O’ahu – Endlich Hawaii….

Nach einem neunstündigen Flug kam ich aus Brisbane morgens um 6:00 auf Hawaii, genauer gesagt auf O‘ahu an. O´ahu ist die dichtbesiedelste der acht Hauptinseln und auch die touristischste. Sie bietet mit Waikiki-Beach in Honolulu einen der bekanntesten Strände der Welt.

Die Surfer am Waikiki-Beach beobachten, durch Honolulu streifen, den Hula tanzen und das wahre Aloha erleben – diesen Traum von Hawaii habe ich Jahre lang gehegt. Wenn ich an die Inselgruppe im Pazifischen Ozean dachte, breitete sich ein warmes Gefühl in mir aus und ich wusste, dass das einer dieser Orte ist, der Wunderbares für mich bereit hält. Und so war es letztendlich auch. Nach meiner Ankunft treffe ich mich mit Philipp, mit dem ich die nächsten 10 Tage auf Hawaii reisen werde. Wir planen die nächsten Tage auf der Insel und wollen danach gemeinsam nach Maui fliegen.

Waikiki-Beach – Schaulaufen in Honolulu

Mein erster Eindruck von dem berühmten Waikiki-Beach ist toll, ich genieße den Trubel um mich rum, fühle mich fast etwas Zuhause, denn es ist ganz offensichtlich Amerika und all die Ketten, die ich vom Festland kenne, gibt es natürlich auch hier. Philipp und ich streifen über den Boulevard, gucken uns die Reichen und Schönen um uns herum an, springen ins Meer und genießen die Atmosphäre dieses weltberühmten Strandes. Am nächsten Morgen sammeln wir Nico ein und somit ist unsere Truppe für die kommenden zehn Tage komplett. Wir brausen mit unserem Mietwagen (Strike! Wir freuen uns mächtig über das Upgrade) an diesem Tag zunächst die Westküste entlang.

Gänsehaut bei 30 Grad in Pearl Harbor

Unser erster Stopp ist Pearl Harbor! Für mich war klar: wenn ich schon auf O´ahu bin, wollte ich diesen geschichtsträchtigen Ort auf jeden Fall gesehen haben.  Mir hat es in Pearl Harbor mit all seinen Gedenktafeln und Geschichten rund um den Anschlag der japanischen Marineluftstreitkräfte auf die dort vor Anker liegende US-Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 wirklich Schauer über den Rücken gejagt. An diesem Ort kamen damals über 2.400 Menschen ums Leben und rund 1.200 wurden zum Teil schwer verletzt. Sicherlich nicht der fröhlichste Ort auf Hawaii, aber einer, der nachdenklich stimmende Geschichte zum Greifen nahe bietet.

Alleine mit Walen, Albatrossen und Seelöwen am Kaena Point

Weiter geht es für uns die Küste lang zum Kaena Point. Der westlichste Punkt der Insel  ist für den Autoverkehr gesperrt und wir laufen durch ein Naturschutzgebiet bis an die Landspitze. Auf diesem Trail durch Lava-Geröll erfüllt sich einer meiner großen Wünsche: ich sehe einen Buckelwal vor der Küste! Ein Stückchen weiter beobachten wir einen trägen Seelöwen am Strand und bestaunen den Balz-Tanz der dort nistenden Albatrosse. Und das Tollste ist, dass wir hier komplett alleine sind. Keine Touristen um uns herum, nur wir Drei, die dieses Naturspektakel ganz in Ruhe erleben dürfen. Der Sonnenuntergang hier oben ist an einem klaren Tag sicherlich atemberaubend, bei uns war es etwas bewölkt, aber trotzdem wunderschön.

Dead Man’s Catwalk, Hanauma Bay, Nort Shore – O´ahus Ost- und Nordküste

Dead Man’s Catwalk, so heißt einer der spektakulären Aussichtspunkte auf der Insel und der Thrill daran: Er ist eigentlich illegal. Gemeinsam mit Nico und Philipp traue ich mich über das Gate zu klettern, auf dem ganz klar steht, dass der Zutritt verboten ist und man mit einer Geldstrafe rechnen muss. Nach dem rund 20 minütigen Aufstieg erwartet uns von einer kleinen Plattform ein unglaublicher Blick auf die Strände von Kaupo und Waimanalo. Das Wasser ist von hier oben nahezu unwirklich und bietet alle Schattierungen von Hellblau über Türkis bis Dunkelblau. Mir fällt es wirklich schwer diesen Platz wieder zu verlassen, denn die Stille da oben und dieser grandiose Panoramablick sind einfach wunderbar.

Weiter geht es für uns zur Hanauma Bay, die immer als das Schnorchel-Paradies der Insel angepriesen wird. Dafür zahlen wir dann auch 7,50 Dollar Eintritt und müssen uns in einem kleinen Vorführraum mit allen anderen Besuchern ein Schulungsvideo ansehen, wie man sich richtig verhält. Und das muss wirklich jeder! Tja, und was sich mir da unter Wasser kurz darauf bietet, finde ich doch sehr enttäuschend. Also bleiben wir auch nicht lange und fahren die Küste weiter entlang, denn dort reiht sich wirklich ein Traumstrand an den anderen. Und wenn ich von Traumstränden spreche, dann meine ich das genauso: glasklares, türkisfarbenes Wasser, fast weiße Sandstrände gesäumt von Palmen, einfach traumhaft! Meine Favoriten an der Ostseite sind der Lanikai- und der Kailua-Beach, die wirklich alles bieten, was ich mir von tropischen Traumstränden erhoffe!

Auf dem Weg an die  North Shore halten wir selbstverständlich auch an einem der berühmten Shrimp-Trucks, die dort alle paar Meter stehen. Dort bekommt man fangfrische Shrimps, meist lecker mit Knoblauch angebraten, für einen (hawaiianischen!!!) Appel und ein Ei.

Das legendäre Surfer-Mekka an der North Shore, Austragungsort einiger der wichtigsten Surfwettbewerbe,  ist das komplette Gegenteil von Waikiki. Hier surfen die wahren Profis die richtig großen Dinger. Wenn sie ein Barrel surfen und über ihnen im letzten Moment die Wellen zusammenstürzen, sackte mir am sicheren Ufer das Herz in die Hose. Hier türmen sich im Winter Wellen von bis zu 10 Metern auf und ich würde nie freiwillig ins Wasser steigen. Aber den Surfern zuzuschauen ist einfach atemberaubend toll und lässt mich echt andächtig werden.

O’ahu hat mich wirklich absolut positiv überrascht. Ich hatte die Angst, dass sich die Touristen auf der Insel gegenseitig platttreten. Klar, Honolulu ist das pure Touristenprogramm, aber sobald man sich ins Auto setzt und etwas aus der Stadt rausfährt, findet man auch auf O’ahu seine ganz einsamen, wunderschönen Plätze. Next Stop: Maui!

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Meine Hawaii-Männer: Nico, Philipp und Getano

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Unser Auto…

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Pearl Harbor

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Kaena Point

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Albatrosse im Nationalpark

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An der Ostküste

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Der Blick vom Dead Man’s Catwalk

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Auf dem Weg zum Dead Man’s Catwalk

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Die Strände an der Ostküste sind traumhaft

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Die North Shore

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Am Strand gefunden!

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Die Hanauma Bay

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Einer der Shrimp-Trucks 

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Waikiki-Beach

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Auf dem Weg nach Maui!

Roadtrip, die Letzte: von Rockhampton über die Whitsunday-Islands bis nach Cape Tribulation

Nach Rainbow Beach ist unsere nächste Station auf unserem Roadtrip Rockhampton. Melli und mich hat vor allem der Titel „Beef Capital of Australia“ überzeugt, dort einen Stopp einzulegen. Somit stand dort auch alles im Zeichen der Rinder: Morgens geht es zu einer Cattle Auction, wo wir auf wahre australische Cowboys treffen, den Nachmittag verbringen wir im Zoo (ohne Kühe!) und abends essen wir das beste Steak unseres Trips im Great Western Hotel. Und eigentlich wollten wir auch ein Rodeo besuchen, aber das fand leider an diesem Tag nicht statt.

Auf nach Airlie-Beach

Über einsame Straßen fahren wir die lange Strecke bis nach Airlie-Beach, wo wir uns mit Tatjana verabredet haben. Wir verbringen zu Dritt entspannte Tage in dem kleinen Ort und liegen meist an der Lagune in der Ortsmitte, denn ins Meer kann man hier nur mit Stingersuit, der Quallen wegen. Als Melli und ich bei unserer Morgenroutine am Hafen ganz unverhofft Mark kennenlernen, wird mir mal wieder deutlich, wie offen und gastfreundlich die Australier sind. Mark spricht mich an als ich gerade mit Handtuch über der Schulter zurück zum Van marschiere, denn ihm fällt mein immer noch watschelnder Gang auf. Wir kommen ins Gespräch, debattieren über die Europa-Politik und Mark erzählt, dass er gerade erst nach fünf Jahren um die Welt Segeln in die Heimat zurückgekehrt ist. Er fragt mich, ob ich einen Kaffee mit ihm trinken wolle und ich stimme zu. Mit Melli im Gepäck geht es, so denke ich, in das Café des Yachtclubs. Doch ich irre mich, Mark nimmt uns mit einem kleinen Beiboot  auf seinen Katamaran mit. Wir sind mehr als beeindruckt von dem schicken Boot und genießen die kommenden zwei Stunden auf Deck mit Kaffee in der Hand sehr und tollen Gesprächen, bevor es zurück ins Camper-Leben geht.

Horror-Trip ins Paradies!

Wir sind ja eigentlich in Airlie-Beach um auf unseren Segeltörn auf die Whitsunday-Islands zu gehen. Wir drei freuen uns riesig und haben Bilder von uns auf dem Segelschiff beim Sonnenuntergang vor Augen, wir beim schnorcheln umgeben von Fischschwärmen, wir an Deck des Bootes in der Sonne liegend. Tja, was wir dann drei Tage lang erleben ist das krasse Gegenteil. Ich will auch garnicht mehr genau drauf eingehen, sonst reg ich mich wieder auf! Nur so viel: Am zweiten Tag auf dem Boot wurden wir morgens um 6:00 Uhr geweckt, denn das Boot hatte ein Leck und fing an zu sinken. Ja, der Kapitän benutzte exakt dieses Wort! So ging es für uns in einen Hafen zurück, dass Boot wurde langwierig repariert, wir sind letztendlich am Nachmittag aufgebrochen, bei starken Wellengang und Regen weitergesegelt, der Großteil der Anwesenden hat sich dauernd übergeben (ich werde wirklich NICHT seekrank) und wir sind kurz vor Dämmerung endlich an Whitehaven-Beach angekommen. Das sollte eigentlich das Highlight des Trips werden, wir konnten den Strand rund 20 Minuten ohne Regen bei schlechtem Licht bestaunen. Nach weiteren 60 Minuten im Regen am Strand ging es zurück auf das Stinke-Sinke-Schiff und im Dunkeln bei starkem Seegang weiter. Am nächsten Morgen ging es im Regen auf den Outlook, der bei Sonnenschein sicherlich einen wunderbaren Ausblick auf Whitehaven-Beach bietet. Danach wurden wir von unserem Kapitän ins Wasser zum Schnorcheln gescheucht. Ich merkte davor schon an, dass der Wellengang sicherlich nicht zu guter Sicht beiträgt. Gut, das war dem guten Mann egal. Er musste ja nicht ins Wasser. Dieser Schnorchelgang war der bekloppteste meines Lebens, es gab NICHTS, wirklich nichts zu sehen…

Cape Tribulation – Regenwald, Spinnen und Krokodilwarnungen

Nach diesem Horror-Trip springen wir in Airlie-Beach sofort in unseren geliebten Van und machen uns auf den Weg nach Port Douglas, um am nächsten Tag weiter in den Daintree Nationalpark zu fahren. Dort am Cape Tribulation treffen Regenwald und das Great Barrier Reef aufeinander. Wirklich traumhaft. Der Regenwald lädt zu tollen Hikes ein, bei denen wir zum Schrecken von Tatjana und mir auf viele sehr (SEHR) große Spinnen gestoßen sind und uns die Krokodilwarnschilder doch etwas aus dem Konzept gebracht haben.

Good Bye Australia – die letzten Tage in Cairns

Tja, und dann heißt es auch schon nach zwei Monaten langsam Abschied von Australien zu nehmen. Zunächst verbringen Tatjana, Melli und ich noch ein paar Tage zusammen in Cairns, bevor sich als erstes Tatjana verabschieden muss und dann der nächste große Abschied ansteht: Melli und ich müssen unsere liebgewonnenen Van zurückgeben. Leicht fällt uns das nicht, wir belohnen uns mit einer Nacht in einem schönen Hotel bevor auch Melli fliegt. Und da bin ich. Ganz allein in Cairns, ohne einen wirklichen Plan, wie es für mich weitergeht. Nach einem Tauchgang am Great Barrier Reef (ich hab Haie gesehen!) und vielen Telefonaten mit meinen Freunden sehe ich etwas klarer und buche mir einen Flug nach Hawaii. Bye Bye Australia!

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Airlie-Beach

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Das Trio Infernale in der Lagune.

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Unser Morgen auf Marks Boot

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Ich und der Skipper des Grauens

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Noch lacht Melli!

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Die, die immer lacht. Wenigstens auf den Bildern.

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Die Sturmpause für ein Bilder genutzt

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Whitehaven-Beach

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Nein, das ist kein Teletubbie! Melli im Stingersuit

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Whitehaven-Beach

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Pole-Dancing unter Deck!

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Unter Deck war es seeeeehr kuschelig. Wenn sich keiner übergeben hat.

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Auf dem Weg nach Cape Tribulation

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