Ein Stück Zuhause kommt nach Thailand!

Ich stehe auf dem Bootsteg von Koh Phayam und halte Ausschau nach dem ersten Stückchen Zuhause, dass mich auf meiner Reise besucht – meine wunderbare Freundin Daniela ist  zwei Tagen zuvor in Frankfurt in den Flieger gestiegen um zweieinhalb Wochen mit mir in Thailand zu verbringen.  Und ich freu mich riesig als ich sie endlich entdecke, aber es ist auch etwas unwirklich nach drei Monaten endlich wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen. Und ich freu mich auf das Päckchen, das sie im Gepäck hat: meine Ma hat mir Lebkuchen, Schokolade und Gummibärchen eingepackt!

Was machen zwei Frauen, die sich drei Monate nicht gesehen haben? Wir tauschen in kürzester Zeit all die Neuigkeiten aus, die es zu erzählen gibt und dabei zeige ich Daniela mein ganz persönliches Paradies Koh Phayam. Nach Koh Phi Phi sind Ben und ich auf die Insel zurückgekehrt und wir wohnen wieder bei den wunderbaren Hippies der „Long Beach Bungalows“. Dieser Ort ist etwas ganz besonderes, wahrscheinlich zeigt er, wie Thailand vor zwanzig Jahren war. Die Zeit auf Koh Phayam entschleunigt auf wunderbare Art und Weise, fast jeder hier ist komplett entspannt (auch Dank unterschiedlichster Substanzen), man selbst passt sich dem Tempo an und findet es auf einmal garnicht mehr komisch, sparsam mit Strom (meist nur mit Einbruch der Dunkelheit) und Internet (für Whatsapp reicht’s) umzugehen. Die Ursprünglichkeit der Insel hat auch Daniela beeindruckt, doch nach ein paar Stunden kam dann doch die Frage „Und was machst Du hier jetzt den ganzen Tag so?“. Die ist eigentlich ganz einfach zu beantworten „Essen, Strand, Roller fahren, Essen, Strand, Sonnenuntergang, Essen und dann schlafen – und es ist traumhaft!“ Lang hat sie dann auch nicht gebraucht, um diesen Rhythmus anzunehmen. Unser Aufenthalt auf der Insel verlängerte sich ungeplant, denn der Norden Thailands (der nächste Stop) wurde von einer ungeahnten Kältewelle überrascht. Die Aussicht auf 11 Grad Höchsttemperatur machte die Entscheidung noch etwas auf Koh Phayam zu bleiben doch sehr einfach.

Nach ein paar Tagen hatte sich die Wettersituation im Norden wieder normalisiert und wir machten uns mit Zwischenstopps in Ranong und Bangkok auf den Weg nach Sukothai. Das heutige Stadtzentrum liegt rund 15 Kilometer von der alten Hauptstadt des Königreiches Sukothai entfernt. Der historische Teil der Stadt gehört mit seinen Tempelruinen zum UNESCO Weltkulturerbe. Bei Sonne schnappten wir uns die Fahrräder und erkundeten so den Geschichtspark und schauten uns die alten Tempelanlagen an. Und Sukothai wird mir auch aus einem anderen Grund im Gedächtnis bleiben: Dort habe ich bei einem kleinen Straßenstand das beste (und günstigste) Curry meiner Thailandreise gegessen. Und das heißt was, denn es waren seeehr viele!

Mit dem Bus ging es für Daniela und mich dann einen Tag später nach Chiang Mai, die größte Stadt Nordthailands. Chiang Mai bietet viel – vor allem viele Tempel. Rund 200 finden sich alleine im Stadtzentrum, sie sind also wortwörtlich an jeder Ecke. Jeder ist anders, mal mit riesigem Chedi, mal aus Holz, mal hockt ein schneeweißer Buddha davor. Wir haben Tage damit verbracht, durch die kleinen Gassen der Altstadt zu schlendern, unsere Pause in einem der vielen kleinen Cafés einzulegen und ein wenig Sightseeing zu machen. Mit den Rollern ging es z.B. zum What Prah That Doi Suthep, der über der Stadt thront und einen Knaller-Blick über das Tal bietet.  Oder an den Chiang Mai Grand Canyon, einen alten Steinbruch, zum Klippenspringen.  Das bis zu 40 Meter Tiefe Wasser ist klar und lädt zum Baden ein. Und wir haben uns auch wirklich getraut, von der rund 10 Meter hohen Klippe zu springen: Ben machte den Anfang, ich sprang ohne groß nachzudenken einfach nach und Daniela war nur 45 Minuten später auch im Wasser. Und das unter tosendem Applaus aller Gäste, die ihr Zögern und Zaudern verfolgt hatten. Well Done!

Und in Chiang Mai musste ich mich nach wunderbaren 2,5 Wochen dann auch von Dani verabschieden, die ihre Heimreise antrat. Aber davor hat sie mir noch versprochen, bald wieder dazu zustoßen und meinen Geburtstag mit mir zu feiern. Ist garnicht mehr sooo lange hin!

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Auf dem Weg nach Koh Phayam

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Unser Hüttchen

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Endlose Strände und kein Mensch da – fast keiner

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Wie immer: es muss jedes Mal ein Hund zum Streicheln her

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Die wunderbare Hippy Bar

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Die Tempelruinen von Sukothai

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Tempeltour in Chiang Mai

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Thailändischer Wunschbaum

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Chinatown in Chiang Mai

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Chiang Mai Grand Canyon

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Chiang Mai’s Gassen

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