Costa Rica, die Zweite: Entspanntes Strandleben in Puerto Viejo

In Santa Elena trennen Melli und ich uns von den anderen und machen uns auf den Weg nach San Jose, die Hauptstadt von Costa Rica. Für uns ist die Großstadt nur ein Zwischenstopp und wir verbringen einen Nachmittag in den vollen der Straße der Metropole bevor wir uns am Abend mit Glenn und Ross im Hostel treffen, um gemeinsam am nächsten Morgen einen weiteren Bus zu besteigen, der uns nach Puerto Viejo de Talamanca bringt. Der kleine Surferort in der Nähe der Grenze zu Panama liegt an der Karibikküste und bietet alles, was man für ein paar entspannte Tage braucht: Strände, kleine Restaurants, Bars und jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge. Wir wohnen in einem tollen Hostel (eines meiner Favoriten bis jetzt) und verbringen, nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, erstmal etwas Zeit am Strand. An diesem Nachmittag entspricht das nicht unbedingt dem, was man sich unter einem Karibiktraum vorstellt. Der Himmel ist grau und es braut sich ein Gewitter zusammen, der Sand ist dunkel, das Meer auch. Doch es tut so gut sich nach der sechsstündigen Busfahrt ohne Klimaanlage bei rund 38 Grad endlich etwas abkühlen zu können.

Das Leben im Hostel – kochen, Karten spielen und jede Menge Bier

Am Abend entschließen wir uns die Hostelküche in Beschlag zu nehmen. Schon der Einkauf für unser Abendessen ist zum Totlachen: wir vier flitzen durch den Supermarkt, jeder kommt mit „unverzichtbaren“ Lebensmitteln zurück, die letztendlich nur auf Heißhunger zurückzuführen sind, und die ersten Bierdosen werden bereits an der Kasse geöffnet. Wir kaufen definitiv viel zu viel, sind mit unserer Beute aber mehr als glücklich. Der Abend wird zu einem klassischen Hostelabend, von denen noch viele in den kommenden Wochen folgen werden. Glenn und Ross übernehmen das Zepter in der Küche, wir dürfen assistieren und staunen über die Massen an Essen, die kurz darauf auf dem Tisch stehen. Im Laufe des Abends wächst unsere Gruppe nach und nach an, wir spielen dubiose Karten- und Trinkspiele und entschließen uns irgendwann doch noch auf die einzige Party im Ort zu gehen, die an diesem Abend stattfindet.

Der lokale Dealer als Mitfahrgelegenheit

Auf der Straße bemerken wir schnell, dass wir wohl laufen müssen, denn Taxis sind weit und breit nicht zu entdecken. Doch die Jungs halten einfach einen vorbeifahrenden Pick Up an und fragen den Tico (so werden die Einwohner Costa Ricas genannt), ob er uns zur Party bringen könnte. Macht er dann auch, also springen wir alle auf die Ladefläche und lassen uns an der Bar absetzen. Letztendlich stellt sich heraus, dass der freundliche Mann der ortansässige Großdealer war. So Geschichten passieren einem nun mal in Zentralamerika…

Hangover  in der Tierauffangstation

Nach einer rauschenden Partynacht, so gut wie keinem Schlaf und einem ausgiebigen Katerfrühstück, mieten wir uns am nächsten Morgen Räder um ins Jaguar Rescue Center zu fahren. Dort werden beschlagnahmte, verletzte und misshandelte Tiere aufgenommen und nachdem sie sich wieder erholt haben in der Wildnis ausgesetzt (soweit möglich). Wir sehen Faultiere, Affen, Leoparden, Schlangen, Ameisenbäre und vieles mehr. Nach der tollen Führung dort geht’s weiter an den Strand und wir kurieren den Hangover aus. Die kommenden Tage in Puerto Viejo sind entspannt, das Wetter ist heiß und wir bereiten uns langsam auf die nächste Grenzüberschreitung vor. Panama ruft! Und somit auch das dritte und letzte Land, das wir in Zentralamerika bereisen werden.

Costa Rica – ganz nett, aber nicht mein Favorit

Von Costa Rica bin ich ganz ehrlich nicht sonderlich angetan. Landschaftlich kann Nicaragua in vielen Belangen mithalten und seine Bewohner begegneten uns wesentlich herzlicher als es die Ticos tun. Und letztendlich ist Costa Rica natürlich auch im Vergleich zu einigen anderen Ländern in Zentralamerika unheimlich teuer und mutet wie ein kleines Amerika an. Man kann es raus lesen, dass ich keine eindeutige Reiseempfehlung für Costa Rica abgeben würde, aber natürlich habe ich auch nur einige Stationen im Land besucht.

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Keine Klimaanlage, 38 Grad und 6 Stunden im Bus. Läuft!

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Top Stimmung – und der Schweiß fließt

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Das Pagalu Hostel

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Männer und Hunde…

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An dem Tag musste sogar der Einkauf dokumentiert werden

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Mehr als assistieren war für uns nicht drin

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Ross und „seine“ Mädels

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Jesse verrät mir die Geheimnisse des Beer Pong

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Jesse, Glenn und Melli in Schieflage

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Katerfrühstück at it’s best

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Mit dem Rad durch Puerto Viejo

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Gleich geht’s ins Jaguar Rescue Center

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Warum sich Costa Rica einen Frosch als Wahrzeichen ausgesucht hat?

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Spinnen gibt’s auch

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Awwwwwwwwww

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Vulkan, Nebelwälder und mit dem Auto durch den Fluss – Wir sind in Costa Rica!

Sagen wir es mal so, der Start in Costa Rica war nicht ganz reibungslos. Unser Plan war, bis 16:00 Uhr mit unserem Mietwagen an der Grenze zu sein, diese zu Fuß zu passieren und auf der anderen Seite unseren nächsten Mietwagen in Empfang zu nehmen. Da wir es aber sehr entspannt haben angehen lassen, waren wir mit allem zu spät. Als wir die Grenze überschreiten und in Costa Rica unseren Mietwagen in Empfang  nehmen wollen, ist das Büro bereits geschlossen. Mit der Hilfe der Mitarbeiter der angrenzenden Geschäfte kriegen wir letztendlich jemand ans Telefon, der uns verspricht, in spätestens einer Stunde mit unserem Wagen an der Grenzstation aufzuschlagen. Also warten wir, alle ziemlich müde und zerstreut und sind mehr als glücklich, als wir unser Auto in Empfang nehmen dürfen.

Kein schöner Start in Costa Rica

Der Schock kommt bei unserer Ankunft in Liberia: Beim Ausladen des Kofferraums bemerken wir, dass einer der Daypacks fehlt. Schande! In dem ganzen Trubel muss sich jemand Danielas Rucksack geschnappt haben und wir haben es einfach nicht bemerkt. Sie nimmt es mit unglaublicher Fassung  und lässt sich dadurch ihren Urlaub nicht vermiesen.

Der nächste Vulkan ruft – La Fortuna

Nach Liberia geht es für uns über kurvige Straßen in die Berge: La Fortuna erwartet uns. Für die nur knapp 130 Kilometer brauchen wir geschlagene dreieinhalb Stunden und sind froh als wir im Dunkeln endlich in den kleinem Ort ankommen. La Fortuna hat sich vom verschlafenen Bergdorf in den vergangenen Jahren zum Mekka für Backpacker und Abenteuerlustige gemausert. Denn neben diversen Treks zum Vulkan Arenal , einem der aktivsten in ganz Costa Rica, gibt es jede Menge zu tun: Rafting, Ziplining, unendliche Wanderwege und vieles mehr wird angeboten. Für uns steht eine Wanderung im Nationalpark am Fuß des Arenals über die erkalteten Lavazungen auf dem Plan. Der rund 1.600 hohe Vulkan galt als erloschen bis er 1968 plötzlich ausbrach und ein ganzes Dorf vernichtete. Danach herrschte erstmal wieder Ruhe, doch seit 1981 ist er wieder ständig aktiv.

Die Wanderung durch den Nationalpark ist wunderschön und vielseitig: Wir starten in sattem Grün, gehen an Bananenstauden, Guavenbäumen und Ananassträuchern vorbei, stapfen schwitzend durch den Urwald und erreichen nach einem kleinen Aufstieg letztendlich die Lavafelder mit Blick auf den Vulkan – beeindruckend!

Ein 4wd zahlt sich in Costa Rica aus

Auf dem Weg nach Santa Elena/Monteverde dürfen wir hautnah erfahren, warum die Autovermietung uns wärmstens einen 4wd für Costa Rica empfohlen hat. Durch den ständigen Regen hat sich ein kleiner Bach in einen Fluss verwandelt, der die Straße überspült. Wir beobachten erstmal einige andere Autos, die sich durch die Fluten kämpfen. Das sieht für uns machbar aus und wir trauen uns. Doch bei der Fahrt durchs Wasser halten wir alle die Luft an und hoffen, dass unser Mietwagen nicht den Geist aufgibt. Nachdem wir es sicher ans andere Ufer geschafft haben, sind wir mächtig stolz!

Nebelwälder und herbstliche Temperaturen in Santa Elena

Unser nächster Stopp ist die Nebelwaldregion um Santa Elena/Monteverde. Und dieser Ort lässt Melli und mich zittern, denn auf einer Höhe zwischen 1.300 und 1.600 Metern liegen die Temperaturen doch deutlich unter dem, was wir seit Wochen gewöhnt sind. Also schlottern wir Temperaturen um die 20 Grad. Die Wälder rund um Santa Elena zählen zu den ursprünglichsten in ganz Costa Rica und bieten eine unglaubliche Pflanzenwelt, die wir bei unserem kleinen Trek erkunden.  Leuchtende Blüten, bemooste Bäume, Lianen und alle Schattierungen von Grün säumen unseren Weg. Der Skywalk, Hängebrücken, die sich auf bis zu 58 Meter über dem Boden durch denn Nebelwald schlängeln, macht die Aussicht unvergesslich und zeigt uns die beeindruckende Größe der grünen Riesen. Auf den schwingenden Hängebrücken werden wir zu Spielkindern und haben jede Menge Spaß daran, die eine mehr die andere vielleicht auch etwas weniger, die Dinger so richtig zum Schaukeln zu bringen.

Für Melli und mich geht es nach Santa Elena weiter nach San Jose, wo wir uns mit Glenn und Ross treffen um gemeinsam nach Puerto Viejo weiterzureisen.

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Mit diesem Blick starten wir unsere Wanderung am Fuß des Vulkans Arenal

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Das ist er: Arenal

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Die drei Grazien 

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Auf geht’s den Vulkan immer im Blick

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Man sieht es nicht direkt: Der Schweiß strömt uns vom Körper

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Wir kommen langsam näher

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Wir schwitzen bei unglaublicher Schwüle

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Eine der abenteuerlichen Brücken, die wir auf dem Weg nach Santa Elena passieren

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Erster Blick auf die Nebeldwälder

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Der Skywalk in Santa Elena

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Bananen klauen – neues Hobby

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Im Nebelwald

„Auf Wiedersehen“ San Juan del Sur, „Hallo“ Granada und Ometepe!

Die Nacht meines Geburtstags werden einige von uns so schnell wohl nicht vergessen! Ein Grund dafür ist sicherlich die Verhaftung von Jack, den ich auf der Booze Cruise an meinem Geburtstag kennengelernt habe. Der Australier gerät  mehr als angeheitert spät in der Nacht mit einem Geldautomaten aneinander, der zuvor seine Karte geschluckt hat. Daraufhin hebt Jack das gute Teil aus den Angeln und schmeißt es um! Wie er die Kraft dafür aufgebracht hat, bleibt uns allen ein Rätsel. Auf jeden Fall findet das die Polizei alles andere als lustig und steckt ihn für ganze vier Tage ins Gefängnis. Was er dort erlebt hat, wünsche ich keinem und wir alle haben drei Kreuze gemacht, als er dank des beauftragten Anwalts und einer Zahlung von 4.000 Dollar wieder aus dem Kittchen kam.

An meinem Geburtstag erwartet mich noch ein ganz grandioses Geschenk: Meine wunderbare Freundin Daniela besucht mich bereits das zweite Mal auf meiner Reise! Wir werden die kommenden Tage zusammen verbringen und sie bringt nicht nur heiß ersehnte Geschenke meiner Ma und meiner Freundinnen mit, sondern auch jede Menge Gummibärchen!!!

Sunday Funday – da kommt man in Zentralamerika nicht dran vorbei

Melli und ich gönnen uns keine Pause – am Sonntag heißt es für uns das erste Mal: Auf zum Sunday Funday! Dieser Pool Crawl ist weit über die Grenzen von Nicaragua unter allen Backpackern bekannt und viele reisen extra deswegen in San Juan de Sur an. Wir wollten uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Also, stellen wir uns an einem Sonntagmorgen um 9:00 Uhr brav in die endlose Schlange im Hostel Pacha Mama an, um eines der begehrten Einlassbändchen sowie das legendäre Sunday Funday-T-Shirt zu bekommen. Ab 13:30 Uhr geht’s dann los, in der prallen Sonne sammeln sich hunderte von Backpackern im Innenhof des Hostels, beschmieren sich gegenseitig mit Glitzer oder werfen sich in den Pool. Wenig später setzt sich der Tross in Bewegung zur nächsten Location, dem Anamar, wo wir Glenn und Ross treffen. Das Prinzip des Sunday Funday Pool Crawl ist schnell erklärt: Eine Party in drei verschiedenen Hostels mit Shuttle-Service. Im Anamar geht der ganze Spaß bis zum späten Nachmittag weiter, bevor wir alle auf die Trucks springen und ins Naked Tiger fahren. Das Hostel liegt in den Hügeln und bietet einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Da wir alle aber immer noch nicht genug haben, als sich die Party auch da langsam den Ende neigt, geht es für uns zurück in Dorf und in einen der Clubs.

Der nächste Morgen ist hart, drei Tage Dauerparty gehen keinesfalls spurlos an uns vorbei. Melli und ich schleppen uns Montagmorgen in die Sprachschule und geben eine armselige Vorstellung zu unserer letzten Unterrichtseinheit ab. Wir scheinen uns jegliche Spanischkenntnisse am Wochenende weggefeiert zu haben und wissen einfach nix mehr. Unsere Lehrerin nimmt’s mit Humor – sie kennt den Sunday Funday-Hangover von zahlreichen ihrer Schüler.

Adios San Juan del Sur – auf nach Granada

Mit dem letzten Unterricht neigt sich auch unser Aufenthalt in San Juan del Sur seinem Ende. Es fühlt sich richtig komisch an, nach mehr als zwei Wochen unsere Familie und den Ort zu verlassen, doch wir wollen natürlich noch etwas mehr von Nicaragua sehen. Ein paar Tage später geht es für uns mit Dani und Freunden im Leihwagen nach Granada, die drittgrößte Stadt des Landes. Und die Stadt beeindruckt uns mit ihrer Schönheit. Wir schlendern durch die Straßen und sehen uns  die alten, teilweise verfallenen, teilweise wunderbar restaurierten Kolonialbauten an. Die Hitze ist weiterhin schwer zu ertragen für uns und wir suchen den Schatten eines der einladenden Patios, die man von der Straße teilweise nur erahnen kann.

Eine andere Welt auf dem Nicaraguasee – Las Isletas

Nach einer Verschnaufpause geht es für uns an den Nicaraguasee – dort mieten wir ein kleines Boot ganz für uns alleine und lassen uns durch Las Isletas schippern. Die mehr als 365 teilweise winzigen Inseln, durch einen Ausbruch des Mombachos vor tausenden vor Jahren entstanden,  sind manchmal wirklich nur so groß, dass ein Haus, wenn auch ein beeindruckendes, darauf passt. Und diese wunderbaren Häuser gehören den Schönen und Reichen Nicaraguas. Eine der Inseln ist das Zuhause einer Gruppe von Brüllaffen, die man vom Boot aus sehen kann. Ein wenig weiter staunen wir nicht schlecht als direkt vor uns eine Herde Rinder durch den See watet. Sie verlassen ihren Weideplatz, um das frische Gras auf der anderen Seite zu futtern. Rund eine Stunde schippern wir über den See und es fühlt sich an, als wären wir mal wieder in einer komplett neuen Welt angelangt. Wunderschön aber doch nicht typisch nicaraguense.

Zurück an Land entschließen wir uns dazu am Markt in eine der vielen Pferdekutschen zu steigen und uns durch die Stadt fahren zu lassen. Unser Fahrer weiß zu vielen der Gebäude, die wir passieren etwas zu erzählen und zeichnet ein beeindruckendes Bild von der Stadt zu ihrer Blütezeit. Wir fahren an der Iglesia de la Merced und dem Kloster von San Francisco vorbei, rattern über Kopfsteinpflaster und wir staunen über die Farbenvielfalt, die sich uns in der Altstadt bietet.

Letzter Stopp: Isla de Ometepe

Unser nächster Stopp nach Granada heißt: Isla de Ometepe! Wir brausen mit unserem Pick Up wieder in den Süden und setzen in der Nähe von Rivas am Ufer des Nicaraguasees mit der Fähre auf die Insel über. Ometepe ist mit etwa 270 km² die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee und beherbergt die beiden Vulkane Concepcion (immer noch aktiv, letzter Ausbruch in 2010) und Maderas. Die Insel ist so vielfältig wie ganz Nicaragua: Regenwälder, wunderschöne helle und schwarze Strände, Wasserfälle und kahle Landschaften am Hang des Vulkans. Leider ist unsere Zeit auf der Insel etwas begrenzt und wir machen uns schon bald auf den Weg nach Costa Rica, das nur einen Katzensprung entfernt liegt.

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Das sind sie, die T-Shirts, die jeder Traveler in Zentralamerika sein eigen nennt

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Wir vier im Anamar – es ist noch früh am Tag

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Mit dem Pick Up geht’s ins Naked Tiger

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Abschied von unserem Gast-Papa Ramon

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In den Straßen von Granada

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Kutschfahrt durch Granada

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Auf zu den Las Isletas

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Eine der kleinen Inseln gehört einer Affenkolonie

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Auf der Suche nach mehr Gras wird auch der See durchquert

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Die Fähre nach Ometepe

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Ohne Schwimmweste geht natürlich nichts

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So kann die Fährfahrt auch aussehen

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Der Vulkan Concepcion

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Perfekter Platz für die Mittagspause

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Wir werden immer wieder von Kuhherden aufgehalten

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Nicaragua – das Abenteuer in Zentralamerika nimmt seinen Lauf

Eine weitere lange Anreise, eine sehr lange Anreise führt mich von Honolulu über San Francisco und Mexiko D.F. letztendlich an mein Ziel: Managua, die Hauptstadt von Nicaragua. Als ich meine Reise geplant habe und Nicaragua als eines meiner Ziele aufkam, stieß ich auf viele fragende Gesichter sobald ich von diesem Plan berichtete. Die wenigsten in meinem Umfeld haben das größte Land Zentralamerikas auf dem Schirm. Im Norden grenzt es an Honduras und im Süden an Costa Rica, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Dank einer Vulkankette, die Nicaragua parallel zum Pazifik durchzieht wird es auch das Land der tausend Vulkane genannt.

Auf nach San Juan del Sur

Nachdem ich komplett übermüdet und ehrlich gesagt etwas ängstlich in Managua lande, bin ich froh, dass ich im Vorfeld einen Shuttle gebucht habe, der mich vom Flughafen nach San Juan de Sur, meiner Heimat für die kommenden zweieinhalb Wochen, bringt. Dort werde ich einen Spanischkurs machen, bei einer Gastfamilie wohnen und ich werde, das ist das Tollste, Melli wiedersehen. Nach vier gemeinsamen Wochen in Australien ist sie zurück nach Deutschland geflogen und hat sich nach einem knappen Monat zu Hause entschlossen, mit mir für weitere sieben Wochen gemeinsam durch Zentralamerika zu reisen. Sie wird in einigen Stunden in Managua landen und wir werden uns am späten Abend in San Juan in die Arme schließen können.

Leben wie ein Nica

Angekommen in dem kleinen Surferort im Süden von Nicaragua, nahe Rivas und nahe der Grenze zu Costa Rica, lerne ich meine Gastfamilie kennen und beziehe unser großzügiges Zimmer. Für die kommende Zeit wohne ich bei Ramon, einem Architekten mit eigenem kleinen Geschäft im Haus, seiner Mama Rosa, einer klassischen Latina-Oma und Brian, Ramons Neffe. Unser Zimmer ist für Nica-Verhältnisse ziemlich luxuriös: Es ist groß, hell mit eigenem Balkon, TV und eigenem großen Bad. Nachdem ich mich eingerichtet habe, schlendere ich durch den hübschen Ort und schaue mir den ersten Sonnenuntergang in Nicaragua am Strand an. Zurück zu Hause erwartet mich Rosa mit dem Abendessen: Gallo Pinto, dem „Nationalgericht“ (Reis mit Bohnen), frittierten Platanos (Kochbananen) und lokalem Käse. Dazu gibt’s ein Getränk, das mich dank meiner Zeit in Asien bei seiner Süße nicht zusammenzucken lässt. Die Portion ist riesig und ich hadere ziemlich und ich befürchte, dass mein Magen bei den Massen und der Art des Essens in den nächsten Tagen rebellieren könnte. Wenige Stunden später hupt es vor unserm Haus, ich werfe einen Blick vom Balkon, sehe Melli und renne die Treppe runter, um sie nach einem Monat wieder in den Arm zu schließen. Es ist für uns beide total komisch uns an diesem Ort wieder zu treffen, aber es fühlt sich toll an, sie wieder um mich zu haben. Wir hocken auf dem Balkon bei 33 Grad (um 23:00 nachts!), erzählen uns von den letzten Wochen und essen deutsche Schokolade und Gummibärchen.

Lernen, lernen, lernen und sonst fast nix

Am nächsten Tag startet unser Spanischkurs und die kommende Woche sehen wir außer der Schule, unserer Lehrerin Vanessa, unserem Zuhause und der Gastfamilie nicht wirklich viel. Denn wir sind mit dem Lernen mehr als ausgelastet: Morgens vier Stunden Unterricht und am Nachmittag arbeiten wir alles nach. Abends langt es meist nur für einen Sundowner am Strand mit wunderbarem Fisch-Cerviche und einem tollen Sonnenuntergang, dann fallen wir todmüde ins Bett!

Der Party-Marathon beginnt

Anlässlich meines Geburtstages wollen wir diesen relativ langweiligen Kreislauf dann doch mal unterbrechen und planen, trotz Müdigkeit in meinen Ehrentag reinzufeiern. Nur so bis kurz nach zwölf, so der Plan, denn am nächsten Morgen klingelt der Wecker um kurz nach sechs und wir werden zu einer Booze Cruise auf einem Katamaran aufbrechen. Naja, der Auftakt zu meinem Geburtstag startet schon mal sehr lustig. Gemeinsam mit unserer Lehrerin Vanessa gibt es mal wieder eine Lehrstunde im praktischen Spanisch: Wir schlendern zur Pulperia und kaufen Bier – auf Spanisch natürlich. So sitzen wir in unserer vorletzten Unterrichtsstunde am Freitagnachmittag und trinken Bier. Sehr vorbildlich. Am Abend geht es dann erstmal in eine der kleinen Bars in San Juan und später dann auf Rat unseres Gastbruders Brian ins Pacha Mama. Tja, sagen wir mal so: aus dem früh ins Bett gehen wird an diesem Abend nix. Wir, ich ein Jahr älter, wanken gegen 3:30 Uhr nach Hause und wir stellen drei Notfallwecker, denn wir können uns kaum vorstellen in zweieinhalb Stunden wieder aufzustehen. Klappt aber erstaunlich gut, auch ganz ohne Kater brechen wir zum Treffpunkt der Booze Cruise auf. Jaja, der Name ist Programm, wir bekommen Frühstück und jede Menge Alkohol. Wir treffen uns mit den anderen  und stellen schnell fest, dass das eine lustige Runde wird. Der Bus, der uns nach Playa Gigante bringt, dort legt unser Schiff ab, stoppt noch einmal und lädt drei weitere Jungs ein: Glenn, Jack und Ross. Und da wird mir klar, dass das wahrscheinlich ein unvergesslicher Geburtstag wird. Unvergesslich ist schon mal, dass ich das erste Mal in meinem Leben morgens um sieben ein Bier trinke, dass mir Glenn im Bus anbietet, nachdem wir einen Zwischenstopp an einer Tankstelle eingelegt haben, um noch weiteren Alkohol zu kaufen.

Serendipity – auch mich trifft es

Die Stimmung zwischen uns allen ist super und als wir unseren Katamaran betreten ist es 8:30 Uhr und Melli und ich bekommen den ersten Longdrink in die Hand gedrückt! Kurz darauf steuern wir die Klippen an und einige Wagemutige trauen sich trotz der rauen See ins Wasser und stürzen sich wenig später aus rund 15 Metern Höhe ins Meer. Wir schippern den ganzen Tag übers Meer, unterhalten uns, gehen schwimmen und genießen die Zeit auf dem Schiff. Mit Glenn sitze ich an der Reling, wir sprechen über das Reisen und das Ankommen und er fragt mich, ob das hier nicht gerade der perfekte Geburtstag ist. Und ja, er hat recht, das ist er. Im Laufe des Tages wird er für mich noch perfekter, wenn man das so sagen kann, und ich bin so froh, dass Melli und mich der Zufall auf dieses Boot geführt haben und wir Glenn und Ross an diesem Tag kennenlernen, denn die Zwei werden uns nun einige Wochen begleiten. Was wir an diesem Tag natürlich noch nicht wissen…

Der Tag wird ein langer, wir feiern auch zurück in San Juan weiter. Auch Jack wird diesen Tag sicherlich nie vergessen, denn er wird in dieser Nacht, nachdem er einen ATM umgeschmissen hat, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Klassischer Serientrick: Dazu dann das nächste Mal mehr…

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In den Straßen von San Juan del Sur

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Best Taco in Town (auch spät in der Nacht): Taco Stop

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Eines der vielen süßen Cafés

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Die Surfshop-Dichte ist enorm

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Der Strand von San Juan

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Warum da jetzt ein Reh mitten durch den Ort trabt, konnte uns niemand erklären

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Melli – auf der Suche nach Essen (wie immer)

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Der Blick von unserem Balkon

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Rosa lehrt uns, wie man Tortillas macht

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Melli drückt die Schulbank

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Spanisch in der Praxis: Wir shoppen!

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Juhuuu, Nachmittag am Strand

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Zur Happy Hour im El Timon

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Wunderschön: Der Sonnenuntergang in San Juan

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Der Auftakt zu meinem Geburtstag

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Reinfeiern im Pacha Mama

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Der Party-Bus zur Booze Cruise

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Der Vogelflüsterer: Glenn

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8:30 Uhr und es läuft bei uns

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Die Herren beim Klippenspringen

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Perfekter Geburtstag

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