Girls-Trip: Fraser-Island, wir kommen!

Nach zwei Tagen Großstadt langt es uns mit dem Trubel wieder und wir steuern von Brisbane für das Osterwochenende den Küstenort Noosa an. Noosa zeigt sich bei unserer Ankunft von seiner besten Seite: Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint, es ist heiß und es kommen uns zahllose Surfer mit ihren Boards auf der Straße entgegen. Wir haben das Glück hier unseren Campervan  bei Josh parken zu können und für ein paar Tage alle Annehmlichkeiten seiner Wohnung nutzen zu dürfen. Traumhaft!

Ich und wandern? Vielleicht besser drauf verzichten…

Am nächsten Morgen machen Melli und ich uns früh auf um den Coastal Walk zu machen. Und der lohnt sich! Ein wunderschöner Wanderweg entlang der Küste mit traumhaften kleinen Buchten, in denen sich die Surfer tummeln. Drei Stunden geht alles gut, doch kurz vorm Ende des Trails passiert es: Ich knicke um. Mal wieder. Bereits vor zwei Wochen hatte ich mir die Bänder am linken Fuß mit einer ähnlichen Aktion überdehnt. Das war dann etwas zu viel für den Fuß, die Bänder reißen in diesem Moment. Das bestätigt mir dann auch der Arzt und ich bekomme Schonung verordnet. Klappt so lala. Von Noosa sehe ich wirklich nicht mehr viel, aber eine paar Tage darauf entschließe ich mich, das Ganze zu ignorieren, denn es geht nach Fraser Island!

Mit dem 4wd über den 75-Mile-Beach brettern

In Rainbow Beach treffen wir Tatjana wieder und bekommen ein ausführliches Briefing für die Fraser-Tour, die am nächsten Morgen startet. Wir haben uns für eine 4wd Tagalong-Tour entschieden, wir fahren also selbst in Kolonne mit einem Guide über die Insel und schlafen zwei Nächte in einem Camp. Wir haben ein bisschen Pech. Uns wird mit absoluter Treffsicherheit die langweiligste Gruppe zugeordnet, die man sich vorstellen kann. So steigen wir am nächsten Morgen mit verklemmten deutschen Abiturientinnen ins Auto und hoffen zu dem Zeitpunkt noch, dass wir sie irgendwie knacken können. Doch die Hoffnung ist vergebens und sie bleiben langweilig, zickig und unsozial. Aber gut, man kann nicht immer Glück haben und wir sind ja zu dritt! Fraser Island heißt in der Sprache der Aborigines K`gari, also Paradies und gehört seit 1992 zum Unesco Kulturerbe. Wir fahren mit unserem 4wd durch den tiefen Sand, stundenlang am 75-Mile-Beach entlang (das ist ein offizieller Highway) und können kaum genug bekommen vom Ausblick. Nach einer holprigen Fahrt durch den Urwald (Tatjana erkennt dabei ungeahnte Talente in sich und will jetzt einen 4wd zu Weihnachten), stoppen wir am Lake McKenzie. Weißer Strand und tiefblaues Wasser erwarten uns als wir an das Ufer des Sees treten. Das kann locker mit der Karibik mithalten!

Camping bei den Butchallas

Am Nachmittag geht es das erste Mal in unser Camp, dass dem Aborigines-Stamm der Butchalla gehört. Wir schlafen dort in kleinen Zwei-Mann-Zelten, kochen zusammen und verbringen den Abend am Lagerfeuer. Als wir in unser Zelt krabbeln, weiß ich wieder, dass Zelten einfach nix für mich ist. Es ist unbequem, ich habe ständig Angst vor Spinnen und Schlangen und ich bekomme alles mit, was in den Zelten links und rechts neben uns vor sich geht. Darauf kann ich definitiv verzichten!

Die höchste Hai-Dichte Australiens

Tag zwei auf Fraser-Island startet mit den Champagne-Pools. Soll ganz schön gewesen sein, wurde mir von Melli und Tatjana erzählt, denn für mich waren die Dinger auf einem Berg dank meines Fußes unerreichbar. Ich habe also auf die Autos aufgepasst. Gleiches Spiel beim Indian Head. Aber hier habe ich die Zeit genutzt und mit Bretto, unserem Guide, tiefsinnige Gespräche geführt. Auf jeden Fall habe ich schonmal erfahren, dass das Meer vor Indian Head wohl das Hai-reichste in ganz Australien ist. Schön! Weiter geht es zum Eli-Creek, einem wunderschönen kleinen Fluss, der so klares Wasser liefert, das man es trinken kann. Dort warten Melli und ich bis unser Rundflug über die Inseln startet. Unsere kleine Maschine landet nur wenige Meter vor uns direkt am Strand, wir und noch drei weitere Reisende steigen zu unserem Model-Pilot in den Flieger und genießen einen Knaller-Ausblick auf die Insel. Unter uns sehen wir die riesigen Sanddünen, den dichten Urwald und die klaren blauen und grünen Seen.

Ein Abend mit den Aborigines

Zurück im Camp erwartetet uns an diesem Abend etwas ganz besonderes. Und ich meine nicht Melli, die für unsere Gruppe 10 Rumpsteaks grillt. Die Butchallas, die unser Camp betreiben, gesellen sich zu uns ans Lagerfeuer, erzählen von der Aborigines-Kultur, singen mit uns alte Stammeslieder und zeigen uns den passenden Tanz. Absolut beeindruckend!

Sonnenaufgang am Schiffswrack der Maheno

Der Wecker klingelt für uns am letzten Tag auf der Insel bereits um 4:00 Uhr. Denn Bretto möchte mit uns den Sonnenaufgang am Wrack der S.S. Maheno anschauen. Die Maheno ist ein ehemaliger Luxusliner, der 1935 an der Insel auf Grund lief und mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv für alle Besucher ist. Wir haben das Glück an diesem Morgen fast alleine dort zu stehen und sind alle ganz still als sich die Sonne über den Horizont schiebt. Nach diesem wunderbaren Start in den Tag fahren wir über unwegsames Gelände, Tatjanas juchzt wieder auf dem Fahrersitz des 4wd, an den Lake Bowarrady und können am Ufer jede Menge kleine Seeschildkröten beobachten. Und das läutet auch schon das Ende unseres Fraser-Island-Abenteuers ein. Zurück im Camp packen wir unsere Rucksäcke und fahren über den Strand an die Dolphin-Bay und warten auf die Fähre, die uns zurück nach Rainbow Beach bringt. Fraser war toll, keine Frage, aber als Melli und ich in unseren Camper-Van steigen sind wir doch sehr glücklich. Endlich keine störenden Mitreisenden mehr auf dem Rücksitz und wir können wieder tun und lassen was wir wollen!

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Das Trio Infernale auf der Fähre zum Abenteuer

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Wir hatten Spaß

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Der 75-Mile-Beach

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Traumhaft: Lake McKenzie

 

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Tatjanas nächstes Weihnachtsgeschenk

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Eli-Creek

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Gleich heben wir ab!

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Ach, was für ein Pilot!

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Der Chaoshaufen

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Gehört zu nem Abenteuer dazu: Platter Reifen

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Sonnenaufgangs-Romantik

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Durch und durch Australier: Bretto

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Mehr als offensichtlich, wer hier Spaß hat!

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Ein Touri-Bild muss auch ma sein

 

Roadtrip, die Zweite: Von Yamba bis nach Brisbane

Das kleine verschlafene Yamba kann uns nur kurz halten. Schon am nächsten Tag geht es für uns weiter. Über Ballina und Lennox Head, wo wir mit wunderbarem Blick aufs Meer unsere Mittagspause verbringen und dabei den Paraglidern zuschauen, geht es für uns ins gehypte Byron Bay. Und das zum Glück mit unserem Van, denn das Örtchen ist  (in unserer Budgetklasse) komplett ausgebucht. Byron Bay bringt das alles mit, was ich von einem australischen Surferort  erwartet habe: eine entspannte Atmosphäre, jede Menge gutaussehende Surfer, Surfschulen an jeder Ecke, schöne Cafés und kleine Restaurants, nette Shops und – für uns auf unserer Reise fast unersetzlich – einen Aldi!

Andrew – ein wahren Glückstreffer

Als wir in den Ort reinfahren, weiß ich sofort: Byron Bay, Du gefällst mir. Und wir bleiben trotz viel Regen fünf Tage. Fünf Tage, die wir im Garten von Andrew verbringen. Andrew ist meine zweite wunderbare Erfahrung mit der australischen Gastfreundschaft. Wir lernen ihn kennen, erzählen ihm von unserer Reise und er bietet uns sofort an, unseren kleinen Van in seinem Garten zu parken und dort die nächsten Tage zu campieren. Was für ein Glückstreffer! Und es wird noch besser als er uns von der Dusche und der Toilette berichtet, die im Garten sind. Und eigentlich wird es noch besser als wir am nächsten Morgen aufwachen und ich merke, dass wir ganze 150 Meter vom Strand entfernt wohnen. Einfach unglaublich! So nehme ich für die Zeit in Byron Bay meine Sportroutine wieder auf und gehe jeden Morgen am Strand laufen. Dort treffe ich viele andere Strandgänger, die mit ihren Hunden unterwegs sind, Yoga machen oder das Surfbrett unter dem Arm haben. Und fast alle halten auf einen kurzen Plausch an.

Brasilianer sind die besseren Surflehrer

Wo auch wenn nicht in Byron Bay machen wir dann auch den obligatorischen Surfkurs. Im ersten Moment freut sich einer ganz weit weg wohl am meisten darüber: Ben, zu dem Zeitpunkt in Kambodscha, kann es kaum fassen, dass es mich nun endlich auch gepackt hat. Hatte er es doch auf Bali immer wieder erfolglos versucht, mich zu motivieren. Ich bin ehrlich, die Motivation steigt enorm als ich unseren Surflehrer sehe: Rrrrrrooooodddrrrrriiiigggooooooo, Brasilianer, Musiker, lange durchs Salzwasser gebleichte Haare. Hach, was soll ich sagen? Ein Träumchen! Auf dem Weg zum Kurs sind Melli und ich noch davon überzeugt, dass wir wahrscheinlich keine einzige Welle stehen und nach einer Stunde frustriert das Surfboard in den Sand schmeißen. Mit den anderen und unseren Surflehrern machen wir uns im Bus auf den Weg nach Lennox Head, wo die Wellen Anfängergeeignet sind. Im Bus lernen wir uns mit einem „wunderbaren“ Spiel näher kennen: Jeder muss den besten oder schlechtesten Anmachspruch zum Besten geben, den er jemals ertragen musste. Natürlich auch Rodrigo. Doch mir ist klar, Rodrigo muss mit seinem wunderbaren Akzent eigentlich nur diesen einen Satz sagen, um die Herzen der Mädels zu erobern: My name is Rodrigo, I’m from Brasil and I’m a surf instructor. Und damit wäre die Sache geritzt.

Also, aufgrund des ansprechenden Lehrermaterials ist mein Ehrgeiz geweckt. Nach ein bisschen Theorie geht es für uns im strömenden Regen (wie auch sonst) ins Wasser. Rodrigo weist mich nochmal an, wie ich mich auf dem Brett zu positionieren habe und dann kommt sie auch schon, meine erste Welle. Und, glaubt es oder glaubt es nicht, ich stehe diese erste Welle eins A und reite sie bis zum Strand. Ich bin verzückt und auch den Großteil der anderen Wellen reite ich fürs erste Mal ziemlich gut. Sagt auch Rodrigo.

Das heißeste Accessoire in Byron Bay: Regenjacke!

Mit dem Wetter haben wir in Byron Bay leider wieder ein bisschen Pech. Aber wir machen das Beste draus! So fahren wir nach Mullumbimby zu einem Hippiemarkt, der seinem Namen absolut gerecht wird. Uns erwarten viel Batik, viele Dreadlocks, viel veganes Essen und viele andere pflanzliche Substanzen. Wir treffen uns mit Tatjana, die mittlerweile mit dem Greyhoundbus parallel zu uns reist, buchen unsere Trips nach Fraser Island und auf die Whitsundays und treiben den Travelagent mit meiner Feilscherei fast in den Wahnsinn (Asien war mir hier eine gute Lehre). Wir verbringen lustige Nächte auf einer Party im Beach Hotel und in den Bars von Byron Bay mit Andrew und seinen Freunden. Und bei all diesen Aktivitäten darf das wichtigste Teil in Byron Bay nie fehlen: Meine Regenjacke ist immer dabei!

Sonne in Brissie. Endlich!

Nach Byron Bay verlassen wir auch New South Wales, weiter geht es nach Queensland. Eigentlich war unser Plan, einen Stopp in Surfers Paradise einzulegen. Als wir die Hochhäuser, die direkt an den Strand grenzen, dann aber in Natura sehen, gucken wir uns an, schütteln den Kopf und geben dem Ort nur Zeit für einen Kaffee und ein bisschen WLAN. Dann schmeiß ich mich wieder hinters Steuer und wir reißen die weiteren Kilometer nach Brisbane runter. Dort erwartet uns auch schon Tatjana und wir verbringen tags drauf einen schönen, sonnigen Tag an der Stadt am Brisbane River. Wir laufen mit unserem Free-Guide, die uns ganz viel Spannendes zu berichten weiß, durch die Straßen, besuchen die Town Hall, machen eine Bootsfahrt auf dem Fluss, gehen am South Bank-Ufer an der Lagune spazieren und lassen den Tag in einem Pub am Fluss ausklingen. Wieder einmal bin ich total begeistert, was mir in Australien alles for free geboten wird: die City-Guides, einige Buslinien, die Bootsfahrt und das Schwimmen in der Lagune. Einfach toll und zu Hause undenkbar!

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Lennox Head

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Mein Byron-Bay Lieblingsbild: Morgens alleine am Strand

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Kein Mensch außer mir da!

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Theorie mit Rodrigo (Bild: Stoked)

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An der Eleganz feile ich noch. Aber guckt, wie Rodrigo und ich uns freuen! (Bild: Stoked)

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Die Deutsche Eiche auf dem Surfbrett (Bild: Stoked)

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Frühstück mit Ausblick

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Der Markt in Mullumbimby

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Guten Morgen im Van! Die ungeschminkte Wahrheit

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Der komplette Inhalt unseres Vans in Andrews Garten

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Das Trio Infernale mit Larissa

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Blick auf Brisbane vom Mount Gravatt

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Town Hall in Brisbane

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Bootsfahrt auf dem Brisbane River

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Skyline mit Story-Bridge

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Die Lagune am South Bank

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Zwei Mädels auf der Straße von Sydney nach Cape Tribulation – Los geht’s

Mitte März starten Melli und ich in unser  großes Australien-Abenteuer. Mit unserem winzigen Van geht es von Sydney bis hoch nach Cape Tribulation. Gestoppt wird überall, wo es uns gefällt und wenn es uns nicht gefällt, fahren wir einfach weiter – egal was der Reiseführer und all die Australien-Spezialisten sagen. Nachdem wir unser wunderbares Gefährt entgegengenommen haben, geht es erstmal einkaufen! Unmengen an Essen landen im knapp bemessenen Stauraum des Vans und auch so wunderbares Mädelsgedöns wie Kerzen für die romantischen Abende am Strand und Fliegengitter als Spinnenschutz dürfen natürlich nicht fehlen.

Reisen im Camper-Van – wie kuschelig

Als ich meinen Freundinnen erzähle, dass ich nun mit dem Camper unterwegs bin, sind sie entzückt, schicken mir Bildchen von süßen VW-Bussen und schreiben etwas von „super gemütlich“ und „richtig kuschelig“. Jaja, das ist es! Seeeeehr kuschelig. Denn letztendlich ist unser „Camper“ ein ganz normaler Familien-Van von Toyota, aus dem die Rückbank ausgebaut wurde und man die vorhandene Bank zum Bett umfunktionieren kann. Also, eigentlich ist es einfach nur ein fahrendes Bett. In Australien in den meisten Fällen kein Problem – wenn es regnet wird es dann aber doch klaustrophobisch. Dazu später mehr.

Feuertaufe: Der erste Linksverkehr und das in Sydney

Nachdem wir zwei das Ding bis unters Dach mit unserem Krempel und den Einkäufen vollgestopft haben, geht es los. Wagemutig schmeiße ich mich hinters Lenkrad – Linksverkehr kann ja nicht so schwer sein. Melli und ich waren uns einig, wie spitze es ist, dass wir das Auto etwas außerhalb abholen und ich uns somit nicht gleich durch den Stadtverkehr von Sydney manövrieren muss. Unser Navi ist da anderer Meinung. Denn kurz darauf fahren wir in der Rushhour einmal komplett durch die City. Ich sehe es als Feuertaufe und bin stolz auf mich, als ich anderthalb Stunden später leicht gestresst endlich auf die verdammte Autobahn biege. Von da an ist es sehr entspannt, fast einschläfernd, denn in Australien gilt an ausgewählten Stellen das halsbrecherische Tempo von 110 km/h als Höchstgeschwindigkeit, meist tuckert man aber mit maximal 100 über die Highways.

Raus aus der Komfortzone: Public Toilets and Showers

Unser erster Stopp ist Nelson Bay, wo wir am Strand essen und die erste Nacht gut in unserem neuen Zuhause schlafen. Na, und das Frühstück am Strand ist schon ein Highlight. Alle, die schon mal in Australien wissen, dass es überall tolle Picknickplätze mit Tischen und Bänken gibt, wenn man Glück hat, ist sogar noch eine elektrische Grillstation dabei, die man kostenfrei benutzen kann. Tja, und dank unserer Strecke entlang der Küste, nutzen wir die vielen Public Showers, die es an jedem Strand gibt und im besten Fall sind das sogar abschließbare  Einzelkabinen. So, und jetzt fallen meiner Mutter gerade die Augen raus. Denn das war ihr sicher nicht klar. Ich bin meinem Motto „Raus aus der Komfortzone“ auch hier mehr als treu.

Nur schönes Wetter in Australien? Ein Märchen

Weiter geht’s entlang der Küste, wir fahren durch den wunderschönen Myall Nationalpark, besteigen die Dark Point Düne und begegnen auf den Straßen nur selten einem anderen Auto. Auf dem Weg nach Forster beginnt es zu regnen und wir verbringen den Abend an einer weiteren BBQ-Station, kochen und tragen zu Shorts unsere Regenjacken. Wir wachen auf bei Regen, lassen uns von einem anderen Camper dabei helfen unseren kleinen Gaskocher zu reparieren und steigen dann wieder in unser Gefährt. Nächster Stopp ist Port Macquarie, bei Regen! Bei dem Wetter bleibt uns eigentlich erstmal nichts anderes übrig als uns in ein Café zu setzen, das WLAN auszukosten und auf Sonnenschein zu warten. Und das ist das Gute in Australien: Das Wetter ändert sich eigentlich minütlich! Den Nachmittag verbringen wir im Koala Hospital, in das kranke und verletzte Koalas eingeliefert, gesund gepflegt und danach, wenn es ihr Zustand zulässt, wieder ausgesetzt werden. Wir erleben dort eine tolle Führung  und ich treffe ganz unverhofft Tatjana wieder, die ich in meinem Hostel in Sydney kennengelernt habe.

Und schon wieder Regen: Coeffs Harbour

Am späten Nachmittag sind Melli und ich „on the road again“, nächster Halt ist Coeffs Harbour, das wir, wie auch sonst, im strömenden Regen erreichen. Langsam ist unsere Stimmung gedrückt, denn das Leben in einem Auto bei schlechtem Wetter ist doch nicht ganz so schön. Die Klamotten sind feucht, trocknen nicht mehr und das Auto bietet außer der Fahrerkabine keinen Platz zum Sitzen. Also fallen wir mit Laptop, Handys und diversen Ladekabeln bewaffnet in einem Pub ein, laden all unser Zeug auf, wärmen uns auf und verbringen den Abend mit einem lustigen Haufen neuseeländischer Surfer.

Das Wunder von Yamba

Der nächste Morgen bietet uns etwas komplett Unerwartetes: Die Sonne scheint. Wir schmeißen alle Pläne über den Haufen und verbringen den Tag am Strand und zelebrieren unseren ERSTEN Strandtag. Somit schaffen wir es auch abends nur noch bis nach Yamba, einem sehr kleinen verschlafenen Örtchen mit tollen Stränden. Durch und durch Camper schnappen wir uns in der Dämmerung unsere Reisestühle, eine Flasche Wein und setzen uns ans Wasser. Und da passiert es: erst sind wir uns unsicher, ob wir die Finne im Wasser wirklich gesehen haben. Doch einige Sekunden taucht sie wieder auf und daneben noch eine und noch eine… Ein ganzer Schwarm Delfine tollt im flachen Wasser herum und beschert uns einen wundervollen Abend! Wir sind happy und können unser Glück kaum fassen, dass wir ganz alleine mit den Delfinen sind.

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Das isser!

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Home sweet home

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Wir haben Hunger. Immer!

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Das erste Frühstück am Strand

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Myall Lake National Park

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On the road

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Camperleben: Kochen an der öffentlichen BBQ-Station

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Gern getragen: Die Regenjacke!

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Beruhigend: Spinnenwarnung in Port Macquarie. Man beachte das Exemplar ganz oben rechts. Von der habe ich nun eine bleibende Erinnerung auf der Schulter.

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Ein Nachmittag im Koala-Hospital

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Endlich Sonne in Coeffs Harbour

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Das Ding wäre ein Traum!

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Am Blue-Pool in Yamba

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Yamba

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Und weiter geht’s nach Byron Bay!

Hier fühl ich mich wohl: Sydney!

In elf Stunden hat mich der Zug über Nacht von Melbourne nach Sydney gebracht und die Stadt empfängt mich morgens um 7:00 Uhr mit strahlendem Sonnenschein. Ich bin in Entdecker-Stimmung, schmeiße den großen Rucksack schnell im Hostel ab und laufe los. Vorbei am Yachthafen und dem Macquarie-Point, biege ich um die Ecke und bin baff, denn da liegen Sydneys Wahrzeichen einfach vor mir: Das Opernhaus und direkt neben dran die Harbour-Bridge!  Ich bin beeindruckt dieses Bild live vor mir zu sehen. Auf tausenden Bildern konnte ich beides schon bewundern und jetzt stehe ich selbst davor. Durch den botanischen Garten (ich traue mich trotz des Spinnenbisses in diese Hochgefährdungszone) schlendere ich am Wasser vorbei, bestaune die vielen Jogger, die trotz brütender Hitze ihre Runden drehen und stehe nach einigen Minuten vor dem Opernhaus. Das Ding ist ein Wahrzeichen, weltweitbekannt, aber schön finde ich es so aus direkter Nähe nicht wirklich.

 

Circular Quay, The Rocks, Darling Harbour, Manly – Sightseeing in Sydney

Weiter geht es über den Circular Quay in das Viertel The Rocks, in dem es super nette kleine Cafés, Restaurants und Shops gibt – alles in engen, verwinkelten Gassen. Es folgen Darling Harbour und die großen Straßen der Stadtmitte, bevor ich wieder am Circular Quay stehe und die Fähre nach Manly nehme. Als ich von Bord gehe, ist der erste Eindruck: „Hier gefällt es mir“. Ein paar Fährminuten bringen mich in einen ganz anderen Teil von Sydney. Um mich rum hüpfen Kinder in Badeklammotten, Teenager laufen in Bikinis durch die Straßen und Surfer schleppen ihre Boards durch die Fußgängerzone, um am Strand die Wellen zu reiten.  Dort verschlägt es mich auch hin und ich lege mich an den gut besuchten Strand und tue, was alle tun: Beobachte die absolut sehenswerten Surfer! Das wird eine nachmittagsfüllende Aufgabe.

 

An der Küste entlang: von Bondi Beach nach Coogee Bay

Nachdem mich mein erster Tag vorbei an fast allen Wahrzeichen Sydneys geführt hat, stehe ich am nächsten Morgen früh auf und fahre mit dem Bus zu einem weiteren Punkt auf der Liste jedes Australien-Reisenden: Zum Bondi-Beach! Ich höre meine Freundinnen regelrecht seufzen als ich ihnen  direkt vom Strand ein Bild schicke –  selbstverständlich mit Surfern. Knapp nach 8:00 Uhr hat es schon über 30 Grad und ich bin froh über jede Brise, die über das Meer kommt. Auf meinen Programm steht an diesem Morgen der Coastal Walk von Bondi Beach nach Coogee Beach, dafür brauch ich laut meinem Rntspannung in Sydney? Nicht für micheiseführer rund zwei Stunden. In diesen zwei Stunden genieße ich das unglaubliche Panorama, das sich mir nach jeder einzelnen Biegung präsentiert. Es fängt an mit dem berühmten Salzwasserpool des Iceberg’s, weiter vorbei an grandiosen Strandvillen, die an den Hängen kleben, ein Stopp am Bronte Beach, an dem sich in einem der vielen öffentlichen Meeresbecken Familien, Rentnern und Sportler tummeln. Weiter geht es über den Clovelly Beach bis ich letztendlich bei knackigen 37 Grad in der Coogee Bay ankomme. Ein toller Vormittag, der mich doch etwas neidisch auf das Leben einiger Australier hat blicken lassen. Solche Strände direkt vor der Haustür – das ist für mich ein Traum und eine enorme Lebensqualität. In Australien leben – das könnte ich mir schon vorstellen.

 

Entspannung in Sydney? Nicht für mich

Sydney gibt mir wenig Zeit zum Durchatmen: Es gibt so viel zu entdecken und ich versuche alles in die paar Tage zu packen. So geht es in die Blue Mountains zum Wandern, auf den Markt, um nach deutschem Vollkornbrot zu suchen (gibt es natürlich!) und nach Watson‘s Bay, um Häuser und Menschen zu bestaunen. Und dazwischen organisieren Melli und ich, die ich in Sydney kennengelernt habe, unser großes Abenteuer. Mit dem Campervan geht es für uns in vier Wochen an der Ostküste entlang bis hoch nach Cape Tribulation.

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Harbour Bridge und Opernhaus

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Skyline am Circular Quay

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Auf der Fähre nach Manly

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Manly

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Das Opernhaus in der Dämmerung

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Sydney-Lifestyle am Bondi Beach

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Bondi Beach am Morgen

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Das Iceberg’s am Bondi 

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Coastal Walk von Bondi nach Coogee

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Sonnenuntergang kann man auch am Bondi gucken

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Ausflug in die Blue Mountains

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Blick auf die Three Sisters

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Paddington Market

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Watson’s Bay mit der Skyline von Sydney

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Dämmerung über Watson’s Bay