachdem wir am Nachmittag alles Mögliche für die legendären Burger, immer schön mit Ananas,  von Glenn und Ross gekauft haben. In einer großen Gruppe kochen wir an diesem wie auch an vielen folgenden Abenden zusammen, spielen Karten und trinken Bier mit Blick aufs Meer bevor wir zu einer der wilden Parties aufbrechen. Einfach wunderbar.

Ein Traumstrand jagt den nächsten

Bocas del Toro bietet viele wunderschöne, teils einsame Strände und man erreicht schon nach wenigen Minuten mit dem Wassertaxi  andere Inseln, mit weiteren Knaller-Stränden. Einen wunderbarer karibischen Traumstrand entdecken wir nach einer abenteuerlichen Busfahrt nach Boca del Drago. Nur einen kleinen Fußweg von dem winzigen Örtchen entfernt, erschließt sich uns ein menschenleerer schmaler Strand mit wunderbarem türkisfarbenen Wasser. Den ganzen Tag bleiben wir hier unter uns bevor es am Abend zurück geht um die nächste Partynacht – denn dafür ist Bocas nunmal bekannt – einzuläuten.

Zapatilla – ein weiteres kleines Paradies

Am nächsten Tag steht für uns ein Trip nach Zapatilla an, eine kleine Sandinsel mit, mal wieder, einsamen Traumstränden. Auf dem Weg dorthin treffen wir, dank unseres erfahrenen Kapitäns auf Delfine, die im klaren Wasser um unser Boot herumschwimmen. Auch wenn das nicht die ersten Delfine sind, die ich in den vergangenen Monaten gesehen habe, ist es doch immer wieder atemberaubend diese Tiere wild und frei durchs Wasser gleiten zu sehen und ihnen dabei zuschauen zu dürfen.  Zapatilla entpuppt sich als das, wie es uns angekündigt wurde – ein kleines (weiteres) Paradies, dass zum Schnorcheln und dümpeln im Badewannenwarmen Wasser einlädt. Auf dem Rückweg stoppen wir an der Blue Coconut Bar, ganz einsam auf Stelzen mitten im Wasser gelegen und lassen den Tag mit kühlem Bier in den Wasserhängematten ausklingen.

Irgendwann muss man „Auf Wiedersehen“ sagen

Aus den eigentlich geplanten drei Tagen in Bocas wird letztendlich eine Woche, wir wollen einfach nicht weiter und genießen das Leben, das uns die Provinz bietet. Doch letztendlich heißt es Abschied nehmen – leider nicht nur von Bocas. Glenn fliegt nach unserer gemeinsamen Zeit wieder nach Hause und Melli, Ross und ich reisen zu dritt weiter. Auch Emily und Cael, die wir auf unserem Trip durch Zentralamerika, immer wieder getroffen haben, reisen weiter. Und so planen wir alle gemeinsam eine letzte legendäre Partynacht. Die fängt natürlich damit an, dass wir einkaufen müssen. Neben dem Essen wird vor allem Alkohol eingekauft, denn, wenn wir eins in den letzten Wochen gelernt haben, mit Australiern und Briten fließt der Alkohol in Strömen. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals so viel Alkohol vernichtet zu haben, wie in den vergangenen zwei Monaten in dieser Gruppe.

Noch eine letzte, unvergessliche Nacht

Der Abend hält, was er versprochen hat, es wird eine rauschende letzte gemeinsame Nacht mit stundenlangem Kartenspielen, der Suche nach der richtigen Party, ausgelassenem Feiern in der Aqualounge und tiefsinnigen Gesprächen mitten in den frühen Morgenstunden, die Füßen dabei im Wasser und ein bisschen Schmerz im Herz. Denn der Abschied ist nur noch wenige Stunden entfernt und wir versuchen krampfhaft, jede Sekunde der Nacht auszuschöpfen um noch nicht „Auf Wiedersehen“ sagen zu müssen. So wird es dann auch ganz langsam hell als wir uns auf den Weg ins Bett machen, um wenigstens noch ein zwei Stunden Schlaf zu bekommen, bevor Glenn fährt.

Als wir uns letztendlich, ohne eine Sekunde Schlaf, nach einem gemeinsamen Frühstück verabschieden ist die Stimmung mehr als gedrückt. Wir, die Zurückgebliebenen, fühlen uns unvollständig und wissen nicht richtig, was mir machen sollen. So verbringen wir den letzten Tag in Bocas am Strand, schwelgen in Erinnerungen und vermissen den Rest schon nach wenigen Stunden ganz furchtbar. Doch auch für uns geht es am nächsten Tag weiter – in 14 Stunden von Bocas del Toro mit dem Bus nach Panama City… Yeah!

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Panama, wir kommen!

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Selina’s – berühmt und berüchtigt

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Ganz nett hier

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So frühstückt man in Panama

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Auf zum Strand

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Bocas del Drago – keiner da, außer wir

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Zapatilla

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Ohne Schwimmweste geht nix

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Aaaah, Delfine!

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Auch dieses Bier ist sehr schmackhaft – Panama

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The Blue Coconut

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Jaja, mich hat mal wieder ein Hund gefunden

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Isla de Colón

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Die besten Tacos gibt’s hier

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Bastimentos

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Schon wieder Schildkröten

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Ein Traum von Burger!

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Wir können auch kochen

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Man beachte den Tisch und das darauf befindliche

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Die letzte gemeinsame Nacht bricht an

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Ross, mein Travelbuddy

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