Bali – es könnte Liebe werden

Nach langen 20 Stunden bin ich am Montagnachmittag auf Bali angekommen. Ich gebe zu, ich hatte große Erwartungen, konnte mir vorstellen, dass die Insel einer dieser Orte ist, an denen ich mich sofort wohl fühle. Und da die Erwartung so hoch war, hatte ich ein wenig Angst, dass Bali mich vielleicht enttäuscht. Vor meiner Reise habe ich tausende von Blogs gelesen, um mich neben der klassischen Reiseliteratur auf meine Ziele vorzubereiten. Neben sehr vielen begeisterten Berichten über die indonesische Insel, stieß ich aber auch immer mal wieder auf kritische Stimmen: „überschätzt“, „vollgemüllt“, „Ballermann der Australier“ hieß es zum Beispiel da. Also versuchte ich meine Vorfreude etwas zu dämpfen.

Nun bin ich bereits ein paar Tage auf Bali und kann nur sagen: Alles Quatsch – Bali ist fantastisch! Nach meiner Ankunft ging es als erstes nach Canggu, ein Ort an der Westküste, kurz hinter Kuta. Dort hatte ich ein nettes Zimmer in einem schönen balinesischen Haus mit Pool, Außenküche und Wohnzimmer im Freien gemietet. Wunderbar! Am ersten Abend habe ich es noch in den Supermarkt geschafft und mir das Lebenswichtige besorgt: Bintang (lecker, asiatisches Bier), Wasser, Obst und Chips. Auf dem Rückweg hab ich noch einen kleinen Stop bei einer Garküche (Warung) eingelegt und das tollste Nasi Goreng meines bisherigen Lebens verdrückt. Wieder zurück zu Hause bin ich mit Bier und Chips in den Pool gestiegen und habe die letzten Tage an mir vorüber ziehen lassen.

Gerade fühlt es sich alles noch wie ein klassischer Rucksack-Urlaub an und mein Kopf hat immer noch nicht realisiert, dass weder mein nächster Flug und noch der übernächste mich zurück nach Deutschland bringen werden.  Bis das wirklich bei mir angekommen ist, wird es noch einige Zeit dauern.

Der zweite Tag auf Bali begann mit Jetlag – um 4:00 Uhr war ich hellwach. Das hatte aber auch Vorteile: meine Freunde waren absolut begeistert, zu so einer angenehmen Zeit (21:00 in der Heimat) ausführlich mit mir chatten zu können. Nach einem wunderbaren Frühstück im Monsieur Spoon ging es für mich an den Echo Beach, Surfer beobachten, die Gegend erkunden. Als ich am Nachmittag zurück in meiner Unterkunft war, durfte ich am eigenen Leib erfahren, wie sich die Regenzeit in Bali anfühlt. Für eine Stunde schüttete es wie aus Kübeln – im Pool und auf der Terrasse aber ein schönes Spektakel.  Abends ging es mit einem Uber-Taxi (funktioniert hier wirklich grandios) nach Seminyak ein bisschen Bummeln und Menschen schauen. Die tollen Cafés, Restaurants und Läden sind wirklich beeindruckend. Alles so aufgezogen, dass man sich als Expat nur wohlfühlen kann.

Heute habe ich mein nächstes Ziel auf Bali angesteuert: das zentral im Inneren gelegene Ubud. Das Ubud, durch das Julia Roberts in EAT PRAY LOVE stromert. Die Stadt ist das Zentrum des „Healthy Living“ – viele tolle, teils vegane Restaurants, Yogastudio an Yogastudio, alles umgeben von traumhaften Reisterrassen und vielleicht alles ein bisschen esoterischer als für mich gut. Mein B&B liegt zentral in Monkey Forest Road und ist in dem Trubel eine wahre Oase. Auf der Straße reiht sich ein Warung ans andere, Shops und Cafés fehlen auch nicht. Hier lässt es sich absolut aushalten. Ubud ist ausgelegt auf Touristen, aber auf solche, die Yoga, Meditation, „Clean Eating“ über Party, ausgelassenes Treiben in Bars usw. stellen.

Der erste Tag in Ubud liegt hinter mir und ich habe schon ein bisschen was gesehen: Den Ubud Palace (Puri  Saren Ubud), den Seerosen im Garten des Saraswati Tempels und ein erster Spaziergang durch die Reisfelder. Morgen steht der Monkey Forest auf dem Plan und ich möchte ein paar Ausflüge in die Umgebung machen. Und als richtiges Mädchen suche ich mir morgen auch noch ein richtig schönes Spa aus und lass es mir gut gehen…

Auf dem Weg von Canggu zum Strand

Auf dem Weg von Canggu zum Strand

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Old Man's - Eine der Beach-Bars, in der man gewesen sein soll

Old Man’s – Eine der Beach-Bars, in der man gewesen sein soll

Mein Air BnB-Zuhause in Canggu

Mein Air BnB-Zuhause in Canggu

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Im Garten

Im Garten

Frühstück im Canggu Café

Frühstück im Canggu Café

Blick von meiner Terrasse in Ubud

Blick von meiner Terrasse in Ubud

Ubud

Ubud

Saraswati Tempel

Saraswati Tempel

Seerosenteich im Saraswati Tempel

Seerosenteich im Saraswati Tempel

Spaziergang in den Reisfeldern

4 Gedanken zu „Bali – es könnte Liebe werden

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